Gedichte

Zur Hölle

Apr
13

“Du sollst nicht Gleiches mit Gleichem vergelten”
sprach er und stach nochmal zu
“doch trennen uns Beide Welten,
dein Tod bringt mir endlich Ruh. “

 

“Hier ist also meine Wange,
ich halte sie gerne hin.
Mir ist es auch nicht mehr bange.
Wo du hinfährst, ich bereits bin.”

 

“Wir tanzen beide im Feuer,
geschlagen beider Gesicht.
Die Preise waren nicht teuer
und billig auch unser Gericht.”


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In Liebe

Feb
14

Bei jedem gesagten “ich liebe dich.”
fragte er sich,
hört sie denn mich?

Bei jedem gesprochenen “ich fühle wie du”
fragte sie sich,
hört er denn zu?

Sie sprachen es aus,
so schwer es immer fiel.
Sie meinten es auch,
nur dachten sie zuviel.


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Heimwärts

Dez
20

Einst in kalter Wintersnacht

ward ein kleines Licht entfacht.

Es brannte zart im kalten Wind,

des Feuers und des Holzes Kind.

Es brannte warm und auch sehr hell,

für Herren, Mägde und Gesell‘.

 

Für die Herrin ward es geboren,

die Wege dunkel und gefroren.

Die Herren in Furcht und um das Licht.

„Wo ist die Herrin, man sieht sie nicht?“

Es fallen die Flocken, die Wege verschwinden,

schwer den Pfad jetzt wiederzufinden.

 

Das Flämmchen tanzt freudig und voller Kraft,

damit die Herrin den Rückweg auch schafft.

Trotzt der Schwärze, den Flocken, dem Wind

hat keine Angst. „Herrin, sie laufe geschwind.

Hier will ich stehen und für dich brennen.

Den Weg nach Hause wirst du erkennen

Werd‘ auf dich warten und für dich scheinen.

Werd‘ für dich sterben und Asche weinen.“


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November

Nov
08

Der Wind pfeift seine Melodie,
durch den Kamin tönt das Lied.
Das Publikum in bunten Farben
läßt beim Applaus Konfetti regnen
vor der Pforte zum Winter.

November, deine Tore öffnen
den Weg für weiße Flocken
und Kerzenschein neben
heißem Tee am Ofen
liegen Hund und Katze
nebeneinander.


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Lauf

Sep
18

Lauf

Ein Bach durch jene Lande lief,
dessen Quelle niemals schlief. 

Den Durst löschte er nur ganz schwer,
wer einmal trank, der wollte mehr. 

Und jeder an den Ufern blieb,
der Bach ein altes Mühlrad trieb. 

Gemahlen wurden in der Mühle,
zu feinem Sand Zeit und Gefühle. 

So blieben sie sich treu verbunden,
Trinker an den Bach gebunden. 

Die Quelle sich bis heut ergießt,
im gleichen Lauf die Zeit stets fließt.

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