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Archiv November, 2009

Die Teufelsbibel

Nov
26


Die Teufelsbibel

Richard Dübell

Böhmen 1572. In einem halb zerstörten Kloster wird der achtjährige Andrej Zeuge eines schrecklichen Blutbads. Zehn Menschen, darunter seine Eltern, werden brutal ermordet. Andrej kann fliehenund nimmt eines der am besten gehüteten Geheimnisse der Kirche mit sich: das Wissen um die Existenz des Codex Gigas – der Teufelsbibel. Ein Dokument, das drei Päpste das Leben kosten und die Macht haben soll, das Ende der Welt einzuläuten.

Sieben schwarz gekleidete Mönche haben geschworen, das Geheimnis der gefährlichen Handschrift zu behüten. Wer zu viel darüber weiß, muss sterben. Denn der Codex, so heißt es, stammt aus der Feder des Teufels…

Zu Anfang macht es fast den Anschein, dass mehrere Geschichten gleichzeitig erzählt werden. Die Orte und Personen wechseln. So findet man sich als Leser in Wien, Rom und irgendwo in der Pampa wieder. Neben einer völlig unkitschigen Liebesgeschichte erzählt der Autor viele kleine Geschichten in einer, die erst Stück für Stück zusammen wachsen und zu einem großen Gemälde werden. Sehr gelungen sind die Verflechtungen der einzelnen Charaktere ohne dass es im totalen Chaos endet. Viele interessante Ideen und Zusammenhänge machen dieses Buch zu einer wirklich spannenden Lektüre für die kalte und dunkle Jahreszeit. Wer allerdings denkt, dieses Buch sei Fantasy, der irrt. Zwar klingt der Titel mystisch, doch die Story ist sehr real. Sehr gerne gelesen.


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Zeitliche Einteilung

Nov
07

Das Mittelalter wird eigentlich in drei Abschnitte unterteilt:

476 n. Chr. bis ca. 900 n. Chr.

Frühes Mittelalter

  • Nach dem Ende des Weströmischen Reiches.

  • Zeit der Merowinger und Karolinger

900 n. Chr. bis ca. 1250 n. Chr.

Hochmittelalter

  • mit Heinrich I. und Otto d. Großen

  • den Staufern (Barbarossa)

  • Blütezeit der Ritter

  • Kreuzzüge

Ab 1250 bis 1519 n. Chr. Spätmittelalter

  • Zeit der Kurfürsten
  • Die Pest
  • Der hundertjährige Krieg zwischen Frankreich und England
1347 bis 1353 Der Schwarze Tod

  • Die Pest kommt nach Europa
1450 bis 1750 n. Chr. Bis Neuzeit

  • Hexenverfolgung durch die Kirche in Mitteleuropa
  • Besonders im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648)


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Die Stiftskirche in Stuttgart

Nov
07

Stiftskirche Stuttgart

Daten Geschichte
10. oder 11. Jahrhundert Bis vor einiger Zeit hatte man angenommen, dass Stuttgart im Mittelalter wirklich nichts weiter war als ein Pferdedorf, das nach und nach zu einer Stadt wurde. Es war daher auch nicht sehr wahrscheinlich, das in der heutigen Innenstadt größere Bauten, geschweige denn Kirchen entstanden.Heute jedoch weisen Funde im Altarbereich darauf hin, dass bereits um das 11. Jahrhundert die erste Kirche dort stand, wo heute die Stiftskirche zwischen Marktplatz und Karlsplatz steht.

In der damaligen Zeit handelte es sich wohl um einen einschiffigen frühromanischen Kirchebau.

1240 Als das benachbarte alte Schloss in Stuttgart entsteht, wird auch die kleine Dorfkirche erweitert. Erst unter Graf Ulrich dem I., auch „der Stifter“ und „mit dem Daumen“ (er hatte einen auffällig großen Daumen an der rechten Hand) genannt, wächst Stuttgart zu einer Stadt.Der einschiffige Bau wird zu einer dreischiffigen Kirche erweitert. Es wurden zwei Türme vorgesehen, doch leider nur einer gebaut, der heutige Südturm. Vom Nordturm gibt es lediglich ein angefangenes Fundament.
1285 Aus diesem Jahr stammt die älteste Glocke der Stiftskirche, die heute wieder im Südturm hängt. Sie kann nur per Hand geläutet werden und erklingt zu besonderen Anlässen.Der Gießer ist unbekannt.

Die Torglocke (auch Angelus- bzw. Betglocke genannt) ist eine der ältesten Glocken Deutschlands.

Um 1320 Die Stuttgarter Kirche wird durch das päpstliche Dekret zur Stiftskirche erhoben. Mittlerweile herrscht Graf Eberhard der Erlauchte von Wirtemberg über Stuttgart.Letztendlich stirbt Graf Eberhard der Erlauchte im Jahre 1325 und wird in der Stiftskirche begraben.
1327 bis 1347 Auf Grund der großen Anzahl an Priestern, Chorherren und Vikaren wird der Chor vergrößert. Er ist heute noch in seiner ursprünglichen Form erhalten.
1380 Der Südturm erhält sein 4. Geschoss.Um diese Zeit erhält die Stiftskirche wohl auch ihre erste Orgel, die von Mailand nach Deutschland gebracht wird. Aus dieser Zeit stammt vermutlich auch der Lettner.
Um 1400 Das 5. Geschoss des Südturms wird errichtet.
Ab 1436 In dieser Zeit entsteht der heutige Westturm und damit der vorläufig Abschluss beim Bau der Stiftskirche. Mehr als der Turm ist kaum erhalten.Zur damaligen Zeit herrscht Graf Ulrich der V., der auch zum ersten mal eine Steuer erhebt, um die Bauten an den Kirchen zu finanzieren, denn gleichzeitig lässt er auch die Leonhardskirche und die Hospitalkirche bauen.

In dieser Zeit gibt es einen unterirdischen Gang zwischen dem alten Schloss und der Stiftskirche. Er führt in die Sakristei. Leider wurde dieser Gang unter Graf Eberhard „im Bart“ wieder abgebrochen.

Neun Altäre im Inneren der Kirche wurden in diesen Jahren geweiht.

1463 bis 1446 Der Südturm erhält sein 6. Geschoss.
1480 bis 1482 Die Stiftskirche erhält eine neue Uhr.
1490 bis 1531 Der große Westturm wird errichtet, der Baumeister ist Marx. Danach gelangen auf Grund der Reformation die Bauten ins Stocken. Es fehlen Steuern und Spenden, um weitere Bauvorhaben voran zu treiben.Aus dieser Zeit stammt auch das Aposteltor, von dem nicht mehr alle Figuren erhalten sind.

Im Kirchenschiff befindet sich das Wappen des Erbauers, Aberlin Jörg, sowie die Garbinschrift von Hermann von Sachsenheim, der als letzter Minnesänger 1458 starb.


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