Archiv Juli, 2010

Gleiche Idee? – Gut gegen Nordwind und 84, Charing Cross Road

Jul
20

Vor einiger Zeit habe ich „Gut gegen Nordwind“ gelesen. Wirklich unterhaltsames Buch und das richtige für den Urlaub. Doch irgendetwas an diesem Buch hat mich ganz stark an ein anderes Buch erinnert, dummerweise bin ich zuerst gar nicht darauf gekommen welches und ob überhaupt.

Am Wochenende habe ich mal wieder in unseren Bücherregalen gestöbert und siehe da, da war es: 84, Charing Cross Road von Helene Hanff!

Die Bücher haben wohl inhaltlich nicht wirklich etwas gemeinsam, aber die Idee bzw. das Prinzip ist gleich. Letztendlich schreiben sich zwei Personen, der eine in London, sie in New York – Amerika. Auch der erste Brief ist definitiv an denjenigen adressiert, der ihn auch erhält. Und in der Zeit, als das besagte Buch von Hanff entstand, gab es nun mal keine Computer, Laptops und E-Mails. Die Originalausgabe erschien bereits 1970.

Lange Rede – kurzer Sinn. Wem „Gut gegen Nordwind“ gefallen hat, der wird auch „84, Charing Cross Road“ mögen.

Trotzdem würde es mich wirklich interessieren, ob Daniel Glattauer Hanff gelesen hat oder ob es purer Zufall ist, dass sein Buch nach dem gleichen Prinzip geschrieben ist. Briefsammlungen als Bücher gibt es ja viele.


84 CharingCross Road

Schicken Sie Dichter, die Liebe machen können, ohne zu sabbern.“ Sie liebte Bücher über alles, aber kurz nach dem Krieg waren nur schwer welche zu bekommen. So machte die Amerikanerin Helene Hanff eine Buchhandlung in Europa ausfindig, über die sie ihre ziemlich spezielle Lektüre fortan per Post bestellte. Und nicht nur das: Schon bald begann ein hinreißender Briefwechsel zwischen der scharfzüngigen Amerikanerin und ihrem englischen Antiquar – er sollte zwanzig Jahre dauern und die beiden Akteure schließlich weltberühmt machen. Die Drehbuchautorin Helene Hanff gab dabei den Ton an und eroberte den schüchternen Antiquar nach und nach mit ihrer rauen Herzlichkeit…

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Lese-DNA?!

Jul
14

So, jetzt ist es also raus. Es gibt eine Lese-DNA. Soweit sind die bereits mit der Forschung gekommen. Als hätte man es nicht geahnt. Fortschritt wo man nur hinklickt im Web.

Auf www.buchgesichter.de gibt es einen lustigen Lese-DNA Test. Schön gemacht, sogar mit Bilder, da hat sich jemand wirklich ein bisschen Mühe gegeben. Am Schluss bekommt man seine persönliche Lese-DNA entschlüsselt und das beste: Ohne sich vorher registrieren zu müssen. Das macht die Seite wirklich sympathisch.


Lese-DNA-klein


Über mein Ergebnis war ich ein bisschen überrascht, wenn auch überhaupt nicht negativ. Vieles ist ja bei diesen Tests sehr offensichtlich, aber ein Satz ist wirklich toll:

..und träumst davon ein Lesezimmer mit Kamin zu besitzen.“

Genau das ist es! Das wäre wirklich etwas Wunderschönes. Es ist einfach toll sich in ein gemütliches Zimmer zurück ziehen zu können. Kein Rechner, kein Fernseher, kein Radio. Leselampen und Kerzen, von Herbst bis zum Frühling den Kamin anfeuern. Fast alle Wände mit Bücherregalen bestückt, genügend Platz für alte und neue. Selbstverständlich Parkettboden, aber mit einem alten Teppich, dieser handgeknüpft in gedeckten Farben, dunkelrot und blau, beige mit Mustern durchzogen. Zwei Sessel, breit genug, damit man im Schneidersitz sitzen kann und hohe Lehnen. Natürlich jeder mit Decke und Kissen ausgestattet falls man einschlafen sollte und und und…

Auf jeden Fall ein netter Spaß, der Test.


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Die erste Wahrheit

Jul
11

Die erste Wahrheit

Dawn Cook

Alissa glaubt nicht an Magie. Und schon gar nicht glaubt sie die Geschichten ihres verstorbenen Vaters von jener sagenhaften Feste in den Bergen, in der angeblich Drachen und mächtige Zauberer leben. Die es Alissa eines Tages selbst an diesen düsteren Ort verschlägt.

Dawn Cook erzählt in diesem ersten, der mittlerweile vier Bücher, die Geschichte zweier Charaktere. Zum einen die von Alissa, zum anderen die von dem Barden Strell.

Als Leser steigt man direkt in die Handlung ein. Alissa wird von ihrer Mutter unfreiwillig auf die Reise zur Feste losgeschickt. Sie will nicht, glaubt nicht an die Erzählungen des Vaters, der nach seiner letzten Reise nicht mehr zurück gekehrt ist. Doch beugt sie sich dem Willen der Mutter und zieht in die Berge, um vor Wintereinbruch dort zu sein.

Strell hingegen möchte nach sechs Jahren Wanderschaft und Reise zu seiner Familie ins Tiefland zurück kehren. Durch Zufall kommt er am Haus von Alissas Mutter vorbei und geht einen guten Handel ein, er tauscht teueren Stoff gegen eine Lederlandkarte aus dem Besitz der Frau. Doch nicht nur das. Die Frau erzählt ihm, dass seine Familie bereits vor einiger Zeit bei einer Naturkatastrophe umgekommen ist. Strell erklärt die anscheinend völlig vereinsamte Frau für verrückt und zieht Richtung Heimat weiter. Als in der nächsten Stadt ein Bekannter seiner Familie die Nachricht der Frau bestätigt, gibt es kein Halten mehr für ihn. Ohne lange nachzudenken, macht er sich auf den Rückweg zur Küste, von der er ursprünglich herkam. Sein Weg führt durch die Berge und nach einigen Tagen stößt er auf ein verlassenes Lager. So kreuzen sich die Wege von Alissa und Strell.

Dieses Buch erzählt eine wunderschöne Geschichte zweier junger Menschen, die durch Zufall aufeinander stoßen. Man hat zwar den Eindruck, dass sie nichts gemeinsam haben, doch verbindet sie beide die Tatsache viel verloren zu haben.

Dawn Cook beschreibt nicht Seiten lang die Landschaften, die Sitten und Gebräuche und die Welt an sich. Sie schafft es aber trotzdem all dies in die Handlung einzubauen, sodass man als Leser immer mehr in diese Welt und deren Sitten eintauchen kann.

Manchmal hat es den Eindruck, als erzähle sie mit diesem Buch nur eine belanglose Geschichte, doch hier sollte man sich nicht täuschen lassen. So haben kleine Begebenheiten interessante Auswirkungen auf den Fortgang der Geschichte. Man sollte sorgfältig lesen.

Was allerdings etwas erstaunlich ist, dass man am Schluss gar nicht mehr so richtig weiß, wer der Haupt-Protagonist in diesem Buch ist. Die beiden Charaktere sind sich ebenbürtig. Sehr schön gemacht. Sehr gelungen ist ebenfalls das Ende. Zwar ist die Erzählung abgeschlossen, aber man möchte doch wissen, wie es weitergeht.

Dawn Cook kann wirklich sehr schön erzählen. Teilweise verliert sie sich ein bisschen im Fantasy-Alltag, doch langweilig wird es nicht. Was sie definitiv nicht kann, ist Schlachten und Kämpfe beschreiben, was eigentlich sehr seltsam ist, da sie Gefühle sehr gut beschreibt, sodass man an ein bis zwei Stellen durchaus mit Tränchen kämpfen muss. Das schafft sie allerdings nicht an anderen Stellen, wenn es um Überwindung, Angst, Kampfrausch etc. geht. Seltsam! Wer darüber hinweg lesen kann, dem wird dieses Buch sehr gefallen.

Sehr gerne gelesen und mit Sicherheit finden die anderen drei Teile auch ihren Weg in mein Regal.

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Freitags-Füller

Jul
09

Freitags-Füller #67


1.  Ein Lächeln ist oft das schönste Geschenk.

2.  Schokoladeneis ist das Leckerste, was ich in den letzten Tagen gegessen habe.

3.  Ich hätte gerne mehr lustige Antworten in meinem Leben, und weniger komische Fragen.

4.  Mir fällt gerade ein, dass es Morgen noch heißer werden soll .

5.  Ein Motorrad , das würde ich mir wünschen, wenn ich morgen Geburtstag hätte.

6.  An warmen Sommerabenden liebe ich den Duft von Rosen und Lavendel im Garten.

7.  Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf das Treffen mit meinen Freundinnen, morgen habe ich noch nicht geplant und Sonntag möchte ich faulenzen !

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Päckchen auf Umwegen

Jul
08

Alles fing damit an, dass ich verpasst hatte, mich als 50. Leser in Soleils Blog einzutragen und so lauerte ich eine Weile auf die 75. Diesmal klappte es. Zuerst unbemerkt. Umso größer war die Überraschung und Freude, als die E-Mail kam mit der Ankündigung eines Buchpäckchens.

Soleil hat sich Riesenmühe gemacht und sogar bei DHL nachgefragt, wann das Paket wohl hier ankäme. Die Tage vergingen…kein Päckchen…und dann der AHA-Effekt: Das Päckchen war wieder auf den Rückweg, wo es hergekommen war. Sooo ein Ärger!


Der Postbote hatte unser Haus nicht gefunden. Vielleicht war er aber einfach nur zu faul Treppen zu steigen, das sind nämlich nicht gerade wenige.

Nach einem erneuten Versand und der dicken Paketbeschriftung „Empfängeranschrift korrekt!“ hat es dann geklappt.


buecher_paket

Jaaaa, vier tolle Bücher, die auf jeden Fall gelesen werden. Eine wirklich schöne Auswahl. Eins musste ich bereits abgeben, es ist auf dem SuB meines Mannes gelandet, ich glaube ein weitere wird bald folgen.


Unheimlich süß, neben den Büchern, ist auch das Notizheft und die Stifte. Diese kleinen Hefte liebe ich wirklich. Die passen sehr gut in Handtaschen.


Und dann waren da noch die Schokoriegel, die unter der turbulenten Hin- und Herschickerei ein bisschen gelitten haben, allerdings nur optisch. Sie wurden bei längerer Kühlschranklagerung reanimiert. Geschmacklich gibt es nichts auszusetzen. Leeeeeecker! Und nochmals einen lieben Dank, Soleil! Du hast mir eine schöne Freude mit dem Päckchen bereitet.


schokoriegel

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