Archiv Juli, 2010

Inspirationen suchen und finden – Teil I

Jul
05

Vor einiger Zeit habe ich einen Post über die Musen geschrieben. Wobei es dabei tatsächlich um die Musen als solche ging. Letzten Freitag hatte ich eine interessante Unterhaltung mit einer sehr guten Freundin. Sie hatte mich darauf angesprochen, ob ich überhaupt noch Geschichten schreibe und falls ja, wie ich auf die Ideen komme.


Eine wirklich gute Frage. Wie kommen Autoren zu Ideen und Geschichten.


Die einfachste Art – Der Geistesblitz oder das Plopp


Es ist manchmal wirklich sehr seltsam. In den Gehirnwindungen und zwischen den Ohren hört man ein „Plopp“ und die gesamte Geschichte ist da. Vor dem inneren Auge erscheinen Personen, Orte und die Handlungen. Es bleibt nur noch eins zu tun: Nieder damit und zwar schriftlich.


Doch wenn man die ganze Zeit auf gedankliche und kreative „Plopps“ wartet, kommt bei der Schreiberei zuweilen verdammt wenig Produktives raus. Kein Wunder, dass sich die Frage nach den benötigten Plopp-Katalysatoren stellt.


Ich habe keine Ahnung, wie es andere machen oder wie sie zu ihren Ideen kommen, es gibt bestimmt unendlich viele Wege.


Zu einem meiner Wege gehört es, Menschen zu beobachten. Meist unterwegs, aber auch bei der Arbeit und im Bekanntenkreis beispielsweise bei einer Geburtstagsfeier. Viel spannender sind aber völlig fremde Personen, die einem im Alltag wirklich durch puren Zufall über den Weg laufen. Es gibt immer etwas zu sehen, man vergisst nur zu oft einmal hin zu schauen. Sei es die Kleidung, die Art wie eine Cola-Flasche geöffnet wird, das zwangsläufig mitgehört Handygespräch im Bus, der Inhalt des Einkaufskorbs in der Drogerie, ja selbst die Aufzugfahrt in einem Parkhaus oder die Art, wie jemand seinen Cocktail trinkt an einem Freitag-Abend. Am meisten liebe ich Taxi-Fahrer in der Nacht, aber nur die redseligen. Manche schaffen es, ihre Lebensgeschichte in etwa 15 Minute zu erzählen. Da erfährt man Dinge. Sollte jeder einmal ausprobieren.


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Challenge – All you need is…Fantasy! [1]

Jul
01

Es ist soweit: Die „All you need is…Fantasy!“-Challenge von Soleil startet heute. Ein Jahr Fantasy lesen in Stationen. Bereits im Vorfeld habe ich die Regale durchforstet und bin zu fünf Stationen auf Anhieb fündig geworden, sodass ich diesen Monat starten kann. Dies bedeutet mal wieder drei Bücher parallel lesen. Eine wirkliche Schwäche von mir, aber Abwechslung muss sein.


Hier einige Stationen und Bücher, die bereits feststehen:


Station 1 – Epische Fantasy

Dawn Cook – Die erste Wahrheit


Alissa glaubt nicht an Magie. Und schon gar nicht glaubt sie die Geschichten ihres verstorbenen Vaters von jener sagenhaften Feste in den Bergen, in der angeblich Drachen und mächtige Zauberer leben. Bis es Alissa eines Tages selbst an diesen düsteren Ort verschlägt.

Station 4 – Humorvolle Fantasy

Terry Pratchett - Pyramiden


Der zum Assassinen ausgebildete Teppic, Sohn des Pharaos Teppicymon XXVII., soll die Nachfolge seines Vaters in dem kleinen Königreich Djelibeby antreten. Das Königreich, erfährt Teppic, ist so arm, daß es sich nicht einmal ordentliche Grabesflüche und Plagen leisten kann. Dennoch plant der neue Pharao, zu Ehren seines Vaters die größte Pyramide aller Zeiten zu bauen – ein aberwitziges Vorhaben, das die Vorfahren Teppics aus dem ewigen Schlaf erweckt und die Götter des Reichs herbeiruft. Glücklicherweise kann Teppic auf die Hilfe seines mathematisch begabten Kamels namens »Du Mistvieh« zählen …

Station 5 – Tier-Fantasy
Walter Moers – Der Schrecksenmeister


Walter Moers heißt uns willkommen in Sledwaya, dem krankesten Ort von ganz Zamonien. Hier sind sogar die Straßen nach Krankheiten benannt, man begrüßt sich mit “Ohwehohweh” und verabschiedet sich mit “Gute Besserung”. Ein Husten, Röcheln und Schniefen liegt in der Luft, es riecht nach Eiter, Mundgeruch und Durchfall. Hoch über der Stadt thront in einem bizarren Schloss “Eißpin der sehr Schreckliche”, der Schrecksenmeister, der die Bevölkerung und natürlich die Schrecksen mit immer neuen Gemeinheiten malträtiert.Derweilen schleppt sich verzweifelt die halbverhungerte Hauskratze Echo durch die Straßen von Sledwaya. Sie schließt mit dem schaurigen Eißpin einen Teufelspakt. Der Schrecksenmeister darf sie töten und ihr wertvolles Kratzenfett auskochen, wenn er sie zuvor einen Monat fürstlich bewirtet und unterhält.

Im schwarzen Schloss des Schrecksenmeisters lernt Echo die geheime Welt der Alchimie kennen, erfährt, wie man “Schmerzenskerzen” oder “gekochte Gespenster” fabriziert, er lernt Fjodor F. Fjodor und die Schloss-Ledermäuse kennen und wird mit der Zeit fetter und fetter. Es wird höchste Zeit, aus dem Schloss zu fliehen…

Station 11 – Deutsche Fantasy
Kerstin Gier – Saphierblau – Liebe geht durch alle Zeiten


Frisch verliebt in die Vergangenheit, das ist keine gute Idee. Das zumindest findet Gwendolyn, 16 Jahre alt, frisch gebackene Zeitreisende. Schließlich haben sie und Gideon ganz andere Probleme. Zum Beispiel die Welt zu retten. Oder Menuett tanzen zu lernen. (Beides nicht wirklich einfach!) Als Gideon dann auch noch anfängt, sich völlig rätselhaft zu benehmen, wird Gwendolyn klar, dass sie schleunigst ihre Hormone in den Griff bekommen muss. Denn sonst wird das nichts mit der Liebe zwischen allen Zeiten!

Station 12 – Anthologie
Fabienne Siegmund (Hrsg.) – Geisterhafte Grotesken


Sie sind aus Stein. Schmücken und zieren die Fassaden unserer Kirchen und Häuser. Leiten das Regenwasser von ihnen ab. Vertreiben den Teufel und sein Gefolge.

Wasserspeier.

Doch sind sie wirklich nur in Stein geschlagene Figuren, starr und leblos?

23 Autoren beweisen in ihren unheilvollen, düsteren, traurig-romantischen und bösen Geschichten, dass Stein oftmals lebendiger ist, als es den Anschein hat…

Mit Beiträgen von Johannes Harstick, Tabea Petersen, Wiebke Beyer, Christoph Marzi, Torsten Scheib, Chris Lind, Miriam Weeke, Tanya Carpenter, Julia Müller, Christoph Hardebusch, Lisa Wagner, Susanne Wolff, Madlen Walther, derhank (Hank), Katharina Seck, Ruth M. Fuchs, Daniela Perndl, Chris Schlicht, Melanie Brosowski, Vincent Voss, Diana Kinne, Oliver Plaschka und Fabienne Siegmund.


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