Archive for the ‘Challenge’ Category

Pyramiden – Ein Roman von der bizarren Scheibenwelt

Aug
06

Pyramiden

Terry Pratchett

Der zum Assassinen ausgebildete Teppic, Sohn des Pharaos Teppicymon XXVII., soll die Nachfolge seines Vaters in dem kleinen Königreich Djelibeby antreten. Das Königreich, erfährt Teppic, ist so arm, daß es sich nicht einmal ordentliche Grabesflüche und Plagen leisten kann. Dennoch plant der neue Pharao, zu Ehren seines Vaters die größte Pyramide aller Zeiten zu bauen – ein aberwitziges Vorhaben, das die Vorfahren Teppics aus dem ewigen Schlaf erweckt und die Götter des Reichs herbeiruft. Glücklicherweise kann Teppic auf die Hilfe seines mathematisch begabten Kamels namens »Du Mistvieh« zählen …

Alles beginnt damit, dass Teppic in Ankh-Morpork seine Ausbildung zum Assassine beginnt und damit begibt er sich nicht nur in einen ganz anderen Kulturkreis, sondern in eine andere „Zeit“. Seine ursprüngliche Heimat Djelibeby existiert seit 7.000 Jahren und zu den bekanntesten Monumenten zählen die Pyramiden, die die alten Pharaonen beherbergen. Dies spielt zu Anfang nicht wirklich eine Rolle, doch als kurz nach Teppics Abschlussprüfung Gras unter seinen Sohlen wächst, sodass er kniehoch in saftig grünem Getreide steht, weiß er, dass er zurückkehren muss.

Doch wie kehrt man als junger Assassine in ein Land zurück, in dem die Zeit still zu stehen scheint? Was sind die Aufgaben eines Pharao und wie schafft man Veränderung und Wandel, wenn die Interpretationen des Hohenpriesters Dios den eigenen Tagesablauf diktieren?

Teppic tut, was ein guter Sohn zu tun hat, wenn der Vater stirbt und läßt die größte Pyramide aller Zeiten bauen. Genau das hat zur Folge, dass sich Veränderungen einstellen, allerdings nicht so wie erhofft, sprich Djelibeby ändert sich so gravierend, dass es verschwindet. Nicht wirklich, aber irgendwie schon.

Hätte man doch nur vorher ein Kamel befragt…

Nun gut, der Humor lässt nicht zu wünschen übrig. Trotzdem habe ich bei diesem Roman nicht wirklich die Tränen lachen müssen, die ich von den vorherigen Büchern gewohnt war. Vielleicht liegt es an den Themen, vielleicht auch an mangelnder Allgemeinbildung um jeden Witz zu verstehen. Die Ideen sind zwar sehr unterhaltsam, aber die Geschichte ist bei weitem nicht so hinreißend, wie z.B. bei Mort oder Wachen! Wachen!. Sie plätschert ein bisschen dahin und auf manchen Seiten sind die Ereignisse doch ein bisschen langatmig. Bereits sehr schnell kann man sich das Ende der Geschichte denken, was eigentlich sehr schade ist.

Als schlecht kann man diesen Scheibenweltroman nicht bezeichnen, allerdings waren die bisher gelesenen wesentlich unterhaltsamer.

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Die erste Wahrheit

Jul
11

Die erste Wahrheit

Dawn Cook

Alissa glaubt nicht an Magie. Und schon gar nicht glaubt sie die Geschichten ihres verstorbenen Vaters von jener sagenhaften Feste in den Bergen, in der angeblich Drachen und mächtige Zauberer leben. Die es Alissa eines Tages selbst an diesen düsteren Ort verschlägt.

Dawn Cook erzählt in diesem ersten, der mittlerweile vier Bücher, die Geschichte zweier Charaktere. Zum einen die von Alissa, zum anderen die von dem Barden Strell.

Als Leser steigt man direkt in die Handlung ein. Alissa wird von ihrer Mutter unfreiwillig auf die Reise zur Feste losgeschickt. Sie will nicht, glaubt nicht an die Erzählungen des Vaters, der nach seiner letzten Reise nicht mehr zurück gekehrt ist. Doch beugt sie sich dem Willen der Mutter und zieht in die Berge, um vor Wintereinbruch dort zu sein.

Strell hingegen möchte nach sechs Jahren Wanderschaft und Reise zu seiner Familie ins Tiefland zurück kehren. Durch Zufall kommt er am Haus von Alissas Mutter vorbei und geht einen guten Handel ein, er tauscht teueren Stoff gegen eine Lederlandkarte aus dem Besitz der Frau. Doch nicht nur das. Die Frau erzählt ihm, dass seine Familie bereits vor einiger Zeit bei einer Naturkatastrophe umgekommen ist. Strell erklärt die anscheinend völlig vereinsamte Frau für verrückt und zieht Richtung Heimat weiter. Als in der nächsten Stadt ein Bekannter seiner Familie die Nachricht der Frau bestätigt, gibt es kein Halten mehr für ihn. Ohne lange nachzudenken, macht er sich auf den Rückweg zur Küste, von der er ursprünglich herkam. Sein Weg führt durch die Berge und nach einigen Tagen stößt er auf ein verlassenes Lager. So kreuzen sich die Wege von Alissa und Strell.

Dieses Buch erzählt eine wunderschöne Geschichte zweier junger Menschen, die durch Zufall aufeinander stoßen. Man hat zwar den Eindruck, dass sie nichts gemeinsam haben, doch verbindet sie beide die Tatsache viel verloren zu haben.

Dawn Cook beschreibt nicht Seiten lang die Landschaften, die Sitten und Gebräuche und die Welt an sich. Sie schafft es aber trotzdem all dies in die Handlung einzubauen, sodass man als Leser immer mehr in diese Welt und deren Sitten eintauchen kann.

Manchmal hat es den Eindruck, als erzähle sie mit diesem Buch nur eine belanglose Geschichte, doch hier sollte man sich nicht täuschen lassen. So haben kleine Begebenheiten interessante Auswirkungen auf den Fortgang der Geschichte. Man sollte sorgfältig lesen.

Was allerdings etwas erstaunlich ist, dass man am Schluss gar nicht mehr so richtig weiß, wer der Haupt-Protagonist in diesem Buch ist. Die beiden Charaktere sind sich ebenbürtig. Sehr schön gemacht. Sehr gelungen ist ebenfalls das Ende. Zwar ist die Erzählung abgeschlossen, aber man möchte doch wissen, wie es weitergeht.

Dawn Cook kann wirklich sehr schön erzählen. Teilweise verliert sie sich ein bisschen im Fantasy-Alltag, doch langweilig wird es nicht. Was sie definitiv nicht kann, ist Schlachten und Kämpfe beschreiben, was eigentlich sehr seltsam ist, da sie Gefühle sehr gut beschreibt, sodass man an ein bis zwei Stellen durchaus mit Tränchen kämpfen muss. Das schafft sie allerdings nicht an anderen Stellen, wenn es um Überwindung, Angst, Kampfrausch etc. geht. Seltsam! Wer darüber hinweg lesen kann, dem wird dieses Buch sehr gefallen.

Sehr gerne gelesen und mit Sicherheit finden die anderen drei Teile auch ihren Weg in mein Regal.

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Challenge – All you need is…Fantasy! [1]

Jul
01

Es ist soweit: Die „All you need is…Fantasy!“-Challenge von Soleil startet heute. Ein Jahr Fantasy lesen in Stationen. Bereits im Vorfeld habe ich die Regale durchforstet und bin zu fünf Stationen auf Anhieb fündig geworden, sodass ich diesen Monat starten kann. Dies bedeutet mal wieder drei Bücher parallel lesen. Eine wirkliche Schwäche von mir, aber Abwechslung muss sein.


Hier einige Stationen und Bücher, die bereits feststehen:


Station 1 – Epische Fantasy

Dawn Cook – Die erste Wahrheit


Alissa glaubt nicht an Magie. Und schon gar nicht glaubt sie die Geschichten ihres verstorbenen Vaters von jener sagenhaften Feste in den Bergen, in der angeblich Drachen und mächtige Zauberer leben. Bis es Alissa eines Tages selbst an diesen düsteren Ort verschlägt.

Station 4 – Humorvolle Fantasy

Terry Pratchett - Pyramiden


Der zum Assassinen ausgebildete Teppic, Sohn des Pharaos Teppicymon XXVII., soll die Nachfolge seines Vaters in dem kleinen Königreich Djelibeby antreten. Das Königreich, erfährt Teppic, ist so arm, daß es sich nicht einmal ordentliche Grabesflüche und Plagen leisten kann. Dennoch plant der neue Pharao, zu Ehren seines Vaters die größte Pyramide aller Zeiten zu bauen – ein aberwitziges Vorhaben, das die Vorfahren Teppics aus dem ewigen Schlaf erweckt und die Götter des Reichs herbeiruft. Glücklicherweise kann Teppic auf die Hilfe seines mathematisch begabten Kamels namens »Du Mistvieh« zählen …

Station 5 – Tier-Fantasy
Walter Moers – Der Schrecksenmeister


Walter Moers heißt uns willkommen in Sledwaya, dem krankesten Ort von ganz Zamonien. Hier sind sogar die Straßen nach Krankheiten benannt, man begrüßt sich mit “Ohwehohweh” und verabschiedet sich mit “Gute Besserung”. Ein Husten, Röcheln und Schniefen liegt in der Luft, es riecht nach Eiter, Mundgeruch und Durchfall. Hoch über der Stadt thront in einem bizarren Schloss “Eißpin der sehr Schreckliche”, der Schrecksenmeister, der die Bevölkerung und natürlich die Schrecksen mit immer neuen Gemeinheiten malträtiert.Derweilen schleppt sich verzweifelt die halbverhungerte Hauskratze Echo durch die Straßen von Sledwaya. Sie schließt mit dem schaurigen Eißpin einen Teufelspakt. Der Schrecksenmeister darf sie töten und ihr wertvolles Kratzenfett auskochen, wenn er sie zuvor einen Monat fürstlich bewirtet und unterhält.

Im schwarzen Schloss des Schrecksenmeisters lernt Echo die geheime Welt der Alchimie kennen, erfährt, wie man “Schmerzenskerzen” oder “gekochte Gespenster” fabriziert, er lernt Fjodor F. Fjodor und die Schloss-Ledermäuse kennen und wird mit der Zeit fetter und fetter. Es wird höchste Zeit, aus dem Schloss zu fliehen…

Station 11 – Deutsche Fantasy
Kerstin Gier – Saphierblau – Liebe geht durch alle Zeiten


Frisch verliebt in die Vergangenheit, das ist keine gute Idee. Das zumindest findet Gwendolyn, 16 Jahre alt, frisch gebackene Zeitreisende. Schließlich haben sie und Gideon ganz andere Probleme. Zum Beispiel die Welt zu retten. Oder Menuett tanzen zu lernen. (Beides nicht wirklich einfach!) Als Gideon dann auch noch anfängt, sich völlig rätselhaft zu benehmen, wird Gwendolyn klar, dass sie schleunigst ihre Hormone in den Griff bekommen muss. Denn sonst wird das nichts mit der Liebe zwischen allen Zeiten!

Station 12 – Anthologie
Fabienne Siegmund (Hrsg.) – Geisterhafte Grotesken


Sie sind aus Stein. Schmücken und zieren die Fassaden unserer Kirchen und Häuser. Leiten das Regenwasser von ihnen ab. Vertreiben den Teufel und sein Gefolge.

Wasserspeier.

Doch sind sie wirklich nur in Stein geschlagene Figuren, starr und leblos?

23 Autoren beweisen in ihren unheilvollen, düsteren, traurig-romantischen und bösen Geschichten, dass Stein oftmals lebendiger ist, als es den Anschein hat…

Mit Beiträgen von Johannes Harstick, Tabea Petersen, Wiebke Beyer, Christoph Marzi, Torsten Scheib, Chris Lind, Miriam Weeke, Tanya Carpenter, Julia Müller, Christoph Hardebusch, Lisa Wagner, Susanne Wolff, Madlen Walther, derhank (Hank), Katharina Seck, Ruth M. Fuchs, Daniela Perndl, Chris Schlicht, Melanie Brosowski, Vincent Voss, Diana Kinne, Oliver Plaschka und Fabienne Siegmund.

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Challenge – All you need is…Fantasy!

Jun
19

Es ist ja nicht so, dass man nicht liest. Doch bei einem ziemlich großen SuB fällt es manchmal sehr schwer eine Entscheidung zu treffen, welches Buch als nächstes gelesen wird.

Mittlerweile ist der Anteil der Fantasy-Bücher in meinem SuB sehr hoch und als ich auf Soleils Blog die neue Challenge entdeckt habe, kann ich nicht widerstehen. Vor allem, weil die Challenge wirklich schön eingeleitet ist und wieder einmal viel Arbeit dahinter steckt. Da muss man einfach mitmachen.

Das Genre Fantasy ist breit gefächert, sodass man bis zu zwölf Stationen „ablesen“ kann. Eine tolle Idee und für drei Stationen winkt auch noch ein Buchpreis, für alle zwölf sogar ein Buchpaket.

Start ist der 01.07.2010 und es kann bis zum 01.07.2011 mitgechallenged werden. Alle weiteren Infos kann man hier nachlesen.

Die ersten drei Bücher für die Challenge sind schon identifiziert. Ab Juli mehr.

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