Archiv Februar, 2012

Ein eiskaltes Grab

Feb
29

Ein eiskaltes Grab
Charlaine Harris

In einer kleinen Stadt in North Carolina sind in den letzten Jahren mehrere Jungen verschwunden. Treibt ein Serienkiller sein Unwesen in Doraville? Ein grausiger Fall für Harper Connelly, die junge Frau, die Tote finden kann.

Diesmal verschlägt es Harper und ihren Stiefbruder Tolliver nach Doraville. In diesem Städtchen will gar nichts zusammen passen. Jahrelang hat man das Verschwinden der vielen Jungs mehr oder weniger abgetan. Erst der neue Sheriff, der eine Frau ist, will diese Fälle lösen und Harper soll mit ihrer Gabe helfen. Doch die ist mehr mit sich und ihrem Stiefbruder, bzw. ihren Gefühlen zu ihm, beschäftigt.

Selbstverständlich findet sie den Enkel ihrer Auftraggeberin, doch gleichzeitig auch die restlichen vermissten Jungs. Sie liegen nämlich alle auf einem verlassenen Grundstück in der direkten Nähe der Stadt. Merkwürdig, dass niemandem etwas aufgefallen ist und der ehemalige Sheriff nie genau Nachforschungen angestellt hatte.

So schnell wie möglich wollen Harper und Tolliver weg und auch dieses Mal misslingt die Abreise, da Harper vor dem Hotel angegriffen wird. Als das SBI und Manfred mit Großmutter in Doraville auftauchen, ist an eine schnelle Abreise nicht mehr zu denken.

Der dritte Roman dieser Reihe beschäftigt sich mehr mit der Beziehung zwischen Harper und Tolliver, als mit dem Fall. Zwar lässt Harris Harper das erste Mal die Leichen eines Serienmörders finden, doch diese Handlung rückt im Verlauf des Geschehens immer mehr in den Hintergrund. Was dann auch folgende Beschreibung auf der Rückseite des Buches erklärt:

Eine raffinierte Mischung aus Spannung, Mystery und einem Schuss Erotik.

 

Bisher das langweiligste der Harper-Bücher

Im Gegensatz zu den ersten zwei Romanen hat mir dieser nicht so gut gefallen. Zum einen fand ich es furchtbar anstrengend wie Harris das Herumschleichen der zwei „Nichtgeschwister“ umeinander in die Länge zieht. Das nervt bis zu diesem einen unmöglichen Zeitpunkt, an dem wohl kaum einer von uns an Erotik denkt, weil er sehr wahrscheinlich Schmerzen hat, aber gut auch das ist Geschmackssache und ich will nicht zuviel verraten. Für mich persönlich etwas übertrieben. Doch Harris kriegt wieder die Kurve und findet passende Wort, sodass man sich an den richtigen Stellen das Lachen nicht verkneifen kann.

Zum anderen herrscht in diesem Roman unglaublich viel Chaos. Zwar hat es mich sehr gefreut, dass Manfred wieder auftaucht. Der Charakter war mir schon im letzten Buch sehr sympathisch, aber neben ihm und seiner Oma, Manfreds Mutter, Auftraggeber, Nachbarn, Krankenhauspersonal, Pfarrer, Sheriff, Hilfs-Sheriff, Psychologen und Ärzten sind es zu viele Personen. Was Harris zu dem Ende dieses Romans verleitet hat, würde mich allerdings wirklich interessieren. Gut oder schlecht? Auch dieser Punkt ist wohl Geschmackssache.

Was ihr auf jeden Fall gelingt, ist die Spannung im Bezug auf Harpers verschwundene Schwester aufrecht zu halten, sodass ich auch das letzte Buch dieser Reihe lesen werde. Das interessiert mich schon.

Aus meiner Sicht für Quereinsteiger nicht besonders gut geeignet, da man viele Zusammenhänge nicht verstehen kann. Besonders nicht die Beziehungen der einzelnen wichtigen Personen zueinander.

Rezension „Falsches Grab“


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Zur Lage der Nation

Feb
19

Er stand für seine Ziele ein,

predigte Wasser und trank gern Wein.

Nach Außen immer sehr korrekt

und hinten rum manch Arsch geleckt.

 

Ich bin das Volk, ich bin wie Ihr,

nur bin ich manchmal Kavalier.

Ein Vorbild werde ich Euch sein,

drum schaut mal in den Spiegel rein.

 

Wasch meine Hand in Unschuld rein,

mag deine auch gewaschen sein.

Wozu bezahlen? Ich habe ein Amt.

Ihr seid naiv und ich charmant.




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Die Winterprinzessin [Hörspiel]

Feb
17

Die Winterprinzessin
Kai Meyer
Die Geisterseher – Eine unheimliche Geschichte um die Brüder Grimm

Karlsruhe 1813: Wilhelm und Jacob Grimm erreichen den Hof des Großherzogs – mit einem Empfehlungsschreiben Goethes in der Tasche. Doch gleich nach ihrer Ankunft werden sie Zeugen von Mord und Erpressung. Was hat es mit dem Kind auf sich, dem ein englischer Lord ebenso nachjagt wie eine Gruppe indischer Priester – und welche Rolle spielt die exotische Prinzessin Jade in diesem Spiel…?

Wieder einmal stolpern die Brüder Grimm mehr un- als gewollt in Machenschaften und Intrigen. Sie können es aber auch nicht lassen, denn die Neugier treibt beide Männer an, in Karlsruhe die seltsamen Vorkommnisse etwas genauer zu untersuchen. Dies mag auch an der hübschen aus Indien stammenden Prinzessin Jade liegen. Diese reist im Auftrag ihres Vaters, um den besten Uhrmacher und die schönsten Uhren Europas zu finden. Sehr glaubwürdig klingt diese Geschichte nicht, als verschiedene Umstände die Brüder zwingen sich eine Kutsche nach Karlsruhe mit der Fremden zu teilen. Doch noch merkwürdiger sind die Kräuter, die die junge Frau in einer Pfeife raucht.
Noch mehr Fragen stellen sich den Brüdern, als sie von dem plötzlichen Kindstod des Nachkommens des Großherzogs erfahren. Wieso ist der Arzt, der den Tod des Kindes attestiert hat so panisch? Wieso läuft ihnen andauernd die Prinzessin über den Weg und was hat es mit dem Quinternio auf sich?
Schneller als ihm lieb ist, befindet sich einer der Brüder in Lebensgefahr…

Die Erzählung passt auf 4 CDs. Wie bereits bei „Die Geisterseher“ ist auch diese Erzählung sehr düster, spannend und komplex, sodass man die einzelnen Teile zügig hintereinander weg anhören sollte, damit einem die Einzelheiten und Zusammenhänge nicht entgehen. Auch die zweite Geschichte um die Gebrüder Grimm hat Kai Meyer mit ein bisschen Mystik, Verschwörung und Zauber gespickt, sodass nicht nur die Krimi-Liebhaber auf ihre Kosten kommen.
„Die Winterprinzessin“ ist keine direkte Fortsetzung von „Die Geisterseher“, sodass es egal ist, ob man nun mit diesem Hörspiel beginnt oder dem anderen.

 

Eigene Meinung

Zum zweiten Mal hat mich Kai Meyer überzeugt. Besonders hervorragend geschrieben bzw. in dem Fall vorgelesen sind die Kampfszenen. Das muss man können. Mit kurzen, aber sehr genauen Beschreibungen werden sogar längere Kampf- und Fechtszenen geschildert und man kann sich genau vorstellen, wer was macht und mit welchem Effekt. Super! Hier kann sich so mancher Autor eine ganz dicke Scheibe von abschneiden.
Von den Sprechern hat mir diesmal Dina Kürten als Prinzessin Jade ausgesprochen gut gefallen. Sie gab dieser Figur allein mit der Stimme Gestalt. Sehr schön!
Ein kleiner Kritikpunkt. So gut die Kampfszenen auch beschrieben waren, so lammfromm kommen die zwei „pikanten“ Szenen in diesem Hörspiel daher. Nun gut, irgendwas ist ja immer.
Auf jeden Fall hörenswert!

Laut der Autorenhomepage soll im Herbst erneut ein Hörspiel erscheinen. Der Titel ist noch nicht bekannt. Ich bin gespannt, was da kommt.


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Eric

Feb
12

Eric
Terry Pratchett

Eric ist der jüngste Dämonologe der Scheibenwelt. Er beschwört nicht nur Tod und Teufel, sondern auch Rincewind, den unfähigsten Zauberer der Galaxis. Und dafür stehen ihm drei handelsübliche Wünsche frei: ewiges Leben, Macht und die schönste Frau der Weltgeschichte. Eric, Rincewind und die bissigste Truhe der Galaxis geraten in ein turbulentes Abenteuer, bis alles schiefgeht und Eric nur noch eines will – zurück >>zu Mama<<…

Es geschehen sehr seltsame Dinge an der Unsichtbaren Universität und in ganz Ankh Morpork. Fast könnte man meinen, es spuke. Um der Sache auf den Grund zu gehen, entschließen sich die Magier ein kompliziertes Ritual durchzuführen, um TOD zu befragen. Doch die Antwort will den Magiern nicht so recht schmecken.

Irgendwo in Pseudopolis gelingt Eric, einem pubertierenden Dämonologen, endlich eine Beschwörung. Wie es der Zufall so will (doch diesmal hat Zufall sehr wenig mit der Sache zu tun), beschwört er keinen richtigen Dämon, sondern Rincewind.

Zum eigenen Erstaunen gelingt es Rincewind, Eric die drei Wünsche zu erfüllen. Zwar weiß er nicht genau wie, aber ist das denn so wichtig, wenn es um Macht, Schönheit und das ewige Leben geht? Schnell bemerkt Eric, dass er seine Wünsche doch genauer hätte formulieren sollen, denn die geschnippten Finger des Zauberers haben ihre eigenen Interpretationen. Ärgerlich ist die ganze Sache für Truhe, die sich diesmal redlich abmühen muss, ihrem Besitzer zu folgen.

 

Eigene Meinung – nur was für Fans!

Es wird zwar gesagt, dass Eric Pratchetts Variation von Goethes Faust ist, was durchaus hier und da stimmen mag, doch ist es weder die Erzählung von Faust noch eine Satire darauf. Auch sollte man nicht davon ausgehen, dass man diese Scheibenwelt-Erzählung losgelöst von anderen Romanen lesen kann. Um den Witz von Rincewinds Beschwörung und das Auftauchen von Truhe richtig zu verstehen, sollte man zumindest „Der Zauberhut“ oder „Die Farben der Magie“ gelesen haben.

Irgendwie konnte ich mich mit diesem Buch nicht so wirklich anfreunden. Vielleicht bin ich wirklich zu stark davon ausgegangen, dass Pratchett sich etwas mehr an Goethe orientiert. Die Ideen in dem Buch sind Partchett typisch und auch wirklich gut, allerdings fehlt der Geschichte das gewisse Etwas. Auch kommt der Schluss etwas mager daher. Bürointrigen, unsere wahre Hölle auf Erden. Vielleicht zu realistisch, um es komisch zu finden.

Trotzdem unterhalten die ausgefallenen und sehr phantasievollen Beschreibungen Pratchetts.

“…Es war kein hübscher, interessanter und offener Dschungel, wie ihn in Leopardenfelle gekleidete Helden bevorzugten, sondern ein Dschungel, der es ernst meinte, dessen grüne, mit Myriaden Dornen ausgestattete Mauern viele Stockwerke weit nach oben ragten, ein Dschungel, in dem alle Repräsentanten der Flora die Borke hochgekrempelt hatten und sich der anstrengenden Aufgabe widmeten, über die Konkurrenten hinauszuwachsen….“

Fazit: Kann, muss man aber nicht gelesen haben.


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Frostzauber

Feb
05

Eisblätter

Eisblumen

Eishalme


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