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Rund ums Schreiben

Calibre – erste Schritte zum ebook

Dez
28

Schon seit einiger Zeit beschäftige ich mich damit, einige meiner Texte zu einem ersten ebook zusammen zu fassen. Man liest viel über Self Publishing, aber so richtig viel Ahnung haben die wenigsten. So war ich doch recht glücklich bei www.literaturcafe.de den Artikel zu einer entsprechenden Anwendung zu finden, die es schnell und recht einfach ermöglicht aus Word-Dokumenten, die man kurzerhand als HTML-Dateien abspeichert, ebook-Dateien unterschiedlicher Formate (siehe hierzu weiter unten) zu erstellen.

Da ich selbst ein absolut schlechter Autodidakt bin, habe ich jemanden gebeten, sich das ganze mal anzuschauen, prüfen ob es was taugt, und mir zu erklären. Dieser Jemand hat auch noch richtig viel Ahnung von Softwareentwicklung, d.h. coden und damit auch hervorragende HTML-Kenntnisse. Mit so jemandem an der Seite lernt es sich natürlich schnell und einfach.

Hier also die ersten Schritte und Eindrücke.

Da es sich um eine Freeware, d.h. kostenlose Software handelt, kann man die Anwendung bequem von der Site downloaden. Unter www.calibre-ebook.com findet man entsprechende Versionen für die gängigsten Betriebssysteme. Jafo, mein „Lehrer“, empfiehlt allerdings die „Portable“-Version. Die Gründe hierfür sind einfach: Man kann, wenn man will, alles auf einen USB-Stick packen und auf diese Art gleich eine Sicherungskopie erstellen oder mit diesem Stick an unterschiedlichen Geräten (Rechner, Laptop, Netbook) arbeiten.

Nach dem Download braucht man nur noch die exe-Datei ausführen und festlegen wohin die entsprechenden Dateien, d.h. die konvertierten Bücher, gespeichert werden sollen. Unter „Calibre Library“ legt die Anwendung alle Bücher ab, die mal konvertiert hat. Hierbei wird automatisch ein Ordner pro Autor erzeugt.

Zum Loslegen braucht man nur noch die Anwendung ausführen. Die Benutzeroberfläche ist eigentlich ziemlich gut, auch wenn man zuerst von den vielen Buttons erschlagen wird.

Man sollte sich zu Beginn vor allem mit dem Punkt „Einstellungen“ (ganz rechts in der horizontalen Navigation) beschäftigen.

Hier legt man z.B. das Layout und die Formate für die Dateien fest, die umgewandelt werden sollen. Bei der CSS-Geschichte braucht man ein bisschen HTML-know how. Falls man selbst in diesem Bereich nicht so bewandert ist, bietet es sich wirklich an im Freundes- und Bekanntenkreis jemanden zu fragen. Ansonsten heißt es in Foren nachlesen und ausprobieren.

Für die Einstellungen sollte man sich tatsächlich die Zeit nehmen und sie genau durchschauen. Einmal eingerichtet, kann man gut formatierte HTML-Dateien problemlos einspielen und braucht nicht mehr viel nachbearbeiten. Auch die Inhaltsverzeichnisse und unterstützte Textformate werden einwandfrei übernommen. Calibre kann aber auch ebooks eines anderen Formats in das gewünschte Ausgabe-Format umwandeln. Das ist natürlich äußerst praktisch, wenn man z.B. von einem eReader zum anderen wechseln möchte.

Über den Punkt „Bücher hinzufügen“ (ganz links in der horizontalen Navigation) können neue Dateien eingespielt werden. Hierbei findet noch keine Konvertierung statt. Erst mit dem Punkt „Bücher konvertieren“ (ziemlich in der Mitte) wird die in der Liste zuvor ausgewählte Datei umgewandelt. Auf der rechten Seite erscheinen Umschlagbild (kann über „Metadaten bearbeiten“ hinzugefügt werden) und das gewählte E-Readerformat. Calibre erzeugt die ZIP-Datei immer für das eigene Verzeichnis. Im unteren Screen ist MOBI die entsprechende Datei. Zwar verfügt Calibre über einen integrierten Viewer, aber der ist nicht wirklich zuverlässig.

Per USB-Kabel kann man die erzeugten Dateien aus dem Ordner „Calibre Library“ bequem auf den Kindle laden. Das ist auch die beste Methode, um die Formatierungen zu prüfen. Das Umschlagbild und die erstellten Inhaltsverzeichnisse werden automatisch in die MOBI-Datei gepackt. Man braucht sie also nicht einzeln aufs Kindle kopieren.

Das für den Anfang. Calibre kann unglaublich viel. Bin momentan selbst noch am schauen und ausprobieren. Auf jeden Fall empfehlenswert für jeden, der sich mit ebooks und Self Publishing beschäftigen möchte.

Ein großes Dankeschön an Jafo, der sich alles angeschaut und dann geduldig erklärt hat.


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Blogparade „Zeigt her Eure Notizbücher“

Nov
11

Blogparade Notizbücher

Bei Evi von Zwillingsleiden habe ich eine tolle Blogparade gefunden, die indirekt und direkt etwas mit dem Schreiben zu tun hat. Es geht um Notizbücher und da bin ich doch glatt dabei, denn von diesen habe ich immer mehrere im Einsatz. Und los geht’s:

Wie viele Notizbücher besitzt du?

Einige, ich habe sie noch nie gezählt und bin mir sicher, dass ich auch zu der Blogparade nur einen kleinen Teil zeige. Die vollen lagern nämlich unterm Dach. Im Einsatz sind momentan drei. Zeitweise sogar vier.

Wofür verwendest du die Notizbücher? (Gedanken, Ideen, Skizzen, Entwürfe, Tagebuch…)?

Die Bücher haben zwei Funktionen:

  1. Schnell eine Idee notieren oder einen Gedanken. Stichpunktartig eine Geschichte oder ein Gedicht aufschreiben. Auf jeden Fall müssen diese Bücher gebunden sein, sodass man keine Blätter verlieren kann und nur selten in Versuchung kommt eins raus zu reißen. Denn schon paar Mal habe ich mich im Nachhinein über das vorschnelle Wegschmeissen geärgert. Es tut immer ein bisschen weh, eine Seite auch einem gebundenen Buch zu reißen. So ist die Hemmschwelle also größer. Hier finden sich auch die “berühmt berüchtigten” Unfugreime.
  2. Einkaufslisten, Maße und Aufgaben notieren. Hier sollten die Blätter rausreißbar sein, denn nicht selten wird eine Seite als Einkaufszettel missbraucht, was dazu führt, dass diese Notizbücher früher oder später ausgesprochen dünn sind und den Weg ins Altpapier antreten.

Magst du sie lieber liniert, kariert oder glatt?

Absolut egal. Hauptsache das Papier ist gut beschreibar. Wenn es Hochglanzpapier ist und schmiert oder billiges Papier, das Tinte durchlässt, bringen Linien und Karos auch nix mehr. Solche Notizbücher liegen dann eine sehr lange Weile rum und landen unbenutzt beim Altpapier.

Welche Größe bevorzugst du?

Das kommt auf den Zweck an. Die Reise- und „Alltags“ – Notizbücher sind A5 und kleiner. Die Schreibblöcke für Schreibtisch und Daheim sind auf jeden Fall immer A4.

Schreibst du etwas auf die erste Seite?

Nicht immer schreiben. Manchmal klebe ich auch ein Bild rein oder eine Postkarte.

Habt Ihr Lust mitzumachen?

Und wer mitmachen möchte, schaut am besten bei Evi vorbei, denn bis 30. November kann man ihr per E-Mail den Link zum eigenen Notizbücher-Artikel schicken. Auf geht’s!


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Erotik in Romanen und Erzählungen

Sep
16

Wer viel liest und das Genre ist wirklich nahezu egal, wird es garantiert schon einmal erlebt haben. Im Buch gibt es entweder eine ordentliche Liebesgeschichte oder sie plätschert zumindest als Nebenhandlung vor sich hin. Man kommt zu der Stelle, an der es so richtig zur Sache gehen soll und dann liest man und liest und liest und denkt: „Ja, igitt.“, „Netter Versuch.“, „Okay, hätte man auch weglassen können.“ im schlimmsten Fall legt man das Buch zur Seite und fragt sich, ob der Autor jemals selbst, also so richtig live und aktiv bei einem Geschlechtsverkehr dabei war. Wenn man Glück hat, ist die Szene so beschreiben, dass man wenigsten noch was zu lachen hat.

Nachdem ich meine eigene Rezension zu Pforten der Nacht nochmals gelesen habe, nachdem Frau Riebe meine Fragen beantwortet hatte, musste ich doch über meine Kritik und das Thema Sex in Romanen nachdenken. Erotische Romane außen vor. Wäre ja seltsam, wenn in diesen keine entsprechenden Stellen beschrieben wären.

Ich versuchte mich also an einige Bücher mit sehr guten erotischen Szenen bzw. sehr gut beschriebenen Szenen zu erinnern. Spontan sind mir nicht besonders viele eingefallen. Seltsamerweise musste ich an Butterfly von Kathryn Harvey und Das Unwetter von Régine Deforges denken. Das eine, weil es wirklich unglaublich schön viele weibliche Fantasien rund um Erotik und Sex beschreibt, das andere, weil es absolut exterm ist, aber hervorragend geschrieben. Was für eine Mischung!

Erotik schreiben ist wirklich nicht einfach und ich bewundere jeden, der das sehr gut kann. Irgendwie muss man es schaffen eine Fülle von Gefühlen in einen Akt zu packen, der auch noch so unglaublich viele Fassetten haben kann, dass fast alles erlaubt ist. Das ist wirklich nicht einfach. Man muss Frau Riebe schon Recht geben. Sex gehört einfach dazu. Selbst in einem meiner älteren Texte habe ich eine entsprechende Szene gefunden. Gelungen? Vielleicht. Auf jeden Fall ist Erotik in Erzählungen, wie im realen Leben einfach Geschmackssache.

…So streifte seine Hand vorsichtig über ihren Bauch, hoch zu ihrem Hals und von dort aus zu ihrem Busen, den er behutsam berührte, aber die Berührung allein verriet ihm, dass es ihr genauso ging wie ihm.

Wieder schaute er ihr in die Augen und sie lachte, zog sich mit beiden Armen an seinen Schulterblättern hoch, sodass er den Halt verlor und schließlich auf dem Rücken landete…

…Als sie die Augen öffnete schienen die Sterne, als seien sie Schneeflocken, die langsam zur Erde fallen und der Sand schlug Wellen gegen das ruhende Meer. Sie spürte ihn mit allen Sinnen. Die aufregend quälende Lust brachte sie um den Verstand…

…Nur langsam kam sein Atem zur Ruhe. Das Pulsieren in ihrem Unterleib schien in der ganzen Welt hörbar. Weder er noch sie wollte die Umarmung lösen, als sich beide Körper nach dem inneren Beben zu beruhigen begannen. Vorsichtig streichelte sie seinen Nacken und küsste ihm den Hals. Leise hörte sie ihn durch ihre Haare lachen und seine Umarmung wurde wieder fester, als sie leise in sein Ohr flüsterte: „Noch mal!“


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E-Brief mal ein bisschen anders

Aug
05

Abgesehen davon, dass E-Post (oder Epost vielleicht Epost?) und E-Postbrief nichts anderes sind, als ein weiteres Ident-Verfahren inkl. E-Mailzustellung, ist E-Mail schreiben ziemlich unpersönlich, auch wenn man seine HTML-Mails mit anderen Schriftarten, Bilder und Farben aufpeppen kann. Eine Text-Mail sieht halt aus, wie mit der Schreibmaschine geschrieben.

Als ich vor einigen Monaten aufgeräumt hatte, habe ich uraltes Briefpapier wiedergefunden, was tatsächlich noch aus der Schulzeit stammt. Das konnte ich hervorragend gebrauchen, um einer sehr lieben Freundin in Ungarn einen Brief zu schreiben.

Ganz ehrlich, so ein Brief, den man :

  • auf buntes Papier oder tolles Briefpapier,

  • mit eigener Handschrift verfasst.

  • Ihn ordentlich faltet und kuvertiert.

  • Ebenfalls handschriftlich adressiert,

  • vielleicht sogar noch die Briefmarke abschlabbert (die meisten sind heute selbstklebend)

  • und dann zum Briefkasten oder Post trägt.

So ein Brief ist um einiges persönlicher, als eine E-Mail, die man schnell runtertippt und per Klick in die Weiten des Internets entlässt. Da genau ein Briefbogen übrig geblieben ist, dachte ich, ich schreibe Euch auch einen Brief. Einen Papier-E-Brief.

Papier-E-Brief

Wir sollten des öfteren Papierbriefe an unsere Freunde schreiben. Auch wenn es altmodisch sein mag. Vielleicht wird man Papierbriefe in einigen Jahren ja gar nicht mehr kennen. Worte wie Briefpapier nur noch Museumsstücke. „Handschriftlich“ als Fremdwort oder „totes“ Wort.


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Inspiration suchen und finden – Teil IV

Jul
19

Das Internet, unendliche Weiten…

Fluch und Segen unserer Zeit. Ein Netz in dessen Fäden Inspiration wie Wasser durch Leitungen zu fließen scheint. Unsichtbar, aber vorhanden wie die Wasserversorgung einer Metropole, die unter den belebten Straßen liegt. Wir haben einen neuen Hahn, wahrscheinlich heißt er Google, Bing, Twitter, Facebook oder einfach nur Zufall.

Vermutlich ist die unerwartete Inspiration immer noch die Beste, denn sie trifft einen und im eigenen Kopf entstehen sofort Bilder, Texte und Figuren oder eine Idee entwickelt sich zu etwas Neuem.

Ein Bild, Kommentar oder Artikel können manchmal weit aus inspirierender sein, als ein mehrstündiger Spaziergang oder der ruhige Abend an einem verregneten Sonntag mit langen Gesprächen.

Das Inspirationspotential des Internets scheint nahezu unerschöpflich und pro Sekunde wird mehr Information ins Web gespeist, als man sie im gesamten Leben benötigen würde.

Vielleicht fehlt dann nur noch die Muse beim Klick.

Inspiration suchen und finden – Teil III


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