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Archiv Februar, 2010

Die Geschichte der Null

Feb
21

Robert Kaplan

Die Null ist ein selbstverständlicher und unverzichtbarer Bestandteil unseres Lebens. Und doch bleibt diese Zahl eine außergewöhnliche Erscheinung: Kann es etwas geben, das eigentlich nichts ist? Diese Frage fasziniert die Menschen seit Jahrtausenden. „Betrachtet man die Null, sieht man nichts. Blickt man aber durch sie hindurch, so sieht man die Welt.“ Kurzweilig und fesselnd erzählt Robert Kaplan die Geschichte des magischen Kreises, der stets mehr war als eine Zahl – und bis heute ein Rätsel geblieben ist.

Mit Robert Kaplan geht man in den ersten Kapiteln auf die Forschungsreise nach den Ursprüngen der Null. Wann ist sie das erste Mal aufgetaucht und vo rallem wo? Welche Kultur hat die andere beeinflusst? Robert Kaplan schafft aber in diesem Buch viel mehr, als die Geschichte der Null zu erzählen, mit Exkursen erzählt er zeitgleich die Geschichte des Zählens und der Mathematik selbst. Nicht selten muss man das Buch zur Seite legen und kurz nachdenken. Von den Anfängen des Zählens und Rechnens bis hin zum binären System und der Differenzialrechnung verfolgen wir die Höhen und Tiefen der Null und ihrer Entstehung und Anwendung. Ihrer Bedeutung damals im Mittelalter, als sie noch als Magie und Teufelswerk galt, bis zu den philosophischen Ansätzen der Denker über Etwas, das wohl n(N)ichts ist. In drei faszinierenden Kapiteln beschäftigt sich Kaplan letztendlich mit der Bedeutung der Null für den Menschen, als Mensch. Man kann es durchaus als einen psychologischen Exkurs der Mathematik ins menschliche Sein betrachten. Auf keinen Fall langweilig.

Ein Buch für alle. Egal ob begeisterte Anhänger der Mathematik oder diejenigen, die sie bereits in der Schule gehasst haben. Nicht selten musste ich bei diesem Buch an den eigenen Matheunterricht denken und bei vielen Erklärungen und Beispielen wünschte ich Robert Kaplan wäre mein Lehrer gewesen. Ich bin mir sicher, dass Schüler mehr von Mathematik verstehen würden, wenn man sie so wie in diesem Buch erklärt bekommt. Kaplan gelingt es wirklich, das Abstrakte an der Mathematik begreiflich zu machen. Anhand der Geschichte und den Vorkommnissen zeigt er, warum und wie die Abstraktion stattgefunden hat, aber vielleicht viel wichtiger, er schafft auch die Umkehrung, d.h. das Abstrakte wieder mit dem Alltäglichen zu verbinden und anzuwenden.

Würden Mathematiklehrer sich einmal die Zeit nehmen, den Schülern zu erklären, was die Null ist oder warum das Rechenbrett früher die Menschen vor Probleme gestellt hat, die für uns keine mehr sind. Wenn sie einmal aufzeigen würden, wie es dazu kam, Potenzen zu schaffen, um große Zahlen abzubilden, so würden mehr Schüler Mathematik begreifen.

Und das seien nur zwei Beispiele aus diesem herrlichen Buch.

Kleinen Kindern bringt man das Zählen mit Objekten bei, seien es Äpfel oder Murmeln. Nur selten bringt man ihnen tatsächlich bei, die Zahlen als das zu sehen, was sie sind. Es verwundert einen kaum mehr, warum ausgerechnet so viele Mathematiker, Physiker und andere Naturwissenschaftler sich der Philosophie zuwenden. Denn selbst nach diesem Buch bleiben viele „Warum“s.


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Michael Gick – Das Johannes-Manuskript

Feb
02

Michael Gick – Das Johannes-Manuskript

Ich muss heute ein bisschen Werbung machen und das tue ich außerordentlich gerne. Denn zum einen geht es um meine Hobbys, lesen und schreiben, zum anderen um die Autor, den ich letztes Jahr persönlich kennen lernen durfte.

johannes-manuskriptBereits mit seinem ersten Buch „Schwarz wie die Nacht“ hat Michael Gick bewiesen, dass Kurzgeschichten ihren Reiz haben. Der Autor versteht es bis zum Schluss jeder Erzählung den Leser zu fesseln. Die Enden der Texte haben alle etwas Besonderes: Sie überraschen.

Nun hat Michael Gick seinen ersten Roman veröffentlicht: Das Johannes-ManuskriptAuch dieses Buch verspricht viel Spannung und Lesespaß für alle die Thriller und Überraschungen lieben.

Wer also nicht nur die Bestsellerliste von SPIEGEL liest, für den sei dies ein kleiner Geheimtipp.

Und ich persönlich möchte Michael an dieser Stelle von ganzem Herzen zu diesem Erfolg gratulieren. So kann aus einem Hobby mehr werden und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es viel Zeit und Entbehrung gekostet hat, neben Beruf und Familie das Buch zu veröffentlichen. Ich drücke Dir ganz fest die Daumen!


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Schlaflos

Feb
02

–o–o–o–o–o–o–o–o–o–o–o–o–o–o–o–o–o–o–

Schlaflos

Ich habe ihr die Sterne gestohlen.

Ein’ nach dem anderen hat sie an mich verloren.

 

Ruhen nun in meinen Händen.

Wollen sich dem Schwarz zuwenden.

 

Wollen wieder hell erscheinen.

Doch höre ich sie leise weinen.

 

In ihren Herzen und der Seele.

Schaue mir selbst zu, wie ich sie quäle.

 

Hände voller Sternentränen,

die sich nach dem Himmel sehnen.

 

Schlafe mit geballten Fäusten.

Lasse Träume nicht entkommen.

 

Lasse sie nicht zu ihr gehen.

Lasse sie im Schmerz vergehen.

 

Bis das Tageslicht will kommen.

Öffne die Hände und lasse sie gehen.


kerzenlicht

 

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Scherbenwelt

Feb
02

–o–o–o–o–o–o–o–o–o–o–o–o–o–o–o–o–o–o–

Scherbenwelt

Zerschlagen will ich dein Gesicht,
in tausend kleine scharfe Scherben.
Du bist es. Nein, das bist du nicht!
Die Augen Glück und mein Verderben.

Das Blut so süß, versteckt in jedem einzeln Splitter,
bei diesem Anblick, den ich seh.
So wunderschön und zugleich bitter,
wenn ich vor dem Spiegel steh.

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Leben

Feb
02

 

 

meer2 Leben 

Habe geträumt.
Geträumt vom Leben.

Eine Illusion.
Bin ihr erlegen.

Ein bisschen tot –
und doch am leben.

Mittendrin –
und doch daneben.

Immer auf der Suche –
und doch verlegen.

Um eine Antwort.
Will es mir nicht geben.

 

 

 

LebenHabe geträumt.
Geträumt vom Leben.
 

Eine Illusion.
Bin ihr erlegen.

Ein bisschen tot –
und doch am leben.

Mittendrin –
und doch daneben.

Immer auf der Suche –
und doch verlegen.

Um eine Antwort.
Will es mir nicht geben.

 


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