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Eric

Feb
12

Eric
Terry Pratchett

Eric ist der jüngste Dämonologe der Scheibenwelt. Er beschwört nicht nur Tod und Teufel, sondern auch Rincewind, den unfähigsten Zauberer der Galaxis. Und dafür stehen ihm drei handelsübliche Wünsche frei: ewiges Leben, Macht und die schönste Frau der Weltgeschichte. Eric, Rincewind und die bissigste Truhe der Galaxis geraten in ein turbulentes Abenteuer, bis alles schiefgeht und Eric nur noch eines will – zurück >>zu Mama<<…

Es geschehen sehr seltsame Dinge an der Unsichtbaren Universität und in ganz Ankh Morpork. Fast könnte man meinen, es spuke. Um der Sache auf den Grund zu gehen, entschließen sich die Magier ein kompliziertes Ritual durchzuführen, um TOD zu befragen. Doch die Antwort will den Magiern nicht so recht schmecken.

Irgendwo in Pseudopolis gelingt Eric, einem pubertierenden Dämonologen, endlich eine Beschwörung. Wie es der Zufall so will (doch diesmal hat Zufall sehr wenig mit der Sache zu tun), beschwört er keinen richtigen Dämon, sondern Rincewind.

Zum eigenen Erstaunen gelingt es Rincewind, Eric die drei Wünsche zu erfüllen. Zwar weiß er nicht genau wie, aber ist das denn so wichtig, wenn es um Macht, Schönheit und das ewige Leben geht? Schnell bemerkt Eric, dass er seine Wünsche doch genauer hätte formulieren sollen, denn die geschnippten Finger des Zauberers haben ihre eigenen Interpretationen. Ärgerlich ist die ganze Sache für Truhe, die sich diesmal redlich abmühen muss, ihrem Besitzer zu folgen.

 

Eigene Meinung – nur was für Fans!

Es wird zwar gesagt, dass Eric Pratchetts Variation von Goethes Faust ist, was durchaus hier und da stimmen mag, doch ist es weder die Erzählung von Faust noch eine Satire darauf. Auch sollte man nicht davon ausgehen, dass man diese Scheibenwelt-Erzählung losgelöst von anderen Romanen lesen kann. Um den Witz von Rincewinds Beschwörung und das Auftauchen von Truhe richtig zu verstehen, sollte man zumindest „Der Zauberhut“ oder „Die Farben der Magie“ gelesen haben.

Irgendwie konnte ich mich mit diesem Buch nicht so wirklich anfreunden. Vielleicht bin ich wirklich zu stark davon ausgegangen, dass Pratchett sich etwas mehr an Goethe orientiert. Die Ideen in dem Buch sind Partchett typisch und auch wirklich gut, allerdings fehlt der Geschichte das gewisse Etwas. Auch kommt der Schluss etwas mager daher. Bürointrigen, unsere wahre Hölle auf Erden. Vielleicht zu realistisch, um es komisch zu finden.

Trotzdem unterhalten die ausgefallenen und sehr phantasievollen Beschreibungen Pratchetts.

“…Es war kein hübscher, interessanter und offener Dschungel, wie ihn in Leopardenfelle gekleidete Helden bevorzugten, sondern ein Dschungel, der es ernst meinte, dessen grüne, mit Myriaden Dornen ausgestattete Mauern viele Stockwerke weit nach oben ragten, ein Dschungel, in dem alle Repräsentanten der Flora die Borke hochgekrempelt hatten und sich der anstrengenden Aufgabe widmeten, über die Konkurrenten hinauszuwachsen….“

Fazit: Kann, muss man aber nicht gelesen haben.


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Beerholms Vorstellung

Jan
21

Beerholms Vorstellung

Daniel Kehlmann

Als Lehrling bei einem berühmten Magier findet Arthur Beerholm zu seiner Berufung. Bald füllt er die Säle der großen Städte mit begeisterten Zuschauern. Aber der beste Illusionskünstler aller Zeiten zu sein genügt ihm nicht. Er will über die Grenzen seiner Kunst hinaus, er will mehr als nur den Schein des Wunders.

Arthur fängt nochmal einmal ganz von vorne an und erzählt. Wie alles begann. Und mit Anfang meint er tatsächlich den Beginn seines Lebens. Nämlich seine Geburt. Danach erfährt man einige Dinge über seine Adoptivmutter und ihren tragisch seltsamen Tod, seine Schulzeit und das Studium, seine Zeit im Kloster, seine erbärmlichen Versuche als Zauberer zu überleben und seinen Entschluss Magier zu werden. Von seinem großen Aufstieg, der Magie und ihrer Macht und dem plötzlichen Moment, wenn der größte Wunsch scheinbare Wirklichkeit wird.

Kehlmann lässt seinen Protagonisten aus der Ich-Perspektive erzählen und erst nach einigen Seiten merkt man, dass dieser einen Brief schreibt. Sehr lange bleibt verborgen, an wen er schreibt und eigentlich ist es auch eine lange Zeit überhaupt nicht wichtig.
Als Leser bekommt man das Leben des jungen Beerholms erzählt und obwohl er kaum emotional ist, so kann man sehr gut mitleiden, sich schämen oder staunen. Kehlmann hat diesem Charakter mit wenigen Beschreibungen so viel Tiefgang gegeben, dass man Arthur zu kennen glaubt. Fast denkt man, ihn verstehen zu können und dann wird man doch an der Nase herumgeführt. Man versteht gar nichts. Denn Kehlmann spart zwar nicht mit Infromationen, aber er reduziert sie auf ein absolutes Minimum. Zeitweise schreibt sein Protagonist so intim, dass man das Gefühl hat, man sollte diese Zeilen gar nicht lesen. Sie sind nicht für den Leser bestimmt. Eine Illusion? Warum auch nicht? Durchaus gelungen. Schließlich geht es um einen begabten Illusionisten.

Auf dieses Buch muss man sich einlassen

Dies war mal wieder ein Buch, das mich sehr lange schwanken ließ und ich zeitweise nicht sicher war, ob es total langweilig, seltsam oder absolut genial ist. Doch jetzt, da ich es fertig gelesen habe, bin ich ziemlich sicher, dass es genial ist.
Man muss Kehlmann nur Zeit geben, den Charakter aufzubauen und alles was so scheinbar langweilig daher kommt, wird irgendwo zu einem wichtigen Detail, das zum richtigen Zeitpunkt eine Erklärung liefert.

Ohne lange Monologe, ohne schwere und komplizierte Formulierungen spielt Kehlmann mit Themen, die jeden von uns irgendwann im Leben beschäftigen. Dabei hat er einen eigenen Stil, der sehr angenehm, aber nicht immer einfach ist. Auch in diesem Buch findet die Mathematik ihren Platz in den Gedanken des Protagonisten und um ganz ehrlich zu sein: So habe ich Mathematik auch noch nie betrachtet.

„…Es gibt geringere Ursachen für Alpträume als die Entdeckung, daß im Herz der Mathematik der Keim des Wahnsinns liegt…“

„…Wer versteht sich schon selbst? Wer versteht schon irgend jemanden? Nur Idioten wagen die Behauptung, sie verstünden einen Menschen. Niemand tut das, vielleicht nicht einmal Gott….“

„…Auf keine Weise kommen wir dem Wundern so nahe wie in Begleitung von Zahlen. Die grauenhafte Unendlichkeit, die uns vom Jenseits trennt, wurde nur vom Auferstandenen überwunden und von der geometrischen Kurve; seltsam und erschreckend der Gedanke, dass sie eins sein könnten…“

Ein tolles Buch. Man muss nur die erste Hälfte durchhalten, denn man versteht sie erst, wenn man die zweite gelesen hat. Auf jeden Fall eine Empfehlung für alle, die gerne zwischen den Genres lesen, denn dieses Buch lässt sich schwer einordnen. Eine einfache Erzählung, ein Hauch Phantasie und doch realistisch, bis zum Schluss.


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Tüte im Zahn

Jan
06

Tüte im Zahn
Daniela Karg

Ob Mißverständnisse, Verwechslungen, körperliche Unannehmlichkeiten oder andere Malheure – Daniela Karg läßt kaum eine der vielen Varianten aus, mit denen der Alltag uns peinigen kann. Ihre heiteren Kurzgeschichten basieren auf peinlichen Mißgeschicken und absurden Beobachtungen. Seien es verschwundene Schuhe oder erste pubertäre Erfahrungen mit Tampons, ein Urlaub in der Kaserne mit unerwarteten Extras oder Schwierigkeiten mit der modernen Kommunikation – es gibt viele Steine, die dem Ahnungslosen im Weg liegen können. Schwungvoll und ironisch, mit Liebe zum Detail und scharfem Blick für das Besondere berichtet Daniela Karg von den Widrigkeiten des Alltags, die viel zu amüsant sind, um ie beschämt zu verschweigen – schließlich ist Schadenfreude die schönste Freude.

Auf 48 Seiten finden sich 26 Geschichten und auf den letzten Seiten einige Gedichte aus dem Alltag, inkl. einer Seite Danksagung. Mitunter sind einige Geschichten fast genau so lang, wie der Text auf der Rückseite des Buches. Allzu Alltägliche Missgeschicke dominieren alle Geschichten, die zum Großteil eher kurze Beschreibungen einer Situation sind.

Eigene Meinung – einfach erstaunlich schlecht

Noch nie habe ich einen Rückseitentext gelesen, der dem Inhalt des Buches so sehr geschmeichelt hat. Um ganz ehrlich zu sein, ist dieser Rückseitentext das beste an diesem Buch, obwohl er sich auf der Außenseite befindet. Die Ideen der Geschichten, bzw. die wahren Begebenheiten sind schon komisch, aber die Autorin schafft es irgend wie nie, dem Leser die Situationskomik zu vermitteln, denn es sind ausschließlich Themen, die von der Art Humor leben.

Eine Geschichte beginnt mit dem Titel „Begrüßungszeremonie“ und endet mit dem Satz:

„Natürlich hat besagter Herr seine Aktentasche wieder mitgenommen, das ist nicht die Pointe dieser Geschichte.“

Dummerweise findet man in den vorherigen 14 Sätzen (länger ist diese kurze Kurzgeschichte nicht) diese besagte Pointe auch nicht.

Ich bedanke mich auf jeden Fall beim Frieling-Verlag Berlin für dieses Rezensionsexemplar. War wohl nicht die richtige Wahl.


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Mein fahler Freund

Dez
21

Mein fahler Freund
Isaac Marion

R ist Zombie. Es ist ihm peinlich, dass er sich nur an den ersten Buchstaben seines Namens erinnern kann. Wie die anderen Zombies verbringt R seine Zeit mit Herumstehen und Stöhnen. Was die Wenigsten wissen: Tod sein ist leicht. Bei einem der Raubzüge in die Stadt trifft R auf Julie. Dummerweise hat er gerade das Hirn ihres Freundes gegessen. R weiss nicht warum, aber er verliebt sich unsterblich in Julie – ausgerechnet in ein lebendes menschliches Wesen.

R ist Zombie am Flughafen und ihm ist so ziemlich Alles egal, außer wenn er Hunger hat, dann will er fressen. Am besten frisches lebendiges Hirn.

Auf einem ihrer Beutezüge, treffen R und sein bester Freund M auf einen Trupp junger Lebender. Im Kampf tötet R Perry und findet Julie. Aus einem für ihn unerfindlichen Grund ist er sich sofort bewusst, dass er diese junge Frau beschützen muss. Typisch für einen Zombie, nämlich ohne nachzudenken, nimmt R Julie mit an den Flughafen, tarnt sie als Zombie und versteckt sie vor den anderen in einer 747.

Doch das ist nur der Anfang, denn R fängt an zu träumen und er träumt das Leben seiner letzten Mahlzeit, Perrys Hirn. Als er auch das letzte Stück verspeist hat und Julie ihm von sich und Perry erzählt, verliebt er sich in die Lebende. Doch am Flughafen kann sie nicht bleiben und schließlich haben die Knochen R verheiratet und zwei Kinder zugewiesen. Ist das aber alles noch wichtig, wenn man verliebt ist? Wenn Julie nicht bei den Zombies bleiben kann, könnte R nicht zu den Lebenden? Er dürfte sie nur nicht fressen.

Von Liebe und dem Wunsch nach Heilung bzw. Veränderung getrieben, folgt R Julie in die Stadt der Lebenden, die nichts weiter ist, als ein abgesperrtes Footballstation. Einen Plan hat er nicht, er geht einfach Schritt für Schritt vor und alles ändert sich.

Eigene Meinung

An diesem ersten Roman von Isaac Marion können sich wohl wirklich die Geister scheiden. Was dieser „junge“ Autor hier geschaffen hat, ist auf jeden Fall neu und folgt irgendwie dem trendigen Gedanken „Yes we can.“ und dann doch nicht, denn es ist viel zu banal, um funktionieren zu können. Vielleicht funktioniert es deswegen. Marion dreht die Welt um.

Sein Protagonist ist verheiratet, hat Kinder, geht mit ihnen zum ersten Schultag, erwischt seine Frau mit ihrem Liebhaber beim Sex und verliebt sich in eine vielleicht jüngere Frau, die noch nicht mal in seine Welt gehört. Der feine Unterschied: der Protagonist ist Zombie. Ist das überhaupt noch relevant? Stöhnen und starren wir nicht alle irgendwie durchs Leben, bis sich etwas ändert? Bis uns endlich jemand aus einem Schlaf rüttelt, der uns Jahre übermannt hat? Verdient nicht jeder eine zweite Chance auf ein Leben, in dem man liebt und geliebt wird?

Genau mit solchen und noch schwierigeren Fragen lässt Marion seinen Zombie mit sich selbst und einer zerstörten Welt kämpfen.

„…Mittlerweile frage ich mich, woher ich komme. Die Person, die ich jetzt bin, dieser linkische, stolpernde Bittsteller…wurde ich auf den Grundmauern meines alten Lebens errichtet oder bin ich etwa dem Grab wie eine unbeschrieben Tafel entstiegen? Wie viel ist Erbe und wie viel meine eigene Schöpfung?“

Wer jetzt allerdings denkt, dass R seitenlange tiefenphilosophische Monologe führt, bis einem beim Lesen das Gesicht einschläft, der irrt. Der Autor kriegt auf erstaunliche Weise immer die Kurve. Er geht gar nicht in die Tiefe. Das hat die Erzählung auch nicht nötig, denn die Fragen reichen vollkommen aus, um die Absurdität unserer eigenen Ängste vor dem anderen, dem fremden, darzustellen und genau darauf will Marion wohl in seinem ersten Roman hinaus. Wir sind alle gleich. Irgendwie. In unseren Grundbedürfnissen, Zielen, Anschauungen und Vorstellungen.

Sehr schön verdeutlicht wird es in zwei Schulszenen, in denen der Autor sich die Zombie- und Menschenlehrer vollkommen identisch verhalten läßt.

Sowohl die Menschen, als auch die Zombies leben in abgeschotteten Lebensräumen. Die einen bewusst in Stadien, die sie verteidigen, die anderen an einem verlassenen Flughafen. Gerade in dieser Welt der Gegensätze vereinen sie plötzlich zwei Dinge: ein gemeinsamer Feind und der Ausblick auf eine Liebe und damit Hoffnung für die Zukunft.

Die hier erzählte Geschichte ist alt und die Moral bzw. das Motiv bereits mehr als einmal durch die Menschheitsgeschichte selbst aufgegriffen, behandelt und durchlebt. Marion hat die Welt nicht neu erfunden, aber mit der Ironie eines toten Zombies, der wieder lebendig werden will, schafft er doch eine neue Perspektive auf die Dinge und die Welt, wie sie bereits heute ist, wobei er weder anklagt noch bestraft.

Warum sich an diesem Buch einige Geister scheiden

Auf dieses Buch muss man sich einlassen und die ersten Seiten deuten auf eine ganz andere Geschichte hin. Die Leseprobe hatte mich damals nicht überzeugt. Ich war der Meinung, dass dieses Buch eher etwas für eingefleischte Zombie-Fans und ein Kontra zu den vielen Vampir-Liebesromanen ist. Erst auf Empfehlung von Soleil, die mir das Buch geschickt hat (nochmals vielen Dank!), habe ich mich doch überzeugen lassen. Dieses Buch lohnt sich. Man sollte ohne Vorurteile rangehen.


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Der Zauberhut

Dez
10

Der Zauberhut
Terry Pratchett

Der achte Sohn des achten Sohnes…eines achten Sohnes!

Die Scheibenwelt gerät in größte Gefahr, als der junge Münze, achter Sohn eines Magiers, den Vorsitz an der Unsichtbaren Universität an sich reißt. Der Zauberhut, magisches Relikt und Zierde des Erzkanzlers, muss vor dem neuen Herrscher in Sicherheit gebracht werden. Doch ausgerechnet der tolpatschige Rincewind wird für dieses Vorhaben auserwählt. Und gemeinsam mit der schönen Barbarenfriseuse Conina schlittert er in ein haarsträubendes Abenteuer.

Als die Spinnen, Ameisen und irgendwann sogar die steinernen Dachfiguren die unsichtbare Universität verlassen, ahnt der Bibliothekar, dass etwas nicht stimmt . Alles deutet auf die Ankunft eines kreativen Magus hin.

Das dieser ausgerechnet in Gestalt eines kleinen Junge namens Münze erscheint, kann kaum ein Magier fassen. Doch der Stab des Jungen lehrt die alteingesessenen Magier schnell, dass ein neues Zeitalter anbrechen wird.

Während die Magier versuchen mit der neuen Ordnung klar zu kommen, flüchtet der Zauberhut, der den Erzkanzler (der höchste aller Magier) erst zu einem Erzkanzler macht.

Als sich auf Grund der Veränderungen in der unsichtbaren Universität auch Ankh-Morpork anfängt zu verwandeln, will Rincewind nur eins: in eine Taverne und ordentlich bechern. Wie der Zufall es so will, läuft er dort der hübschen Conina über den Weg und das Abenteuer beginnt.

Während die Magier anfangen sich zu bekriegen und damit auf den Weltuntergang zusteuern, reisen Rincewind, Conina und der Hut nach Klatsch. Während sich die Situation immer weiter zuspitzt, merkt Rincewind, wie viel Magier tatsächlich in ihm steckt. Das sind Tage, an denen Helden gemacht werden…

Eigene Meinung

Das ist das erste Buch von Pratchett, mit dem ich ein kleines Problem habe, falls man es Problem nennen kann. Ich verstehe die Geschichte nicht. Denn im Grunde genommen, passiert nicht wirklich viel. Sicherlich, die Geschichte hat eine schlüssige Handlung und hier und da stirbt und verliebt sich jemand, aber irgendwie plätschert die Erzählung nur dahin.

Auch sind die Charaktere diesmal nicht besonders spannend, außer vielleicht Nijel, der gerade seine Barbarenausbildung begonnen hat und mehr oder weniger gewollt in Rincewinds Abenteuer hineinschlidert. Vielleicht machen die vielen Personen dieses Buch etwas seicht. In diesem Roman tauchen sehr einige bekannte Bürger Ankh-Morporks in Nebenrollen auf. Mit ihnen unglaublich viele Botschaften und Themen. Man hat das Gefühl, dass Pratchett in diesem Roman ein ziemlich großes Motiv zu verarbeiten versucht. Entweder habe ich es nicht verstanden oder es hat an einigen Stellen nicht funktioniert.

Man kann davon ausgehen, dass es um die Vorherrschaft einer Gruppe geht, Zusammengehörigkeit und Selbsterkenntnis, Selbstüberwindung und Selbstopferung. Garantiert ist in diesen 365 noch viel mehr enthalten, aber das sind so die groben Punkte, die sich durch die Handlung ziehen.

Es fällt schwer über dieses Buch eine Rezension zu schreiben, wenn man damit nicht klar kommt. So geht es mir zumindest.

Eins kann man sicher sagen, wer etwas von Pratchett lesen möchte, sollte nicht mit diesem Buch beginnen. Es könnte den Autor in einem seltsamen Licht darstellen. Einer der besten Romane von Pratchett ist „Der Zauberhut“ auf jeden Fall nicht.


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