Mein Abschied vom Blocksatz

Lang, lang ist es her, seit ich angefangen habe, eine Website zu betreiben. Die erste ging 2004 online, mit Kurzgeschichten und Gedichten. Damals noch mit einem ganz anderen Header und interessanten Farben. Mit Gästebuch und all dem Krempel, der damals state of the art war.

 

 

Aus ihr wurde irgendwann ein Blog, von dem ich leider so überhaupt keine Screens mehr habe, was eigentlich recht schade ist. Vor drei Jahren wurde mit neuem Design und Logo dann dieser Blog daraus.

In all der Zeit habe ich meine Beiträge immer im Blocksatz publiziert. Irgendwie sieht das sehr geordnet und ein bisschen nach Zeitung aus. Noch heute gefällt es mir sehr gut. Dennoch musste ich feststellen, dass Blocksatz tatsächlich vom Aussterben bedroht ist, vor allem auf Websites.

Ich bin ein Gewohnheitstier und habe mich maßlos geärgert, als das WordPress-Update 4.7 den „Blocksatz“-Button im visuellen Editor einfach mal ausgeblendet hat. Gut, ich könnte weiterhin mit der Tastenkombi „Shift+Alt+j“ arbeiten oder im Editor <p style=“text-align: justify;“> setzen, zudem gibt es genügend Plug-ins und Widgets, die das Einblenden des Buttons problemlos ermöglichen. ODER aber ich könnte es einfach mal mit diesem „linksbündig“ probieren.

Zugegeben, einige Artikel sehen auf dem Smartphone ein bisschen zerrissen aus, auch auf dem Tablet wirkt der eine oder andere Abschnitt etwas großspurig, aber ansonsten…

Dennoch musste ich die Verwendung überdenken. Tatsächlich wird im Web viel über den Blocksatz und den Flattersatz diskutiert. Ein Nachteil ist definitiv die nichtvorhandene automatische Silbentrennung bei Blocksatz, um die Abstände innerhalb der Zeilen gleichmäßig zu gestalten. Ob der Flattersatz wirklich eine bessere Leseorientierung gewährleistet, lasse ich mal dahingestellt.

Letztlich musste ich mich selbst beobachten. Ich lese mittlerweile sehr viel auf dem Smartphone und auf anderen mobilen Geräten. Manuelle Silbentrennung hasse ich bereits bei Word-Dokumenten, da funktioniert es auch nicht immer einwandfrei, wenn man Texte nochmals überarbeitet. Deswegen werde ich im Web erst gar nicht mit sowas anfangen. Das bedeutet also, ich verabschiede mich hiermit offiziell vom Blocksatz.

Mögen die kommenden Artikel lustig durch den Blog flattern. Und schließlich muss ich doch auch ein bisschen mit der Zeit gehen, nicht wahr?!

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