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Archiv März, 2008

Eingeständnis

Mrz
04

Da bist du nun, in meinen Gedanken. Zauberst mir ein Schmunzeln ins Gesicht und wenn ich die Augen schließe, stehst du vor mir und lachst. Höre deine Stimme, einzelne Sätze, nicht im Zusammenhang, völlig losgelöst. Fordere nichts und kriege zuviel. Einfach nur da sein reicht. Fühle dich am richtigen Fleck, auch wenn du nicht hier bist und sage laut und deutlich wie es ist, nur für mich, denn du weißt es sowieso und das schon lange. Warum also aussprechen. Denken tust du das gleiche. Vielleicht, aber nicht immer und das ist es, was dich ausmacht und mich zum lachen und denken bringt, damit du neu erfunden wirst, auch wenn es sich anders wiederholt. Ich bin dir rational haushoch überlegen und unterliege dir leidenschaftlich ohne Ausnahme. Deine bloße Anwesenheit macht mich zum unbesiegten Verlierer auf Platz 1.
Versetzt mich immer wieder in Erstaunen, wie oft man dich neu erfinden kann, ohne dich zu reproduzieren und doch wirst du kopiert, bis ins Unerträgliche.
Renne vor dir davon, um bei dir anzukommen und freue mich auf jeden Abschied der Wiederkehr. Kaum bist du weg, vermisse ich dich nach nur einem Augenschlag.
Ich muss lachen, über dich, ohne dich auszulachen, nur mich selbst.
Und manchmal machst du mich wahnsinnig, fast treibst du mich in ihn selbst. Verfluchen will ich dich dann, aber nicht für die Ewigkeit. Du gehst mir einfach auf die Nerven, raubst meine kostbare Zeit, um sie noch kostbarer zu gestalten.
Setzt mir Flausen in den Kopf, die Berge versetzen, wenn es sein muss und Täler fluten mit Freude. Lässt mich vergessen und erinnern. Weinen will ich über dich, ohne das Lachen zu verlernen.
Bist du die wahre Definition von Glück und Unglück?
So viele haben Visionen von dir, einige ein Leben lang die bloße Illusion.
Wie kann man mit so viel Reichtum armselig wirken und mit deinen Fanfaren glanzvoll untergehen?
Soll ich dir erzählen, wie oft ich mich wegen dir zum Affen gemacht habe und machen werde ohne auch nur einmal mit der Wimper zu zucken?
Wie viele haben sich bereits wegen und in dir verloren ohne sich jemals selbst gefunden zu haben? Ich will es gar nicht wissen!
Du bist der beste Stratege und an Erfindungsreichtum und Ideen nicht zu überbieten! Kriege führst du an ohne einen Nutzen daraus zu ziehen. Es ist unglaublich: Wie kann man gleichzeitig soviel schaffen und zerstören?

Ich verstehe dich nicht und jedes Mal, wenn ich denke nur ansatzweise etwas verstanden zu haben, beweist du mir das Gegenteil. Habe mich selten im Leben, wegen dir so unverstanden gefühlt, obgleich ich dich begreife. Habe oft an Dir gezweifelt ohne dich tatsächlich bezweifelt zu haben.
Habe dich nie gefordert, du hast mich herausgefordert, tust es täglich und unermüdlich.
Drängst dich nicht auf, obwohl du dem ein oder anderen aufgedrängt wirst, wobei ich dich verdrängen möchte. Manchmal ungewollt, doch wissentlich.
Jeder fragt nach dir, irgendwann, und es nervt mich keine Antwort zu finden, die Sinn macht, an sich. Du bist Alles und in allem wohl Nichts und davon mehr als genug und dem Ende doch zu wenig. Gebraucht um ausgenutzt zu werden, von allen und jedem. Gegeben, um maßlos genommen zu werden.
Jeder ein Lügner, der dich verleumden kann, dich nicht zu kennen und gelernt zu haben. Gefühlte Armutszeugnisse sind dein persönliches Mitleid, hierzu mein herzliches Beileid. Du bist mir zu hoch, wenn auch nicht hochnäsig.
Geheiligte Hure und verdorbener Prediger zugleich!
Deine Moral ist zuweilen unmoralisch!
An dir ist nichts Schlechtes was nicht Gut sein kann.
Und nun sagen sie zu mir: „Schreibe doch endlich mal eine Liebesgeschichte.“

Ich kann es nicht!


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