Archiv August, 2010

Bauchgefühl

Aug
10

Bauchgefühl

In meinem Köpfchen
zwei Gedanken.
Streiten sich.
Wer hat nun Recht?
Der eine mit,
andere ohne Schranken.
Einer fies,
einer so echt.
Jeder will der Sieger sein.
Sagt einer “ja”,
der andere “nein”.


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Ein weiteres Buchstöckchen

Aug
08

Nachdem ich bereits einige Stöckchen betrachtet habe und viele doch sehr seltsam sind, habe ich diesmal wieder ein sehr interessantes gefunden. Besonders die Fragen sind etwas ausgefallen, deswegen habe ich es bei Alex (Der Bücherwahnsinn) mitgenommen.

Hier also das zweite Stöckchen:

1. Welches Buch vermeidest du instinktiv zu lesen, obwohl es zum Großteil nur positive Kritik gibt?

Da habe ich einen ganz klaren Favoriten: Das Dekameron von Giovanni Boccaccio. Es steht bereits seit 2001 in meinem Bücherregal, allerdings habe ich noch nicht richtig rangefasst, obwohl ich es unbedingt lesen möchte. Vielleicht sind es die knapp 900 Seiten der gebundenen Ausgabe, die mich abschrecken oder doch der ein bisschen befremdliche Schreibstil (die ersten Seiten angelesen). Genau sagen kann ich es nicht. Es steht stur im Regalabschnitt der ungelesenen Bücher.

2. Wenn du drei Charaktere für eine kurze Begegnung lebendig machen dürftest, welche wären es und für welche Begegnung würdest du sie lebendig machen?

Ganz klar! Zum einen Harry Potter, gerne auf ein Glas Butterbier, um ihm endlich mal zu sagen, dass er sich in manchen Situationen wie ein arroganter Schnösel verhält!

Snoopy von den Peanuts, wenn ich wieder an einer Geschichte hänge und es nicht weitergeht. Man kann immer die Hilfe eines anderen Autors brauchen, auch wenn man bei einem Zwei-Pfoten-System am Keyboard etwas Geduld beweisen müsste.

Puh, ein dritter Charakter? Das ist nicht so einfach. Um ganz ehrlich zu sein, mir fällt spontan keiner mehr ein.

3. Jemand sagt dir, du könntest erst sterben, nachdem du den langweiligsten Roman der Welt gelesen hast ansonsten bleibst du unsterblich. Nach einiger Zeit reicht dir die Unsterblichkeit, welches langweilige Buch wählst du für deinen Tod?

Manche werden mir garantiert widersprechen, da es sich bei diesem Buch nicht um einen Roman handelt, sondern eine Geschichtensammlung.

Die Wahl würde auf die Bibel fallen. Irgendwie geht es auf unzähligen Seiten immer um das Gleiche.

Ich bin mir sicher, dass Gott niemals wollte, dass der Wälzer so dick und mit unzähligen Wiederholungen vollgestopft wird. Schließlich schuf er die Welt in sieben Tagen, kurz und bündig.

4. Von welchem Buch hast du behauptet es gelesen zu haben, obwohl du nie einen Blick hineingeworfen hast?

Ganz ehrlich: Ich kann mich erinnern es getan zu haben, um jemanden zu beeindrucken, aber mittlerweile habe ich total vergessen, um welches Buch es sich gehandelt hat und ich kann mich nicht mal mehr an den Namen des Jungen erinnern. Es war auf jeden Fall in den Sommerferien und die sind schon eine ganze Weile her, also die letzten und die vorletzten und Gott, ich bin alt!

5. Eine gute Fee gewährt dir einen speziellen Wunsch, du darfst eine Sprache wählen, die du noch nicht beherrscht, mit der du später alle in dieser Sprache geschriebenen Bücher lesen kannst, welche Sprache wählst du?

Chinesisch! Aus purer Neugier.

6. Eine böse Fee kommt und verzaubert dich. Ab nun musst du jedes Jahr, bis zu deinem Tod, ein Buch immer wieder lesen, mit welchem Buch könntest du am ehesten bis zu deinem Tod leben?

Das ist ja mal eine verdammt böse Fee! Pro Jahr nur das eine Buch? Oder DAS EINE Buch mindestens einmal im Jahr?

7. Stell dir vor, du könntest dir auf der Stelle 3 Bücher, die du gerne lesen würdest, herbeiwünschen, welche würdest du herbeiwünschen?

Andersens Märchen und Grimms Märchen. In einem Anflug geistiger und pubertärer Umnachtung habe ich diese Kinderbücher verschenkt und bisher nicht neu gekauft.

Beim dritten müsste ich nun wirklich auf meine Amazon-Wunschliste linsen, da gibt es echt viele.


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Pyramiden – Ein Roman von der bizarren Scheibenwelt

Aug
06

Pyramiden

Terry Pratchett

Der zum Assassinen ausgebildete Teppic, Sohn des Pharaos Teppicymon XXVII., soll die Nachfolge seines Vaters in dem kleinen Königreich Djelibeby antreten. Das Königreich, erfährt Teppic, ist so arm, daß es sich nicht einmal ordentliche Grabesflüche und Plagen leisten kann. Dennoch plant der neue Pharao, zu Ehren seines Vaters die größte Pyramide aller Zeiten zu bauen – ein aberwitziges Vorhaben, das die Vorfahren Teppics aus dem ewigen Schlaf erweckt und die Götter des Reichs herbeiruft. Glücklicherweise kann Teppic auf die Hilfe seines mathematisch begabten Kamels namens »Du Mistvieh« zählen …

Alles beginnt damit, dass Teppic in Ankh-Morpork seine Ausbildung zum Assassine beginnt und damit begibt er sich nicht nur in einen ganz anderen Kulturkreis, sondern in eine andere „Zeit“. Seine ursprüngliche Heimat Djelibeby existiert seit 7.000 Jahren und zu den bekanntesten Monumenten zählen die Pyramiden, die die alten Pharaonen beherbergen. Dies spielt zu Anfang nicht wirklich eine Rolle, doch als kurz nach Teppics Abschlussprüfung Gras unter seinen Sohlen wächst, sodass er kniehoch in saftig grünem Getreide steht, weiß er, dass er zurückkehren muss.

Doch wie kehrt man als junger Assassine in ein Land zurück, in dem die Zeit still zu stehen scheint? Was sind die Aufgaben eines Pharao und wie schafft man Veränderung und Wandel, wenn die Interpretationen des Hohenpriesters Dios den eigenen Tagesablauf diktieren?

Teppic tut, was ein guter Sohn zu tun hat, wenn der Vater stirbt und läßt die größte Pyramide aller Zeiten bauen. Genau das hat zur Folge, dass sich Veränderungen einstellen, allerdings nicht so wie erhofft, sprich Djelibeby ändert sich so gravierend, dass es verschwindet. Nicht wirklich, aber irgendwie schon.

Hätte man doch nur vorher ein Kamel befragt…

Nun gut, der Humor lässt nicht zu wünschen übrig. Trotzdem habe ich bei diesem Roman nicht wirklich die Tränen lachen müssen, die ich von den vorherigen Büchern gewohnt war. Vielleicht liegt es an den Themen, vielleicht auch an mangelnder Allgemeinbildung um jeden Witz zu verstehen. Die Ideen sind zwar sehr unterhaltsam, aber die Geschichte ist bei weitem nicht so hinreißend, wie z.B. bei Mort oder Wachen! Wachen!. Sie plätschert ein bisschen dahin und auf manchen Seiten sind die Ereignisse doch ein bisschen langatmig. Bereits sehr schnell kann man sich das Ende der Geschichte denken, was eigentlich sehr schade ist.

Als schlecht kann man diesen Scheibenweltroman nicht bezeichnen, allerdings waren die bisher gelesenen wesentlich unterhaltsamer.


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