Lesen und Schreiben

Der verflixte Fehler

Apr
03

Je üppiger die Pläne blühen,
umso verzwickter wird die Tat.
Man nimmt sich vor, sich zu bemühen,
und schließlich hat man den Salat!
- Erich Kästner –

Damit hat Erich Kästner wohl den berühmten Nagel auf den Kopf getroffen. Doch genug der Sprüche.

In jedem Rat- und Tippgeber zum Thema Self-Publishing liest man, dass jeder Autor unbedingt auf die Rechtschreibung, Grammatik und sonstige Fehler achten sollte. Am besten lässt man Texte Korrektur lesen.

Dieser Rat ist nicht nur sinnvoll, sondern auch sehr einleuchtend. Als Self-Publisher sollte man an sich selbst und sein Werk eine gewissen Anspruch haben. Eigentlich sollte man seine Texte so ausarbeiten, wie man sie selbst als Leser gerne sehen möchte.

Was tut man also als pflichtbewusster Indie-Autor? Man lässt die eigenen Texte von jemanden lesen und Fehler suchen. Danach wird fleißig korrigiert und nochmals selbst gelesen. Man liest langsam und konzentriert, schenkt heiklen Worten mehr Beachtung. Komplexe Sätze werden einige Male angeschaut und man feilt an Formulierungen. Doch irgendwann ist man der festen Überzeugung, dass der Text gut und fertig ist.

Wie also kann es passieren, dass in den Texten trotzdem noch Fehler sind? Gehört ein verflixter Fehler immer dazu? Das Haar in des Autors Buchstabensuppe? Falls ja, warum muss er ausgerechnet in der Leseprobe stehen? Es ist wirklich zum Haare raufen! Da achtet man auf so viele Dinge, die Formatierung, die Absätze etc. und dann übersieht man einen blöden Buchstaben. Man verteufelt die inkompetente Rechtschreibprüfung und seine eigene Unaufmerksamkeit.

Verflixter Fehler

So geschehen bei meinem ersten ebook. Da hat sich einfach ein „n“ unsichtbar gemacht. Gehört so ein Fehler in ein Erstlingswerk? Schleichen sich die kleinen Biester ein, damit man beim nächsten Mal noch besser aufpasst? Wahrscheinlich schon. Zumindest lernt man nie aus.


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Game of Thrones – Serienstaffel an einem Wochenende

Mrz
26

Letztes Wochenende war es also soweit. Das erste Mal, dass eine gesamte Serienstaffel an einem Wochenende ausgestrahlt wurde. Von Freitag bis Sonntag konnten Fans, zu denen ich persönlich auch gehöre, die erste Staffel der Erfolgsserie „Game of Thrones“ quasi am Stück anschauen. Laut einer Aussage des RTL2-Sprechers auf Bild.de handelt es sich hierbei um ein einmaliges Angebot für Fantasyfans.
Auch die Süddeutsche titelt, dass sich das Fernsehen langsam an die Gewohnheiten der Zuschauer anpasst. So würden Serien lieber am Stück geschaut, anstatt jede Woche ein gut dosiertes Stück der Handlung zu genießen.

Der Fernsehabend als Seriensession?
Man kann die Aussagen in den beiden Artikeln nicht leugnen. Wer Serienfan ist, weiß ganz genau, dass nichts über ein langes Serienwochenende geht, an dem man mindestens zwei Staffeln einer geliebten Serie anschaut. Doch ist es genau dasselbe, wenn man es im Fernsehen mit den verhassten Werbepausen sieht?

Aus einer Serie wird der Film in Überlänge bzw. ein Mehrteiler
Durchaus ein interessantes Angebot und Experiment für RTL2, das sie am letzten Wochenende den Zuschauern geboten haben. Doch kann man an dieser Stelle tatsächlich noch von einer Serie sprechen? Eher nicht. Denn RTL2 sparte sich sogar Sendezeit, indem der Sender grundsätzlich den Vor- und Nachspann zwischen den Folgen weg ließ. So wurde aus mehreren Folgen eher ein Film, der so lang war, dass man ihn auf drei Abende verteilen musste.

Bitte auf jeden Fall dranbleiben
Wer diese Serie also sehen wollte und am Freitagabend begeistert die ersten Folgen geschaut hatte, dem blieb nichts anderes übrig, als die Verabredungen für Samstag und Sonntag zu streichen oder die restlichen Folgen aufzuzeichnen.
Lag dies in der Absicht von RTL2? Wollten sie wirklich testen, wie viele Zuschauer drei Abende hintereinander vor der Kiste sitzen und für einige Stunden der neuen Serie folgen? Falls ja, wozu?
Seit Jahren strahlt Pro7 regelmäßig mehrteilige Filme nacheinander aus. Zu Weihnachten gibt es sehr oft Serienspecials. Neu ist das Konzept also nicht. Zugegeben, mit einer neuen und erfolgreichen Serie wurde so etwas noch nicht gemacht.
Es wäre jetzt sehr interessant zu erfahren, ob und wie es sich für RTL2 gelohnt hat. Welche Schlüsse ziehen die Verantwortlichen aus den Einschaltquoten? Versucht der Sender sich neu zu positionieren? Betrachtet man die Reality-Soaps, die normalerweise im Programm stehen, dann passt dieses Vorgehen überhaupt nicht ins Konzept. Welcher Fantasyfan sieht sich gerne zwischen „Frauentausch“ und „Die Geissens – Ein schrecklich glamouröse Familie!“ ?

Klassischer Serienabend, Ade!
Könnt Ihr Euch noch an damals erinnern? An Lindenstrasse, Denver-Clan, Dallas, Beverly Hills 90210, Alf, Knight Rider, Star Trek – TNG, seaQuest DSV, Stargate oder Buffy? Wie man eine Woche lang spekuliert hatte, wie es wohl weiter gehen wird? Was in der nächsten Folge passieren würde?
Man hatte die Serien noch auf Video aufgenommen, um keine Folge zu verpassen. Abends mit der Familie zusammen gesessen und schön den Mund gehalten, weil Mama bei Denver-Clan die Dialoge nicht verpassen durfte.
Jepp, das war mal. Jetzt heißt es Sitzfleisch beweisen und fünf Stunden am Stück, inkl. verkaufsfördernder Pipipausen, vor der Glotze hocken. Dann doch lieber die DVDs kaufen und die Zeit selbst einteilen dürfen.
Im Übrigen gibt es einen sehr schönen Artikel zu Game of Thrones beim Fandom Observer. Reinschauen lohnt sich.


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Drachenfeuerjagd endlich als ebook bei Amazon

Mrz
16

Als ich letztes Jahr den Kindle zum Geburtstag geschenkt bekommen hatte, stand für mich fest: Jetzt musst Du mal den Mut zusammen nehmen und endlich anfangen, Deine Geschichten selbst zu publizieren.

Wie bei allen Dingen, die man als Hobby betreibt, hat es sich nun wahnsinnig in die Länge gezogen. Zuerst war ich mir nicht sicher, welche Geschichte es sein sollte. Doch im Nachhinein muss ich zugeben, diese Entscheidung war noch das kleinste Problem.

Obwohl ich immer wieder Berichte anderer Autoren zum Thema Self-publishing las und mich bezüglich der Veröffentlichung bei Amazon schlau gemacht hatte, wusste ich nicht so recht, wie ich die Sache angehen sollte. Erst nach der Lektüre  „Amazon Kindle: Eigene E-Books erstellen und verkaufen“ – von Wolfgang Tischer (www.literaturcafe.de), ging es so richtig los. Dieses Buch sei allen empfohlen, die ebenfalls selbst Bücher veröffentlichen wollen.

Als erstes habe ich mir Calibre angeschafft und mir Hilfe bei den Einstellungen gesucht. Zwar ist Calibre sehr gut aufgebaut, doch braucht man besonders bei der Textformatierung ein bisschen HTML-Knowhow. Nicht wirklich viel, aber es ist von Vorteil.

Die zweite große Baustelle war das Cover. Hier wollte ich wirklich etwas Ansprechendes und es sollte zur Erzählung passen. Auch hier hatte ich unglaublich viel Glück und habe Hilfe bekommen, ohne die ich wohl immer noch selbst mit Paint oder anderen Programmen etwas zusammen stümpern würde.

Drachenfeuerjagd
Ein absoluter Zeitfresser, aber ein Muß für alle, die ernsthaft mit dem Gedanken spielen, eigene Texte zu veröffentlichen, sind die Korrekturen und Formatierungen. An dieser Stelle einen Riesendank an meine Testleser, die mit ihren Kommentaren und der akribischen Fehlersuche der Geschichte einen letzten Schliff verliehen haben. Korrigieren, Dateien konvertieren, auf dem Kindle prüfen und zwar so lange und so oft, bis alles sitzt.

Am Montag war es dann soweit. In aller Ruhe die Einträge bei Amazon vorgenommen und dann kam der eine Augenblick. Der klickt auf den Button, der zur Veröffentlichung führt. Ab jetzt hieß es warten, bis Amazon das ebook freigibt. Bereits Dienstagmorgen war es tatsächlich online. Es hatte lediglich zehn Stunden gedauert (die Zeit wird mit bis zu 48 Stunden angegeben) und da ist es nun.

Allen Lesern wünsche ich viel Spaß mit dieser Geschichte. Lasst Euch aus dem Alltag entführen in eine Welt mit Drachen, Geheimnissen und Abenteuern.

Teil 2 ist in Arbeit.


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Ein Jahr Exraucher

Mrz
09

„Wie lange rauchen Sie schon?“

„Seit meinem 14. Lebensjahr.“

„Ah! Da können Sie ja gar nicht mehr aufhören!“

Das waren die Worte unseres mittlerweile 80-jährigen Nachbarn, als ich bei einem Grillfest gemeint hatte, dass ich mit dem Rauchen aufhören wolle. Tatsächlich sollte er fünf Jahre lang Recht behalten. Denn ich versuchte es immer wieder, aber es klappte einfach nicht. Mal wurde ich in Versuchung geführt, dann gab ich der Sucht schlichtweg nach und es ist wirklich nicht leicht mit dem Rauchen aufzuhören, wenn der Partner ebenfalls raucht.

Was also tun, wenn man nahezu 15 Jahre lang, täglich eine Schachtel Zigaretten geraucht hatte? Klar, man probiert es mit einem Buch. Eins der erfolgreichsten ist „Endlich Nichtraucher“ von Allen Carr, der selbst starker Raucher war und 2006 an Lungenkrebs gestorben ist, sogar mit einer Sonderversion für Frauen. Tatsächlich funktioniert dieses Buch. Ehrlich! Allerdings funktioniert es genau ein Mal! Man hört auf, sobald man die letzte Seite gelesen hat. Da spreche ich aus eigener Erfahrung.
Endlich Nichtraucher für Frauen
Doch wenn man Pech hat, hält die Nicht-Rauch-Phase nicht lange an. Die Gründe kennt jeder Raucher, der bereits einmal versucht hatte mit dem Laster zu brechen. Wenn man es mit diesem Buch nochmals probieren möchte, funktioniert es nicht mehr. Warum? Weil man genau weiß, wie es funktioniert.

Deswegen hier einige Tipps einer Exraucherin (denn Nichtraucher wird man nie wieder.), falls Ihr selbst daran denkt endlich aufzuhören:

  1. Nutzt Gelegenheiten, die Euch zwingen mit dem Rauchen aufzuhören, auch wenn Ihr selbst noch nicht so weit seid, z.B. eine Grippe. Drei Tage rauchfrei geschafft? Dann geht es auch einen Tag länger.
  2. Sagt niemandem, dass Ihr mit dem Rauchen aufhören wollt. Damit stresst Ihr Euch nur selbst. Haltet es geheim. Früher oder später fällt es Eurer Umgebung auf.
  3. Falls Ihr Arbeitskollegen habt, die Euch zum Rauchen animieren, denkt lieber über Ausreden für das Nichtrauchen nach, als über den Zeitpunkt, wann Ihr gefragt werdet, eine rauchen zu gehen.
  4. Macht einen Deal mit Euch selbst und dieser sollte möglichst klein sein, z.B. „ich schaffe es, mind. drei Stunden ohne Zigarette.“ Vergrößert danach die Abstände. Wenn Ihr bei 24 Stunden seid, dann habt Ihr den größten Teil geschafft!

Es geht! Selbst nach so vielen Jahren. Jetzt habe ich meinen ersten Ex-Raucher-Jahrestag gefeiert. Es fühlt sich verdammt gut an!


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Fictionfantasy.de vs. booklikes

Mrz
04

Wie kommt man an neuen und zugleich guten Lesestoff? Diese Frage hat mich eine Weile beschäftigt. Nicht weil mein SuB so geschrumpft ist, sondern weil ich wissen wollte, wie man an den ein oder anderen Geheimtipp kommt. Bei fictionfantasy.de bin ich fündig geworden.

Lustigerweise mögen wir es, etwas zu bewerten. Vielleicht liegt es daran, dass wir mit Bewertungssystemen aufwachsen. Schließlich bekommt man schon in der Schule, wenn nicht bereits im Kindergarten, Sternchen, Stempel, Urkunden etc. für irgend eine Art von Leistung.

Was Buchbewertungen angeht, bin ich mittlerweile sehr skeptisch. Vor allem wenn es um Ranglisten und Aktionen wie „Die besten 100 Bücher aller Zeiten“, „100 Bücher, die man im Leben gelesen haben muss“ oder „Die 100 schönsten Romane der Welt“ geht. Sehr schnell hat man sich den Top-Listen von Amazon und anderen großen Verkaufs- bzw. Buchportalen angeglichen oder es wird die Spiegel-Bestsellerliste mehr oder weniger gut kopiert. Wozu also das Ganze?

fictionfantasy.de

Umso erstaunlicher finde ich jetzt die Top100 von fictionfantasy.de. Hier ist „Krabat“ auf Platz 1 gelandet, gefolgt von „Die Legende“ – Gemmell, David und Foster, Alan Dean mit „Bannsänger“. Ich muss gestehen, dass mir sowohl „Die Legende“ als auch „Bannsänger“ überhaupt nichts gesagt haben. Beide Bücher sind nun auf meinem Wunschzettel gelandet.

Bei booklikes rangieren auf Platz 1 bis 3 der Fantasybücher, wie konnte es anders sein, J. R. R. Tolkien mit den Ringen, selbstverständlich gefolgt von Harry Potter. Welch Überraschung!

Gut, man muss zugeben, dass booklikes erst in der deutschen Beta ist und sich nicht ausschließlich mit dem Genre Fantasy beschäftigt. Auch muss man zugeben, dass bei fictionfantasy.de ausschließlich eingefleischte Fantasyfans abstimmen, die wahrscheinlich so ziemlich alles an Fantasy gelesen haben, was geschrieben wurde. Selbstverständlich tauchen auch in dieser Liste die Bestseller von Tolkien und Rowling auf.

Trotzdem weichen die Listen extrem voneinander ab. Abgesehen von den Top10 sind aber beide Listen ziemlich gut, wenn auch absolut unterschiedlich. Finden sich bei booklikes eher die Bestseller und Klassiker, so bedient fictionfantasy eher die Kenner und Experten des Genre.

Wie nützlich die Liste von booklikes für den einzelnen ist, sei mal dahin gestellt. Es ist sehr schön, dass „Farm der Tiere“ von Orwell unter den Top100 rangiert, bei „Das Bildnis des Dorian Gray“ bin ich schon verunsichert. Wäre der Film nicht gewesen, würde nach diesem Buch kein Hahn schreien. Beide Listen geben aber eine gute Auswahl an Büchern, sodass wohl für jeden was dabei ist.


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