Lyrik

Zur Hölle

Apr
13

“Du sollst nicht Gleiches mit Gleichem vergelten”
sprach er und stach nochmal zu
“doch trennen uns Beide Welten,
dein Tod bringt mir endlich Ruh. “

 

“Hier ist also meine Wange,
ich halte sie gerne hin.
Mir ist es auch nicht mehr bange.
Wo du hinfährst, ich bereits bin.”

 

“Wir tanzen beide im Feuer,
geschlagen beider Gesicht.
Die Preise waren nicht teuer
und billig auch unser Gericht.”


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Osterfalle

Mrz
21


Er steckte mit der Pfote fest,
der Hase im gefüllten Osternest.


Es drückte hart und gab nicht auf,
ein riesiges Ei auf dem Vorderlauf.


Der Hase zog und zerrt sehr,
doch das Ei wog wahrlich schwer.


Und als die Pfote fast zerriß,
er schmerzhaft in das Ei dann biß.


Ach, siehe da! Er fasste Mut,
das Riesenei schmeckt wirklich gut.


Denn unter all bunter Fassade,
war das Gewicht nur Schokolade.


Man hört es mampfen und nen Schmatz
der Hase frei mit einem Satz.


Die Pfote platt, der Bauch sehr rund,
sind bunte Eier doch sehr gesund.


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In Liebe

Feb
14

Bei jedem gesagten “ich liebe dich.”
fragte er sich,
hört sie denn mich?

Bei jedem gesprochenen “ich fühle wie du”
fragte sie sich,
hört er denn zu?

Sie sprachen es aus,
so schwer es immer fiel.
Sie meinten es auch,
nur dachten sie zuviel.


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Lass sie reden

Jan
08

Ziele nicht auf Spatzen
suche fette Beute.

Lass’ die anderen schwatzen
es reden gern die Leute.

Vor Neid sehr viele platzen
eher Morgen, wenn nicht Heute.


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Heimwärts

Dez
20

Einst in kalter Wintersnacht

ward ein kleines Licht entfacht.

Es brannte zart im kalten Wind,

des Feuers und des Holzes Kind.

Es brannte warm und auch sehr hell,

für Herren, Mägde und Gesell‘.

 

Für die Herrin ward es geboren,

die Wege dunkel und gefroren.

Die Herren in Furcht und um das Licht.

„Wo ist die Herrin, man sieht sie nicht?“

Es fallen die Flocken, die Wege verschwinden,

schwer den Pfad jetzt wiederzufinden.

 

Das Flämmchen tanzt freudig und voller Kraft,

damit die Herrin den Rückweg auch schafft.

Trotzt der Schwärze, den Flocken, dem Wind

hat keine Angst. „Herrin, sie laufe geschwind.

Hier will ich stehen und für dich brennen.

Den Weg nach Hause wirst du erkennen

Werd‘ auf dich warten und für dich scheinen.

Werd‘ für dich sterben und Asche weinen.“


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