Umbauarbeiten

Nov
15

Nach fünf Jahren wird es endlich Zeit für ein neues Design. Das Blau hatte mir lange Zeit sehr gut gefallen, aber jetzt mag ich es nicht mehr sehen. Auch das Theme ist bereits veraltet, es muss was Neues her.

Aus diesem Grund ist jetzt ein bisschen Pause. Das neue Theme ist zwar schon ausgesucht, aber es gibt viel zum Anpassen. Deswegen bitte ich um etwas Geduld.

Sobald der neue Blog steht, geht es natürlich weiter. Es stehen Rezensionen aus. Ich habe einen Beta-Key von Amazons writeon bekommen und bin kräftig am Ausprobieren und alle Selfpublisher sollten sich den 01.01.2015 vormerken, denn die Besteuerung wird geändert. Einen sehr guten Artikel hierzu findet Ihr bei Matthias Matting von Selfpublisherbibel.de .

Seid also gespannt, bald sieht es hier anders aus.

bauarbeiten

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Amazon startet writeon

Nov
05

Es ist soweit. Amazon geht wieder einen Trippelschritt weiter und launched in der Beta sein neues Portal writeon.amazon.com. Ziel dieser Plattform soll es sein, Autoren miteinander zu verbinden, um gemeinsam an Geschichten oder Kapiteln ihrer Romane zu arbeiten. Hierzu wird dem Autor auf der Plattform eine eigene Autorenseite bereitgestellt. Mit dem Slogan „Making good stories great and great stories better” bietet das jetzige Portal anscheinend nicht viel mehr als eine Bloggerplattform, aber das wird sicherlich nicht lange so bleiben.

 

Logo amazon writeon

Laut techcrunch.com tummeln sich gerade sehr viele Indie-Autoren auf der Beta, was kaum verwunderlich ist, um Amazon kommt kein Selfpublisher herum. Wem jetzt gerade das Zusammenführen bekannt vorkommt, der wird wohl genau wie ich an Wattpad.com denken, was vollkommen einleuchtet, denn das Prinzip ist tatsächlich ähnlich. Ob ich nun Leser und Autoren, Autoren und Autoren oder eben Leser und Leser zusammenwürfele, ist eigentlich egal. Was für Funktionen writeon tatsächlich mit sich bringt, liegt noch ein bisschen im Verborgenen. Der bei techcrunch.com und anderen Blogs publizierte Code für die Beta funktioniert natürlich nicht. Man kann zwar einen beantragen, aber ob man zu den Glücklichen zählt, die dann auch mal schauen dürfen, ist sehr unwahrscheinlich. Zwar habe ich mich eingetragen, aber bisher noch keine Bestätigung erhalten. Schade!

Ich für meinen Teil bin sehr gespannt, was diese Plattform tatsächlich bieten wird und wann sie auch in Deutschland zur Verfügung steht. An Usern wird es Amazon sicherlich nicht mangeln. Ob und wie der Nutzen für Leser und Autoren aussehen wird, muss sich zeigen. Man kann durchaus gespannt bleiben.

 

Zufälle gibt’s! Wahnsinn!

Betrachtet man die Tatsache, dass WattPad.com aus Kanada kommt, müssen wir automatisch an wen oder was denken? Richtig, Kobo! Und wer ist ein Konkurrent von Amazon bzw. Kobo? Wieder richtig: Amazon und Kobo. Hölle!

Wir können ruhig davon ausgehen, dass writeon das „amazonische“ Pendant zu WattPad wird. Ich kann mir ziemlich gut vorstellen, wer in Deutschland das Rennen macht. Spannend auch die Tatsache, welcher Verlag mit Amazon zusammengehen wird, nachdem Piper bereits mit WattPad verbandelt ist. Zwar ist Amazon, laut Meinung der Verlage „Böse, böse. DAS Böse!“, den Anschluss wollen die Verleger dennoch nicht verlieren.

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ARMAGEDDON TV

Okt
21

Christian von Aster

Hal Davidson will ein Vorbild sein, Sit Hatlogg sinnt auf Rache, Poe Network braucht die Quote. Und die Welt will einen Star. In einer nicht allzufernen Zukunft ist die mediale Macht fast vollständig in der Hand von Poe Network. Auf allen Kanälen liefern sich Sportler, von Werbepausen unterbrochen, brutale Kämpfe. Doch das Volk ist dem langsam überdrüssig. Die Zuschauerzahlen sinken. Ein neues Format muss her. Für dieses neue Spiel werden noch größere Geschütze aufgefahren. Und so findet sich eine Handvoll Menschen in den unbarmherzigen Mühlen der Medienmaschinerie wieder. ARMAGEDDON TV ist grandiose Social Fiction und eine bitterböse Mediensatire auf Big Brother, Popstars und den Krieg um die Quote.

Die Welt von Hal Davidson dreht sich nur um die eine Sache: den Sport. Als Spieler der äußeren Liga möchte er es endlich in die Innere schaffen, denn nur dort verdient man das wirklich große Geld. Erst dann könnte er seiner kleinen Familie all das bieten, was das Leben schön macht und genau dafür ist er bereit, alles zu tun, was notwendig ist. Kein Wunder also, dass er das Angebot von Poe Network, das ihm von Heidrich, der rechten Hand des mächtigsten Mannes in der Fernsehbranche, gemacht wird, sofort annimmt.

Das Duell, das er gegen einen Geschädigten führen soll, so werden ehemalige Spieler genannt, die in früheren Kämpfen Gliedmaßen verloren haben, erscheint ihm zuerst unfair. Doch der Ruhm und die Aufmerksamkeit der Medien haben Davidson längst in ihren Bann gezogen. Viel zu spät merkt er, wer tatsächlich sein Gegner ist. Trotzdem sieht er sich bis zum Schluss auf der Siegerseite, auch dann noch, als seine Frau Cybill sich immer mehr von ihm distanziert und sich sogar gegen seinen Willen für Glorygirl, das Schmuddelmagazin schlechthin, auszieht. Von den Machtkämpfen, die währenddessen auf der höchsten Etage des Senders ablaufen, bekommt er nichts mit, obwohl es dabei auch um sein eigenes Leben geht.

 

Von Aster hat an alles gedacht in diesem fiktiven Roman über die Gesellschaft und ihren teilweise absurde Blüten treibenden Medienkonsum: Ein riesiges Sender-Imperium mit  gewissenlosem Boss und seinen Angestellten, die alles dafür tun, um auf der erreichten Position zu bleiben, wobei Drogen und Alkohol die kleinsten Übel sind. Eine umsatzgeile Industrie, die alles und jeden sponsert. Intrigen, Bestechung, Erpressung, Gewalt, Sex und Mord. Alles ist dabei, und am Ende kommt es, wie es kommen muss: jeder bekommt das, was er verdient.

ARMAGEDDON TV

Eigene Meinung

Eins muss man von Aster lassen, er hat bei diesem Roman wirklich an viele tolle Details gedacht. Vor allem hat er aber seinen Protagonisten und Antagonisten sehr schön ausgearbeitet. Das hat mir sehr gut gefallen. Auch der Verlauf der Geschichte war spannend, wenn auch vorhersehbar aufgebaut. Sicherlich, dieser Roman ist durch die Überspitzungen und teilweise rohe Gewalt satirisch aufgelegt. Ob das aber tatsächlich böse und gesellschaftskritisch sein soll, muss jeder Leser für sich selbst entscheiden. Zwar spricht der Autor viele Punkte an, aber der Ausgang der Geschichte ist so unglaublich nach Schema F konstruiert, das es langweilig ist. Erschreckenderweise erkennt man darin aber genau das Muster so unendlich vieler Formate, die tagtäglich auf den vielen privaten und staatlichen Sendern laufen, dass man sich fragen muss, ob man nicht bereits darauf trainiert ist, dass Geschichten genauso und nicht anders zu enden haben. Das zumindest ist einen Gedanken wert.

 

Was mich wirklich sehr auf die Palme gebracht hat, waren die unglaublich vielen Fehler in dem Text. Entweder fehlen Worte, oder es sind welche zu viel, gleiches gilt für Buchstaben und Kommas, Grammatik, etc. Falls dieser Roman tatsächlich 2011 neu überarbeitet wurde, ist vielleicht als e-Book die falsche Datei eingestellt worden. Auf jeden Fall liefert mancher Indie-Autor für 2,99 EUR einen besser korrigierten Text ab, als diesen hier. Das sage ich ausgesprochen ungern, weil ich Christian von Aster als Erzähler und Vorleser sehr schätze und wirklich jedem empfehlen kann, eine seiner Lesungen zu besuchen. Es lohnt sich!

Fazit: Ganz nett, aber nicht überragend.

 
Wer mehr über den Autor erfahren will: Hier geht es zur Autorenseite.

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wondermags.com – create publish ka-ching

Okt
19

Eine neue Idee wie man das Digital Publishing revolutionieren kann, kommt nun aus Luxemburg und richtet sich nicht nur an die Profis, sondern an Blogger und alle diejenigen, die im Web ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Wer im Geld verdienen möchte, muss nicht nur gefragte Inhalte und Waren anbieten, sondern diese professionell präsentieren und genau an diesem Punkt setzt wondermags an.

 

wondermags – wieder eine neue Self-Publishing-Plattform?

Jepp! Genau das ist wondermags. So zumindest beschreiben es die Macher Stojan Rudan und Dennis Hering. Die Idee ist simpel und ziemlich genial. wondermags stellt den Usern eine Plattform zur Verfügung, in der man die eigenen Inhalte zu einem hervorragenden eMagazin gestalten kann, ohne zwingend über umfangreiche Kenntnisse zu CMS oder anderen Web-Apps zu verfügen. Hierzu werden Vorlagen für die eMags bereitgestellt, die man noch nach eigenem Bedarf und Geschmack editieren kann. Dies soll allerdings noch nicht alles sein. Neben der Möglichkeit einer professionell aussehenden Publikation bringt Wondermags auch gleich ein vollständig eingebettetes Affilate-Programm und Verkaufssystem, den wondermags Kiosk, mit. Also eigentlich alles, was man also Self-Publisher braucht.

 

Ein cleveres Prinzip in Zeiten des Self-Publishing

Nachdem die großen Verlage hauptsächlich damit beschäftigt sind, aus dem Trend des Self-Publishing irgendwie Profit zu schlagen, indem sie Portale wie neobooks.com aus dem Boden stampfen, eine Academy für angehende Schriftsteller anbieten wie Bastei Lübbe oder aber gleich Kooperationen mit bereits bestehenden großen Portalen eingehen wie Piper und wattpad.com, bewegen sich wondermags in eine ganz andere Richtung. Hier scheint es nicht um das Publizieren von Büchern zu gehen, sondern tatsächlich um die Ursprungsform eines Magazins. Berichte, Reportagen und Artikelsammlungen sollen auf diesem Self-Publishing-Portal zu einem individuellen eMagazin zusammengestellt werden, das nicht als PDF sondern als „echte Website“ veröffentlicht wird.

wondermags.com

 

Wer ist die Zielgruppe?

Die meisten Self-Publisher sind Einzelkämpfer, d.h. sie sind Journalist, Redakteur, Verlag, Marketing und Vertrieb in einer Person. Nicht nur das Aneignen von unglaublich viel Wissen kostet Zeit, sondern auch das Umsetzen. Nicht anders geht es denjenigen, die themenspezifische Portale zu Reisen, Sport, Musik, Vereinen oder anderen Hobbies betreiben.

Genau hier scheint wondermags potentielle Kunden zu sehen. Mit ihrem Angebot bringen sie alles mit, was man benötigt, um möglichst schnell mit den eigenen Inhalten Profit zu erwirtschaften, ohne sich alle Kenntnisse zu Webdesign, Bestellsysteme, Affiliate etc. aneignen zu müssen.

 

Wer verdient wann bei wondermags?

Jedes Mal wenn ein eMagazin über den Kiosk verkauft wird und danach eine Werbeanzeige angeklickt (genauer ist es nicht beschrieben) wird, die in dem eMagazin erscheint, verdienen die Herausgeber des entsprechenden eMags Geld. Viel mehr erfährt man an dieser Stelle noch nicht, da die Testphase erst Oktober startete bzw. startet.

Momentan wirbt wondermags mit dem Ausdruck “Ka-ching!” (musste spontan an den Song von Shania Twain denken) und dieses Geräusch werden die Macher auch jedes Mal selbst hören, wenn User tatsächlich Magazine in ihrem Kiosk einstellen und verkaufen. Ich kann mir vorstellen, dass hier dasselbe Prinzip wie bei amazon und allen anderen Anbietern dahintersteckt, sprich: wondermags verdienen an jedem Verkauf mit. Hinzukommen selbstverständlich die Werbeanzeigen. Hier kann man ebenfalls davon ausgehen, dass wondermags nicht nur an den Klicks und Weiterleitungen an die Werbetreibenden verdient, sondern sogar an den Platzierungen in den Magazinen und ggf. auch an daraus resultierenden Sales. Das ist allerdings alles Spekulation meinerseits.

 
Beta Testphase läuft ab Oktober

Das Projekt befindet sich wie bereits erwähnt in der Testphase und es werden noch Beta-Tester gesucht. Unter wondermags.com kann man sich bei Interesse bewerben. Wie das Portal und das Publishing funktionieren, wird sich zeigen. Zumindest gibt es einen weiteren Anbieter, der in diesem Bereich einen neuen und anderen Weg ausprobiert. Wir werden sehen, was daraus wird.

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Rainer Maria Rilke

Okt
15

Gunter Martens und Annemarie Post-Martens

Rainer Maria Rilke wurde zu dem Lyriker, der „das deutsche Gedicht zum ersten Mal vollkommen gemacht hat“, urteilte Robert Musli. Dieses Buch geht den Voraussetzungen und Bedingungen von Rilkes Entwicklung zum außerordentlichen Dichter nach und spürt in Biographie und Zeitgeschichte die Faktoren auf, die den Autor geprägt haben.

Geboren wurde er als René Karl Wilhelm Johann Josef Maria Rilke und genau da beginnt auch dieses kleine Buch über das Leben und die Erlebnisse des Lyrikers. Sicherlich ist es nicht umfangreich genug, um seine alle Werke erklären, die im Laufe der Zeit entstanden sind, aber dennoch bietet es einen guten Überblick über das Schaffen und die einzelnen Phasen im Leben dieses Künstlers. Auch gibt es Orientierungspunkte welche Einflüsse, Freundschaften, Beziehungen und Erlebnisse prägend für seine Gedichte waren.

Rainer Maria Rilke
Mit zahlreichen Bildern und kurzen, aber aussagekräftigen Beschreibungen schildern Martens und Post-Martens die Lebensabschnitte Rilkes, beschreiben wann welches Buch entstanden ist und vor allem unter welchen Voraussetzungen. Sehr schön gemacht ist auch die Zeitskala, die am oberen Rand fast jeder Seite mitläuft, so dass man gleich weiß, in welchem Jahr was passiert ist. Eine wirklich schöne Idee des Verlages. Als interessierter Leser erfährt man, wer die Lebensgefährtinnen Rilkes waren und es waren nicht wenige, wer ihn finanziell unterstützt hat und welche Länder er bereist hat.

Wer tatsächlich ausführliche Informationen zu bestimmten Phasen, Werken oder Personen aus dem Leben Rilkes sucht, wird mit diesem Buch nicht zufrieden sein. Es ist wirklich für einen Überblick gedacht. Für Kenner also zu oberflächlich.



Eigene Meinung

Bei diesem Buch muss man gleich von vorneherein entscheiden, warum man es lesen möchte. Mir ging es in erster Linie darum, einen Blick auf die Entstehungsgeschichte von Rilkes Werke zu werfen, ohne gleich einen ganzen Wälzer lesen oder ein Studium absolvieren zu müssen. Genau dafür ist es auch perfekt geeignet.

Gelesen wird von Rilke auf jeden Fall das Stundenbuch, wahrscheinlich beide Teile.

„Ich will immer warnen und wehren: Bleibt fern.
Die Dinge singen hör ich so gern.
Ihr rührt sie an: sie sind starr und stumm.
Ihr bringt mir alle die Dinge um.“

„Wenn wir immerfort im Lieben unzulänglich, im Entschließen unsicher und dem Tode gegenüber unfähig sind, wie ist es möglich, da zu sein?“

„Der Mensch hat sich einen Himmel, ein Paradies erfunden, die christliche Religion hat diese Vision ins <Jenseits> befördert und den Tod als Grenze gesetzt.“

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