Archiv Juni, 2007

Beim Zahnarzt

Jun
03

Zehn Jahre hatte ich Glück mit meinen Zähnen und damit auch mit dem Zahnarzt. Kein einziges Loch und keine Schmerzen haben mir das Leben schwer gemacht. Erst bei der letzten Kontrolluntersuchung musste ich mich der knallharten Realität stellen und meinem Doktor gestehen: Der Backenzahn links oben bereitet mir Probleme, da ist wohl ein Loch drin.

Mit den zehn lochfreien Jahren ist auch die Gesundheitsreform spurlos an mir vorbei gegangen und so war nicht nur das Loch sondern auch die gesamte Behandlung der Schritt in die neue Welt unseres hoch gepriesenen Gesundheitssystems.

Sie wissen ja, wenn ich da nun was mache, dann werden die EUR 10,00 Gebühr fällig.“ meinte mein Doc Stirn runzelnd. Ich nickte betreten. Mir ist es schon komisch vorgekommen, dass die nette junge Arzthelferin mir vorher die Zähne poliert hatte. Auch das bisschen Zahnstein hatte sie entfernt mit dem Kommentar: „Das sollten wir wegmachen. Es macht aber EUR 1,00 pro Zahn, da wir bereits im Frühjahr schon geputzt haben.“ Achselzuckend nahm ich es hin. Was soll das? EUR 6,00 für die vorderen Zähne ist nicht die Welt und halt eine Schachtel Zigaretten weniger. Mir hätte bereits zu diesem Zeitpunkt dämmern sollen was nun folgte:

Frau K., da müssen wir aber bohren. Das Loch ist zwar nicht so tief, aber die Stelle ist recht schwer zugänglich und es könnte sich eine Entzündung bilden.“ erklärte mein Doc weiter und wieder blieb mir nichts anderes übrig als zustimmend den Kopf zu bewegen.

Kaum das ich mich versah hatte ich bereits drei Spritzen in den Oberkiefer gerammt bekommen ohne jegliche Vorwarnung. Ich glaube, dass Zahnärzte auf ihren Lehrgängen Überraschungsangriffe üben, um Patienten schnell außer Gefecht zu setzen bevor diese protestieren oder weglaufen können.

So, nun müssen wir einen Augenblick warten!“

Mit diesem Satz verschwand er ins andere Behandlungszimmer und ich blieb mit einem merkwürdigen Geschmack im Mund zurück. Nach wenigen Sekunden fühlte sich die linke Mundhälfte an wie tiefgekühlt, wahrscheinlich hätte ich mir nun auch einen Nagel in den Gaumen schlagen können ohne auch nur das Geringste zu spüren und mit der Zeit merkte ich, dass ich aus dem linken Mundwinkel sabberte, denn die Betäubung reichte bis zu den Lippen. Ein mulmiges Gefühl stieg in mir hoch. Was hatte er vor? Den ganzen Oberkiefer aufreißen? War doch nur ein kleines Loch.

Die Tür zum Nebenraum sprang auf und ich hörte ihn noch sagen: „Das mit der Krone müssen wir noch mal machen Herr Müller, die sitzt noch nicht richtig. Da muss der Zahntechniker nochmals ran.“ Er bekam ein gequältes Murren als Antwort und ich fing an unruhig auf meinem Stuhl rumzurutschen.

Spüren Sie noch was?“ bevor ich etwas machen konnte, hatte ich schon seine in Latexhandschuhen steckenden Finger im Mund und wusste noch nicht mal wie er das gemacht hatte. In Handumdrehen folgte der Bohrer. Schon wollte er loslegen, da hielt er inne.

Da kommt man aber ganz schwer ran Frau K.. Ich glaube da muss ich nun den Mundwinkel ein bisschen hochziehen. Haben Sie sich schon über die Füllung Gedanken gemacht?“ sagte er während der Bohrer erneut in meinem Mund verschwand. Ich schaute ihn ein bisschen irritiert an. Wieso sollte ich mir Gedanken über die Füllung machen? Das Geräusche des Bohrers und des Speichelsaugers ließen mich so oder so keinen klaren Gedanken fassen. Ich vertraue der Wirkung dieser Spritzen nicht so ganz und wartete auf den ersten Schmerz. Nichts geschah, ich hatte lediglich das Gefühl, dass er meinen linken Mundwinkel an das linke Ohr gezogen hatte.

Nein so geht das nicht, ich komme da einfach nicht ran. Drehen Sie sich zu mir. Nicole, kannst du da bitte halten.“ forderte er von der Helferin.

Nun hatte ich drei Finger und einen Bohrer im Mund. Die Helferin versuchte mit aller Gewalt meinen Mundwinkel nun hinter mein linkes Ohr zu ziehen. Die Betäubung hielt, konnte aber meine Augen nicht täuschen und Tränen liefen über meine Wangen.

Ist gleich vorbei.“ versuchte mein Doc mich zu beschwichtigen. Sein Glück das er erfahren ist und die ruhige Stimme eines Großvaters besitzt, sonst wäre ich schon längst auf zu davon gewesen. Nach wenigen Minuten war der Spuk auch Gott sei Dank vorbei.

Was ist denn nun mit der Füllung?“ wollte er wissen.

Biwe keiwn Amagawn.“ hörte ich mich sagen. Das mit dem Sprechen konnte ich vergessen. Die Betäubung hielt und ich hatte zudem das Gefühl, das ich die ganze Zeit schief grinste, da mein linker Mundwinkel hinter dem Ohr klemmte.

Das kostet aber extra Frau K., Sie wissen ja das die Kasse das nicht mehr zahlt.“ kam zurück. Natürlich hatte ich keinen Plan. Woher denn auch. Was interessieren mich denn Zahnfüllungen. Ich bin froh wenn ich keine brauche.

Wir können zwei- oder dreiflächig machen.“ versuchte er zu erklären, was ziemlich sinnlos war, da ich weder ordentlich nachfragen konnte was der Unterschied war noch die Vor- und Nachteile kannte, vom Preis ganz zu schweigen. Das ist so, als ob ich ihn fragen würde ob er nun ein mattes oder glänzendes Make Up für den Alltag bevorzugt.

Wir machen zweiflächig Frau K., an den Backenzähnen langt das, da sieht es keiner.“ Er hatte die Ratlosigkeit in meinem Blick erkannt und traf die Entscheidung. Wieder blieb mir nichts anderes übrig als zu nicken.

Erneut hatte ich zwei Finger der Arzthelferin im Mund. Die Kieferknochen machten merkwürdige Geräusche und das linke Auge tränte fröhlich vor sich hin. Zu guter Letzt stopfte er das Loch im Backzahn und einen Stab mit Blaulicht zum aushärten hinterher. Ich hatte das Gefühl das Ding kommt gleich wieder zum Ohr hinaus wenn er es noch weiter reindrücken würde, aber die Betäubung hielt, allerdings nicht am Kieferknochen, so entschloss sich auch das rechte Auge nun den Tränen freien Lauf zu lassen. Nach einer qualvollen Weile gehörte mein Mund wieder mir.

Na, war doch nun nicht so schlimm oder?“ wollte mein Doc wissen. „An der Anmeldung erhalten Sie Ihre Rechnung Frau K. und lassen sie sich einen Termin zur nächsten Kontrolle geben.“

Owkayw.“ gab ich zurück und versuchte zu lächeln. Schon eilte er zum Empfang und gab der Sprechstundenhilfe Anweisungen zu meiner Rechnung. Mit einem Händedruck verabschiedet er sich und verschwand wieder in dem Kronenzimmer.

Innerhalb von wenigen Sekunden hatte ich zwei Dokumente zur Unterschrift vorliegen: Einmal EUR 6,00 für die sauberen Zähne. Diese sollte ich sofort bezahlen. Dann eine Quittung für die Praxisgebühr, auch die sofort fällig und dann noch mein Füllung. Die sollte ich am besten überweisen.

Das iwst jaw wiew in dew Buwhaltwung hiew.“ sagte ich zu der netten Dame, die mir die letzte Rechnung zur Unterschrift vorlegte.

Wem sagen Sie das Frau K., der reinste Papierkrieg und alles muss getrennt abgerechnet und abgeführt werden. Ein Heiden Aufwand und die Beiträge sinken nicht wirklich.“ entgegnete diese mit einem zerknirschten Lächeln. „Sie können aber eine Zusatzversicherung abschließen.“

Entschlossen hielt sie mir ein Werbeprospekt entgegen. Ich winkte ab, unterschrieb die letzte Rechnung, ließ mir einen Termin in sechs Monaten geben und verließ die Praxis. Ich hatte Angst noch was zu fragen, nachher würde das auch noch was extra kosten.

Im Auto rechnete ich dann zusammen: Ein bisschen Zahnstein, Praxisgebühr und eine Füllung hatte mich nun insgesamt knappe EUR 60,00 gekostet. Ein teurer Spaß für ein bisschen Betäubung, Bohren und Schmerzen, vor allem wenn man nicht masochistisch veranlagt war.

Vielleicht sollte ich mich gleich privat versichern, dann hat sich die Sache mit den drei Rechnungen gleich erledigt. Ich bekomme dann nur eine, die über EUR 200,00 geht. Ich muss mir allerdings nicht mitten in der Behandlung Gedanken über Füllungen und andere Dinge machen, die Praxisgebühr zahle ich nicht und alle meine Zähne werden anstandslos von Zahnstein befreit.

Eins muss man der Gesundheitsreform zu Gute halten. Sie kurbelt auf jeden Fall die Konjunktur an. Jede Zahnarztpraxis verbraucht nun mehr Papier, Druckerpatronen oder Toner, Wartung der Geräte, Strom und Kugelschreiber, wahrscheinlich auch noch Ordner. Die Banken freuen sich über das entstehende Transaktionsvolumen durch die Überweisungen und wahrscheinlich hat die eine oder andere Praxis schon eine neue Kraft eingestellt, die nichts anders macht, als die Zahlungseingänge zu kontrollieren und Mahnungen an die säumigen Patienten zu schreiben, da freut sich auch gleich noch die Post. Will gar nicht erst wissen was der Steuerberater der Praxis zusätzlich bekommt um alles zu kontrollieren.

Ich mache meinem Doc einen Vorschlag, er soll doch bitte in seinem Warteraum einen Katalog auslegen mit Bestellzetteln, da können dann Kassenpatienten ankreuzen was gemacht werden soll und die Rechnungen kann man bereits vordrucken lassen. Vielleicht so wie bei OTTO. Dann habe ich wenigstens ein bisschen Spaß im Vorfeld der Behandlung. Ist ja dann fast wie einkaufen.

Wenn er schlau ist, macht er es wie die Supermärkte oder Teleshopping: „Lassen Sie die Zahnsteinentfernung an zehn Zähnen vornehmen und zahlen Sie nur acht!“ oder „Nur noch diesen Monat: Zwei dreiflächige Füllungen zum Preis von einer!“ Das ist doch die Idee und dann könnte man sich gleich noch was aussuchen, wenn man eine Rundumbehandlung als Kassenpatient nimmt. „Lassen Sie die Vorderzähne vollständig überkronen und Sie erhalten dieses tragbare Miniradio gratis zur Behandlung, damit es sie von den Schmerzen ablenkt!“ Da öffnen sich doch ganz neue Horizonte! Vielleicht sollten Zahnärzte in Zukunft so Schnellkurse im Verkauf machen. Hoffentlich kommt mein Doc nicht auf die Idee in seinen Katalog Schuhe aufzunehmen. Das könnte für die eine oder andere Patientin böse enden….


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Die Mücke

Jun
03

Kurz vor 0:00 Uhr und draußen immer noch die Hitze. Stehende 27 Grad. Dieser Sommer ist mehr als ein Rekordsommer. Es ist mittlerweile eine Heimsuchung.

Schweißgebadet liege ich auf der Bettdecke und versuche mich einfach nicht zu bewegen, denn die kleinste Bewegung bedeutet einen Wasserfall aus Schweiß.

Großstädte im Sommer sind furchtbar. Alles steht, kein Luftzug! Da kann man alle Fenster aufreißen, Türen offen stehen lassen, nichts! Der aufgeheizte Asphalt lässt die Wärme des Tages schön langsam aufsteigen. Die Wände des Hauses fühlen sich an wie frisch aus der Spülmaschine, heiß und trocken. Alles steht und ich liege.

Ich versuche einzuschlafen. Mit geschlossenen Augen lausche ich den Geräuschen auf der Straße. In der Ferne fahren Autos. Irgendwas bewegt sich immer. Ich denke an einen Eimer kalter Cola mit viel Eis und an eine kühle Dusche. Die Gedanken werden schwammig, ich bin kurz vorm Einschlafen.

Ein hoher Ton direkt neben meinem linken Ohr lässt mich die Augen wieder öffnen. Ich starre an die Decke. Mein Wecker, der die Uhrzeit in roter Schrift an die Wand schmeißt zeigt 0:01. Es surrt mal etwas weiter weg dann wieder näher und schon sitze ich hellwach und kerzengerade im Bett. Eine Mücke! Das fehlte jetzt noch! Bereits die letzten drei Nächte haben die Viecher sich an mir satt getrunken. Mit insgesamt 6 Stichen führte ich bereits bei den Arbeitskollegen die Rangliste, allerdings war ich so gar nicht glücklich mit dieser Top-Platzierung.

Ich fasste also sofort einen Entschluss: in dieser Rekordsommernacht würde diese Mücke kurz nach Mitternacht sterben! Mit einem Sprung war ich auf den Beinen und am Lichtschalter, mit einem zweiten wieder am Bett und ergriff den Spiegel. Die Zeitung zu einem Schlagstock zusammenrollend inspizierte ich die weißen Wände des Schlafzimmers. Die Suppe lief mir zu diesem Zeitpunkt bereits die Achseln runter. Rechte Wand, linke Wand waren sauber. Die offene Tür auch. An die Decke geschaut, vielleicht bei der Lampe oder auf den Bilderrahmen. Wahrscheinlich auf dem Fernseher oder am Fenster, an der Balkontür sicherlich.

Nachdem ich einmal quer durch das Zimmer geturnt war und aufs Bett kletterte um die Deckenlampe besser sehen zu können, standen mir nun Schweißperlen auf Stirn und Oberlippe. Keine Mücke. Das Tier hat die Gefahr gewittert und ist durch die Balkontür geflohen. „Ihr Glück!“ denke ich bei mir. Der Spiegel landet auf dem Nachttisch und ich wieder im Bett. Licht aus und nicht bewegen, Ruhe. Vor meinen geistigen Augen schwimme ich Richtung Nordpol und winke Eisbären zu. Von weitem kommt ein hohes Summen von rechts.

Der Verstand ist diesmal schnell da, ich nehme den Lichtschalter direkt am Bett und der Spiegel liegt griffbereit. In Sekunden bin ich auf den Beinen und suche das blutrünstige Monster! Es hat sich sofort versteckt bei dem ersten Lichtstrahl. Es kostet mich eine Ewigkeit die Mücke auf dem Bilderrahmen zu finden. Doch als ich sie erblicke kennt mein Gewissen keine Gnade. Die Zeitung schlägt zu, die Mücke flieht, ein schwarz-blauer Streifen wird auf der weißen Wand sichtbar. Fluchend steige ich vom Bett ab und suche erneut die Wände nach dem Blutsauger ab. Kein Tropfen bekommt diese Bestie von mir! Nach einer Weile entdecke ich sie neben dem Bücherregal an der Wand. Langsam und lautlos pirsche ich mich an die Ahnungslose heran. Es wird ein kurzer und schmerzloser Tod werden, verspreche ich ihr, als auch schon der Spiegel das zweite Mal auf das Tier niedergeht. Er trifft und das Opfer hinterlässt einen roten Fleck an der Wand, dem ein schwarzer Streifen folgt. Die schlimmsten Schimpfwörter darf man in der Nacht benutzen, da hört ja keiner zu und so verfluche ich die Mücke im Tod und den Spiegel, das beide nun meine weißen Wände ruiniert haben. Doch der Triumph lässt mich den Ärger schnell vergessen. Endlich kehrt Ruhe ein. Die Uhr zeigt 0:20 Uhr und jagen macht müde.

Doch schon nach wenigen Minuten der Stille höre ich ein Unheil verkündendes Geräusch aus der Dunkelheit auf mich zukommen. Es scheint Stereo zu sein. Wahrscheinlich sind es zwei. Die kommen um sich zu rächen, schießt es mir durch den Kopf. Das ist ja furchtbar. Licht an, Spiegelbewaffnung und los geht’s. Ich halte inne und betrachte den Blutfleck meines ersten Opfers, dann die zwei Streifen an den Wänden und resigniert sinkt die Zeitschrift in meiner rechten Hand zu Boden. Wegen Mücken das Zimmer neu streichen? Aber die Nacht über sich stechen lassen? Schwerwiegende Entscheidungen zu später Stunde. Mir kommen die Tränen. Ich will keine weiteren Stiche. Der eine im Gesicht ist schon schlimm genug. Sieht aus wie ein Riesenfurunkel und juckt wie sau. Ich höre die Beiden lachen. Bestimmt sitzen sie auf einem Buch und überlegen an welcher Stelle sie mich wohl zuerst anzapfen. Vielleicht am Hals oder am Arm, also klassisch. Die Wade und der Oberschenkel. Wahrscheinlich wird die Rache aber furchtbar und sie nehmen die Füße oder Hände oder wieder das Gesicht. Ich bekomme Panik und überlege kurzfristig im Wohnzimmer zu schlafen, bis mir einfällt, dass da ebenfalls der Balkon offen stand. Ich fühle mich allein, umzingelt und wehrlos. Wieder kommen mir die Tränen. Die gesamte Situation scheint aussichtslos. Unter der Decke verstecken geht nicht, da bekomme ich einen Hitzeschlag. Mir wird schlecht. Der Verzweiflung nahe schleppe ich mich ins Bad um mein Gesicht mit kaltem Wasser zu waschen und wieder einen klaren Gedanken zu fassen. Das Wasser bringt mich wieder zur Ruhe und im Spiegel betrachte ich meinen Mückenstich an der Wange. „So sehen dann die Opfer dieser Untiere aus!“ sage ich mir und blanke Wut steigt in mir hoch, als mein Blick im Spiegel auf den Schrank hinter mir fehlt. Was ist denn das? Durch das Milchglas schwer erkennbar sehe ich eine kleine weiße Flasche. Hoffnung durchfährt mich und die Erinnerung an den letzten Urlaub lässt mich erahnen was dieses Gefäß sein könnte: AUTAN!

Ich reiße die Tür des Schränkchens auf und finde die Überreste des Autan-Family-Sprays vom letzten Jahr. Das ist die Rettung! Ohne nachzudenken verteile ich die Reste der Flüssigkeit auf den schweiß- und wassernassen Händen, Beinen, Hals und Armen. Klatsche mir den Rest ins Gesicht und steht klebend, stinkend aber zufrieden im Bad. Man braucht eben nur die richtige Rüstung.

Mit einem fetten Grinsen betrete ich mein Schlafzimmer, lösche seelenruhig das Licht, lege mich bequem hin und schließe die Augen Schon wenige Augenblicke später höre ich das mittlerweile vertraute surren an meinen Ohren, aber es entfernt sich immer wieder und wieder. Der Sieg ist meiner für diese Nacht.


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