Archiv Juli, 2012

Neues Selfpublishing Portal – Kobo Writing Life

Jul
31

Achtung, die Kanadier kommen! Zumindest der E-Book-Händler Kobo. Der hat jetzt nämlich ein eigenes Portal zum Selfpublishing gelauncht. Anscheinend sind bereits einige tausende Autoren im Beta-Test angemeldet. Unter Kobo Writung Life kann man sich umschauen.

Die Strategie ist wirklich gut. Kobo nimmt jedes Manuskript. Egal ob Word, Mobi oder eine Textdatei. Man kann anscheinend jedes Datenformat durch deren open-source Konverter jagen und problemlos in EPUB umwandeln. Anscheinend kann der E-Reader von Kobo sowohl EPUB als auch Mobi darstellen, aber auch PDF, HTML und RTF. Auch die Darstellung von Bildern und damit selbstverständlich Covern soll hervorragend sein.

Ganz schön clever. Allerdings geht Kobo noch weiter, anscheinend kann man das konvertierte E-Book auch über andere Kanäle verkaufen und ist nicht an Kobos Plattform gebunden. Eine ganz andere Vorgehensweise als Amazon.

Momentan sind nur wenige Infos verfügbar und lediglich eine deutsche Infoseite, aber anscheinend will Kobo alle Formate bedienen und sich tatsächlich auf den Verkauf von E-Books spezialisieren. Man kann sich zwar bereits registrieren, aber so richtig viel passiert noch nicht. Den Kobo-Reader gibt es übrigens für 99 EUR bei Saturn und MediaMarkt und er sieht wirklich gut aus. Allerdings kenne ich momentan noch niemanden, der ihn besitzt. Die Plattform von Kobo werde ich trotzdem mal ausprobieren und entsprechend berichten.


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Gute Unterhaltung

Jul
23

Gute Unterhaltung

Sie zeigen uns Kriege, Morde und Kanonen,

und zwischendurch die berühmten Personen,

mit sehr viel Geld, Gold und Diamanten,

die jungen und alten aus Filmen bekannten.

 

Die Shows sind so geil, es muss sich auch lohnen,

wozu das Privatleben der Kleinen verschonen?

Für Minuten des Ruhms machen Menschen sehr viel,

nicht selten sogar mit überhaupt keinem Stil.

 

Doch wen kümmert es denn, was zählt ist die Quote,

dabei geht’s um Zahlen, die kriegt man durch Tote.

Es geht auch um Fakten, allerdings die interessanten,

sie zeigen uns Ecken, niemals sieht man die Kanten,

über die es schnell nach ganz unten geht,

soll keiner erfahren, wie es um die Wahrheit so steht.

 

Abwechslung bringt uns Sensation und Skandal,

was tatsächlich passiert, ist wirklich fatal.

Wer heute noch fragt, den hält man für dämlich,

schließlich sind wir uns alle sehr ähnlich.


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Die Fälscherin

Jul
20

Die Fälscherin
Julia Freidank

Auf dem zweiten Kreuzzug erkrankt die junge Blanka am Aussatz. Die anderen Pilger wollen sie in Jerusalem zum Sterben zurücklassen, doch Bischof Otto von Freising gibt sie nicht auf. Geheilt kehrt Blanka nach Bayern zurück, und sie schwört dem mächtigen Kirchenmann ewige Dankbarkeit. Und Otto fordert sie ein: Blanka fälscht in seinem Auftrag wichtige Urkunden. Das bringt sie in Lebensgefahr, denn von nun an kann sie niemandem mehr trauen. Nicht einmal dem Mann, den sie liebt.

Eine Frau im Mittelalter, die unter dem Einfluss von Halbbruder Rupert und einem Bischof, dem sie die Treue geschworen hat, versucht ihren Weg zu gehen. Das ist die Geschichte, die Julia Freidank vor geschichtlichem Hintergrund erzählt. Denn die im Roman vorkommenden Personen haben tatsächlich gelebt.

Nachdem Blanka geheilt aus Jerusalem zurückkehrt, wird sie vom Bischof in ein Kloster geschickt und gilt als Heilige. Dort lernt sie auch Ortolf kennen, der eines Nachts verletzt vor den Toren um Einlass bittet. Schon bald merkt Blanka, dass sie nicht für das Kloster gemacht ist. Doch als ihr Bruder sie abholen kommt, hat er schlechte Nachrichten. Ihr Vater, ein treuer Ritter des Bischofs, hat jetzt selbst den Aussatz und wird von der Gemeinde verstoßen. Die Schuld an der Erkrankung des Vaters gibt Rupert der Schwester. Er weiß, dass ihr Besitz an sie übergeht, nicht direkt an ihn. Das Lehn steht dem Recht nach Blanka zu, doch ohne Ehemann hat sie keine Chancen und das Gut will der Pfalzgraf für sich haben. Erst als ihr Verlobter von den Rittern des Pfalzgrafen bei einem Angriff getötet wird und sie herausfindet, dass Ortolf dem Feind des Bischofs die Treue geschworen hat, beginnt für Blanka eine Zeit der Entscheidungen. Sie heiratet nach Wunsch des Bischofs und steht auch zu ihrem Bruder. Doch lieben kann sie nur den einen. Gewollt oder ungewollt kreuzen sich ihre und Ortolfs Wege immer wieder.

Wer hinter diesem Buchtitel einen mittelalterlichen Krimi um die Urkundenfälschung vermutet, wird enttäuscht sein. Julia Freidank hat in diesem historischen Roman eine schöne und durchaus etwas märchenhafte Liebesgeschichte geschrieben. Die Protagonistin ist die ganze Zeit zwischen ihrer großen Liebe Ortolf und ihrer Loyalität zum Bischof und Halbbruder hin und her gerissen. Mit dem Fälschen der Urkunden lässt sie sich auf ein heikles Geschäft ein und gerät somit in die Fehden und Machenschaften der beiden machthungrigen Männer. Obwohl Freidank die Kämpfe und politischen Spiele der damaligen Zeiten sehr gut beschreibt, bleiben sie trotzdem im Hintergrund. Der Antrieb der Erzählung ist tatsächlich die heimliche Liebe zwischen Blanka und Ortolf. Allerdings kommen dafür andere Dinge etwas zu kurz. Plötzlich wird die Geschichte von Blankas Halbschwester Magdalena erzählt, einem Bastard des Vaters. Diese taucht dann urplötzlich auf und die beiden Frauen scheinen irgendwie Freundinnen zu werden. Ortolf hingegen ist der gefürchtete Ritter, der harte Mann mit weichem Kern und Blanka die entschlossene Heldin, die selbst dem Bischof die Stirn bietet und sich sogar über ihn hinwegsetzt.

„…“Ich erwarte nur eines: Du wirst meinen Anweisungen folgen, als wären sie der Meißel, derdich zur Statue formt. Wenn du das tust“, er beugte sich leicht zu ihr herab, „dann gebe ich dir eine Waffe, der deine Feinde nichts entgegenzusetzen haben.“…“

Unglaublich gut geschrieben sind die Liebesszenen, egal ob zwischen Blanka und Ortolf oder Magdalena und ihren Liebhabern. Hierfür hat Freidank ein Händchen und Gefühl. Nicht zu plump, auch nicht zu kitschig und ganz ohne seltsame Wortwahl. Diese Abschnitte lesen sich wirklich wunderbar. Ein absoluter Genuss! Lesenswert ist auch das Nachwort. Hier wird viel zu den Figuren erklärt und auch zum Thema des Romans und seinen Schauplätzen.


Eigene Meinung

Eine wirklich schöne Erzählung, auch wenn hier und da die Handlung doch sehr offensichtlich ist und manche Dinge zu einfach abgehandelt werden. Es gibt auch Stelle, an denen man sich fragt, was es eigentlich mit der Geschichte zu tun hat. Insbesondere die Figur von Magdalena und ihrem untreuen Lebensgefährten Poeta wollte mir nicht so wirklich ins Konzept passen. Die beiden kommen und verschwinden in der Handlung, wenn sie gerade benötigt werden. Dafür war aber ihre Vorgeschichte zu ausführlich erzählt, sodass man als Leser etwas mehr erwartet hätte. Für alle Mittelalter-Fans auf jeden Fall ein Lesevergnügen.

vorabelesen.de

Ein herzliches Dankeschön geht an vorablesen.de für das Rezensionsexemplar. Ein interssanter Roman für alle Mittelalterfans.

Ullstein Verlage – Schroeder Verlag – ISBN-13: 978-3-547-37399-7


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Die Braut von Assisi [Hörbuch]

Jul
15

Die Braut von Assisi

Brigitte Riebe

 

Assisi 1253: Die Äbtissin Klara liegt bereits im Sterben, als der ungeklärte Tod der Nonne Magdalena das Kloster Damiano erschüttert. Mit letzter Kraft versucht Klara, den mit der Aufklärung des Falls beauftragten Bruder Leo davon zu überzeugen, dass es sich um einen Unfall handelt. Doch Leo glaubt ihr nicht. Immer lauter werden die Gerüchte, dass Klara und Franz von Assisi mehr verband als die bedingungslose heilige Liebe zu Gott. Und dass Magdalena davon Kenntnis hatte. Als auch Franz von Assisis engste Vertraute auf entsetzliche Weise ums Leben kommen, muss Bruder Leo handeln, bevor noch mehr Blut fließt … Ein faszinierendes Geheimnis um Franz von Assisi und die heilige Klara.

Eigentlich sollte Leo, der von Ulm nach Assisi gereist war, die Äbtissin Klara zu etwas ganz anderem befragen. Doch der seltsame Todesfall von Schwester Magdalena bringt nicht nur Leos Pläne durcheinander. Während er im Kloster auf eine Mauer des Schweigens stößt, wird er in Assisi, mehr als ihm lieb ist, in die Familiengeschehnisse seiner Gastgeber verwickelt. Hier allerdings lernt er Stella kennen, die Tochter seines Gastgebers, eines reichen Tuchhändlers, die als einzige deutsch spricht. Schon bald muss Leo feststellen, dass Stella seine einzige Hilfe ist, wenn er den Fall Magdalena aufklären möchte. Die junge Frau jedoch hat mit ihrem eigenen Schicksal zu kämpfen. Als Stellas Verlobung und damit auch die Hochzeit platzt und der Beichtvater der Nonnen kurz nach dem Tod Magdalenas auch noch vergiftet wird, bleibt Leo nichts anderes übrig, als Assisi zu verlassen, um das Geheimnis und den mysteriösen Tod zu klären. Auch Stella versucht dem ihr bevorstehenden Leben im Kloster zu entgehen und flieht aus der Stadt. Die Wege der beiden kreuzen sich erneut und beide spüren, dass es mehr als Zuneigung ist, was sie füreinander empfinden. Wie aber soll es weitergehen? Schließlich ist Leo Mönch und hat ein Gelübde abgelegt. Trotzdem will ihm diese junge Frau nicht aus dem Kopf gehen und Stella muss endlich erfahren, wer sie wirklich ist.

In diesem Roman erzählt Riebe die Geschichte einer verbotenen Liebe und zieht dabei auch eine sehr schöne historische Parallele. Ein Mönch, der seiner Kirche zwar treu ergeben ist, aber dennoch von dem Weltlichen eingenommen wird und eine junge Frau, die durch die Lösung der Verlobung ihrem Schicksal entgehen und herausfinden möchte, woher sie stammt. Beide Protagonisten treibt die Liebe zueinander und zur Wahrheit an.

Riebe schreibt sehr detailliert und lässt ihre Figuren zuweilen richtig leiden. Besonders Stella muss einiges durchstehen und steht alleine da. Leo hingegen scheint immer im Schutze der Kirche besser wegzukommen. Dafür quälen den Mönch sein Gewissen und seine Vergangenheit.

An manchen Stellen muss man sich beim Zuhören etwas konzentrieren, da Leo unterwegs ist und Stella ebenfalls. Dies liegt auch daran, dass die Orte und Namen vollständig im Italienischen belassen sind, Teile der Dialog auch.

Was ausgesprochen gelungen ist, sind die historischen Andeutungen, die Riebe immer wieder in die Handlung einfließen lässt. Hierzu folgen am Ende des Romans noch ausführlichere Erklärungen, die dem Leser einen Einblick in das Leben des Hl. Franz von Assisi und der Hl. Klara geben. Das hat mir sehr gut gefallen.

Gelesen von Günter Merlau
Merlau ist für den historischen Roman sicherlich eine gute Wahl. Er hat eine sehr angenehme und warme Stimme, die zu vielen Handlungen in dem Roman passt. Allerdings ist sie bei anderen Abschnitten fast zu ruhig, sodass man in Versuchung kommt abzudriften.

Fazit:
Ein guter historischer Roman für ruhige Abende. Unbedingt die ungekürzte Lesung nehmen.


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Alles Unfug – Reime im ebook-Format

Jul
12

Alles Unfug
Man möchte doch so Vieles sagen.
Loben, schelten, preisen, klagen.
Doch Zeichen gibt’s nur in Portionen,
so muss sich gleich ein jedes lohnen.

 

Solche kleinen Gedichte und Reime haben sich über ein Jahr hinweg auf Twitter angesammelt. Immer mit einem Hashtag versehen, nämlich #Unfugreim. Jahreszeiten, Märchen, Beruf oder Alltag. Manchmal witzig, gelegentlich traurig, aber immer gereimt. Erst durch einen lieben Tweet inspiriert habe ich angefangen, sie zusammen zu sammeln und zu sortieren.

Entstanden ist ein ebook, für das Kerstin von Target Grafix wieder einmal ein wunderschönes und lustiges Cover entworfen hat. Was dann noch blieb, war ein harter Kampf mit Zeilenumbrüchen und Überschriften, denn Word hat so seine eigenen Vorstellungen von Formaten. Doch diesmal wollte ich ein Inhaltsverzeichnis und letztendlich hat sich Word gefügt. Nach dem ersten Sieg ging es frohen Mutes an die Konvertierung. Alles prima, dachte ich und blätterte auf dem guten Kindle fröhlich vor und zurück. Irgendwas fehlte der Datei. Bloß was? Ganz klar, das verdammte Verzeichnis! Die Rache Words erwischte mich. Die Überschriften und damit auch das Inhaltsverzeichnis verschwanden spurlos. Erst nach Prüfung der Voreinstellungen in Calibre tauchten sie wieder auf. Jubel!

Da ist es also. Der ganze Unfug als ebook.


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