Diese Bücher muss man wohl lesen

Jun
30

Vor drei Jahren habe ich mir vorgenommen, meine Literatur-Bildungslücken nach und nach zu schließen, d.h. jedes Jahr sind mind. zwei Werke der Weltliteratur zu lesen oder zumindest Bücher berühmter und anscheinend lesenswerter Autoren. Letztes Jahr war z.B. „Der kleine Prinz“ dabei (ja, für diese Bildungslücke habe ich mich auch wirklich geschämt), dieses Jahr habe ich bereits Schiller und Goethe zwischen den Fingern gehabt.

Früher oder später googelt man nach „Bücher, die man gelesen haben sollte“. Zumindest habe ich das jetzt getan und dabei drei interessante Listen gefunden. Die eine ist von literaturtipps.de, die andere von 100-beste-bestseller-buecher.de – eine dritte habe ich von buchjunkie aus dem Jahr 2004 (diese soll aus “Unsere Besten – die Lieblingsbücher der Deutschen” einer Sendung des ZDFs stammen. Das erklärt auch die vielen Harrys in der Liste). Alle drei finde ich sehr spannend und auch wenn die Idee schon älter ist, wollte ich mal schauen welche Bücher

  • ich bereits gelesen habe [gelesen],
  • noch lesen werde bzw. angefangen habe [wird noch gelesen/angefangen],
  • ich auf gar keinen Fall lesen werde [nein, danke, weil…].

Natürlich ist diese Liste meine heutige Sicht der Dinge, wenn es um die [nein, danke, weil…]-Bücher geht. Sowas kann sich im Laufe der Zeit ändern, aber in fünf Jahren kann man sie noch einmal anschauen. Diese Liste ist länger, als man denkt, vor allem, wenn man sich noch die Bücher rauspicken will, die für einen selbst lesenswert erscheinen, aber seht selbst und lasst Eure Meinung da.

 

Hier also die vor 10 Jahren aktuelle Bücherliste der Deutschen – Top 100 :

1. Der Herr der Ringe, JRR Tolkien [nein, danke, weil bereits die Filme gesehen]

2. Die Bibel [wird noch gelesen /angefangen]

3. Die Säulen der Erde, Ken Follett [gelesen]

4. Das Parfum, Patrick Süskind [gelesen]

5. Der kleine Prinz, Antoine de Saint-Exupéry [gelesen]

6. Buddenbrooks, Thomas Mann [nein, danke, weil noch zu jung dafür]

7. Der Medicus, Noah Gordon [nein, danke, weil bereits den Film gesehen]

8. Der Alchimist, Paulo Coelho [wird noch gelesen /angefangen]

9. Harry Potter und der Stein der Weisen, JK Rowling [gelesen]

10. Die Päpstin, Donna W. Cross [nein, danke, weil irgendwie nicht interessant]

11. Tintenherz, Cornelia Funke [nein, danke, weil bereits den Film gesehen]

12. Feuer und Stein, Diana Gabaldon [nein, danke, weil irgendwie zu kitschig]

13. Das Geisterhaus, Isabel Allende [gelesen]

14. Der Vorleser, Bernhard Schlink [wird noch gelesen /angefangen]

15. Faust. Der Tragödie erster Teil, Johann Wolfgang von Goethe [gelesen]

16. Der Schatten des Windes, Carlos Ruiz Zafón [nein, danke, klingt wie „schon einmal gelesen“]

17. Stolz und Vorurteil, Jane Austen [wird noch gelesen /angefangen]

18. Der Name der Rose, Umberto Eco [wird noch gelesen /angefangen]

19. Illuminati, Dan Brown [nein, danke, weil bereits den Film gesehen]

20. Effi Briest, Theodor Fontane [wird noch gelesen /angefangen]

21. Harry Potter und der Orden des Phönix, JK Rowling [gelesen]

22. Der Zauberberg, Thomas Mann [wird noch gelesen /angefangen]

23. Vom Winde verweht, Margaret Mitchell [nein, danke, weil ich MUSS den Film sehen. Wehre mich aber beharrlich.]

24. Siddharta, Hermann Hesse [wird noch gelesen /angefangen]

25. Die Entdeckung des Himmels, Harry Mulisch [nein, danke, mit dem Thema kann ich momentan nix anfangen]

26. Die unendliche Geschichte, Michael Ende [gelesen]

27. Das verborgene Wort, Ulla Hahn [wird noch gelesen /angefangen]

28. Die Asche meiner Mutter, Frank McCourt [nein, danke, weil irgendwie nicht interessant]

29. Narziss und Goldmund, Hermann Hesse [nein, danke, weil irgendwie nicht interessant]

30. Die Nebel von Avalon, Marion Zimmer Bradley [wird noch gelesen /angefangen]

31. Deutschstunde, Siegfried Lenz [nein, danke, weil bereits so viel über diese Zeit gelesen]

32. Die Glut, Sándor Márai [nein, danke, weil irgendwie nicht interessant]

33. Homo faber, Max Frisch [wird noch gelesen /angefangen]

34. Die Entdeckung der Langsamkeit, Sten Nadolny [nein, danke, weil ich Seefahrerromane nicht mag]

35. Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins, Milan Kundera [wird noch gelesen /angefangen]

36. Hundert Jahre Einsamkeit, Gabriel Garcia Márquez Nadolny [nein, danke, weil es ein bisschen nach „Das Geisterhaus“ klingt]

37. Owen Meany, John Irving [nein, danke, weil ich noch zu jung dafür bin. Glaube ich.]

38. Sofies Welt, Jostein Gaarder [wird noch gelesen /angefangen]

39. Per Anhalter durch die Galaxis, Douglas Adams [gelesen]

40. Die Wand, Marlen Haushofer [wird noch gelesen /angefangen]

41. Gottes Werk und Teufels Beitrag, John Irving [wird noch gelesen/angefangen]

42. Die Liebe in den Zeiten der Cholera, Gabriel Garcia Márquez [nein, danke, weil ich noch zu jung dafür bin. Glaube ich.]

43. Der Stechlin, Theodor Fontane [nein, danke, weil ich mit dem Thema nix anfangen kann.]

44. Der Steppenwolf, Hermann Hesse [nein, danke, weil ich mit dem Thema nix anfangen kann.]

45. Wer die Nachtigall stört, Harper Lee [nein, danke, weil ich mit dem Thema nix anfangen kann.]

46. Joseph und seine Brüder, Thomas Mann [nein, danke, weil ich mit dem Thema nix anfangen kann.]

47. Der Laden, Erwin Strittmatter [nein, danke, weil ich noch zu jung dafür bin. Glaube ich.]

48. Die Blechtrommel, Günter Grass [wird noch gelesen /angefangen]

49. Im Westen nichts Neues, Erich Maria Remarque [gelesen]

50. Der Schwarm, Frank Schätzing [nein, danke, weil das Thema nicht interessant ist.]

51. Wie ein einziger Tag, Nicholas Sparks [nein, danke, weil es irgendwie kitschig klingt.]

52. Harry Potter und der Gefangene von Askaban, JK Rowling [gelesen]

53. Momo, Michael Ende [nein, danke, weil ich den Film zu oft gesehen habe und das Theaterstück usw. und so fort.]

54. Jahrestage, Uwe Johnson [nein, danke, weil es sich furchtbar langweilig anliest.]

55. Traumfänger, Marlo Morgan [nein, danke, weil ich noch zu jung dafür bin. Glaube ich.]

56. Der Fänger im Roggen, Jerome David Salinger [wird noch gelesen /angefangen]

57. Sakrileg, Dan Brown [gelesen]

58. Krabat, Otfried Preußler [nein, danke, weil bereits den Film gesehen]

59. Pippi Langstrumpf, Astrid Lindgren [gelesen]

60. Wüstenblume, Waris Dirie Will [gelesen]

61. Geh, wohin dein Herz dich trägt, Susanna Tamaro [nein, danke, weil es irgendwie kitschig klingt.]

62. Hannas Töchter, Marianne Fredriksson [nein, danke, weil es irgendwie kitschig klingt.]

63. Mittsommermord, Henning Mankell [nein, danke, weil das Thema nicht interessant ist.]

64. Die Rückkehr des Tanzlehrers, Henning Mankell [nein, danke, weil das Thema nicht interessant ist.]

65. Das Hotel New Hampshire, John Irving [wird noch gelesen /angefangen]

66. Krieg und Frieden, Leo N. Tolstoi [gelesen]

67. Das Glasperlenspiel, Hermann Hesse [nein, danke, weil ich noch zu jung dafür bin. Glaube ich.]

68. Die Muschelsucher, Rosamunde Pilcher [nein, danke, weil es irgendwie kitschig klingt.]

69. Harry Potter und der Feuerkelch, JK Rowling [gelesen]

70. Tagebuch, Anne Frank [nein, danke, weil ich den Film zu oft gesehen habe und das Theaterstück usw. und so fort.]

71. Salz auf unserer Haut, Benoîte Groult [nein, danke, weil es irgendwie kitschig klingt.]

72. Jauche und Levkojen, Christine Brückner [nein, danke, weil zu lang!]

73. Die Korrekturen, Jonathan Franzen [wird noch gelesen /angefangen]

74. Die weiße Massai, Corinne Hofmann [nein, danke, weil ich mit Afrika überhaupt nix anfangen kann.]

75. Was ich liebte, Siri Hustvedt [nein, danke, weil ich noch zu jung dafür bin. Glaube ich.]

76. Die dreizehn Leben des Käpt’n Blaubär, Walter Moers [wird noch gelesen /angefangen]

77. Das Lächeln der Fortuna, Rebecca Gablé [wird noch gelesen /angefangen]

78. Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran, Eric-Emmanuel Schmitt [wird gelesen/angefangen]

79. Winnetou, Karl May [nein, danke, weil mir die Filme schon nicht gefallen haben.]

80. Désirée, Annemarie Selinko [wird noch gelesen/angefangen]

81. Nirgendwo in Afrika, Stefanie Zweig [nein, danke, weil ich mit Afrika überhaupt nix anfangen kann.]

82. Garp und wie er die Welt sah, John Irving [wird noch gelesen /angefangen]

83. Die Sturmhöhe, Emily Brontë [nein, danke, weil das Thema nicht interessant ist.]

84. P.S. Ich liebe Dich, Cecilia Ahern [nein, danke, weil mir der Film schon nicht gefallen hat.]

85. 1984, George Orwell [wird noch gelesen /angefangen]

86. Mondscheintarif, Ildiko von Kürthy [wird noch gelesen /angefangen]

87. Paula, Isabel Allende [nein, danke, weil ich mit dem Thema überhaupt nix anfangen kann.]

88. Solange du da bist, Marc Levy [nein, danke, weil es irgendwie kitschig klingt.]

89. Es muss nicht immer Kaviar sein, Johanns Mario Simmel [nein, danke, weil ich mit dem Thema überhaupt nix anfangen kann.]

90. Veronika beschließt zu sterben, Paulo Coelho [wird noch gelesen /angefangen]

91. Der Chronist der Winde, Henning Mankell [gelesen]

92. Der Meister und Margarita, Michail Bulgakow [wird noch gelesen /angefangen]

93. Schachnovelle, Stefan Zweig [nein, danke, weil ich mit dem Thema überhaupt nix anfangen kann.]

94. Tadellöser & Wolff, Walter Kempowski [nein, danke, weil ich mit dem Thema überhaupt nix anfangen kann.]

95. Anna Karenina, Leo N. Tolstoi [nein, danke, weil mir Krieg und Frieden bereits gereicht hat.]

96. Schuld und Sühne, Fjodor Dostojewski ? [wird gelesen/angefangen]

97. Der Graf von Monte Christo, Alexandre Dumas [nein, danke, weil wieder irgendwas mit Seefahrer.]

98. Der Puppenspieler, Tanja Kinkel [wird gelesen/angefangen]

99. Jane Eyre, Charlotte Brontë [wird gelesen/angefangen]

100. Rote Sonne, schwarzes Land, Barbara Wood [nein, danke, weil ich mit Afrika überhaupt nix anfangen kann.]

 

Fazit:

Von diesen 100 Büchern habe ich gerade einmal 17 gelesen. Aus dieser Liste werde ich wohl 52 Bücher aus den unterschiedlichsten Gründen gar nicht lesen. Das ist auf der einen Seite erschreckend, beim Anblick meines SuBs aber doch wieder beruhigend. Dann bleiben also noch 31 Bücher, die wohl lesenswert sind. Die anderen Listen schaue ich gar nicht erst an. Auf der einen steht Das Dekameron ganz weit oben. Das schiebe ich seit ca. sieben Jahren vor mir her. Zumindest ist es schon auf dem SuB.

Und Ihr so? Wie sähe die Liste bei Euch aus?

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Die Känguru-Offenbarung

Jun
29

Die Känguru-Offenbarung
Marc-Uwe Kling

Das Känguru und der Kleinkünstler verfolgen den mysteriösen Pinguin um die halbe Welt. Wir es ihnen gelingen, den bösartig-bourgeoisen Weltverschlechterungsplan des falschen Vogels zu durchkreuzen?

Das Känguru taucht aus dem Untergrund wieder auf und gemeinsam mit Marc-Uwe macht es sich auf, die Pläne des Pinguins zu stoppen. Doch wo soll man anfangen den verschwundenen Nachbarn zu suchen? Mit einem Passfoto bewaffnet, das sie bei einer Party klauen, machen sich das Beuteltier und der Kleinkünstler auf den Weg und landen auf Verlagskosten in Amerika.

Im dritten Teil zieht Kling nicht nur den gesellschaftlichen Wahnsinn durch den Kakao, sondern auch die Unterhaltungsindustrie. Aus der Wanderhure wird die Wunderhure, Rammstein, Backstreetboys, Badman, Herr der Ringe, Alien und viele andere kriegen ordentlich ihr Fett weg. Und was tatsächlich hinter den Plänen des Pinguins steckt, wird für die beiden Verfolger zu einem großen Abenteuer. Welch ein Glück, dass es heute für so ziemlich alles eine App gibt und an jeder Ecke ein Nanu Nana, Nordsee und eine geschlossene Schleckerfiliale zu finden sind.

Trotzdem verlangt Kling in diesem Teil seinen Lesern und Zuhörern einiges ab. Viele Passagen sind in Englisch. Obwohl es sich nie um komplizierte Texte handelt, ist es ihm gelungen genügend Witz in die Situationen zu bringen, sodass es immer verständlich bleibt. Nichtsdestotrotz auch das dritte Hörbuch ist unterhaltsam und kurzweilig, wenn auch nicht ganz so grandios wie die ersten beiden. Es ist auch diesmal hervorragend gelesen und damit ein Hörvergnügen.


Eigene Meinung

Wie schon erwähnt, die ersten beiden Bücher waren tatsächlich um einiges besser, was nicht heißen soll, das das dritte schlecht ist. Die Messlatte hatte Kling mit dem ersten Buch bereits unheimlich hoch gesetzt. Trotzdem sind auch in diesem Teil viele interessante Ideen von Marc-Uwe Kling sehr schön verarbeitet worden. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Politik gar nicht so im Vordergrund steht, sondern viel mehr die Konsum- und Dienstleistungsgesellschaft humoristisch hinterfragt wird. Vielleicht ist das auch der Grund, warum dieser Teil als „schwächer“ angesehen wird, er kann zu nahe an der Realität sein. Wer bekommt denn gerne den Spiegel so sehr vor die Nase gehalten? Man muss auch wesentlich aufmerksamer hinhören, um tatsächlich jeden Witz mitzubekommen.

Etwas misslungen ist aus meiner Sicht der Anhang. Den hätte Kling sich wirklich sparen können, aber das ist sicherlich Geschmackssache. Die Känguru-Fans kommen in jeder Hinsicht auf ihre Kosten. Schöner Abschluss der Trilogie. Man kann gespannt sein, was Marc-Uwe Kling als nächstes Projekt angehen wird.

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Interview mit den Machern von Liber Laetitia

Jun
09

Im Dezember 2013 ist unter http://liber-laetitia.de das gleichnamige Portal Liber Laetitia – Bücher nach meinem Geschmack online gegangen, das Indie-Autoren verschiedene Optionen bietet, sich und die eigenen Bücher im Internet und dem zeitintensiven Social Media professionell zu präsenteren und so den eigenen Bekanntheitsgrad zu erhöhen.

Frauke, Tristan und Stefanie von B2N Social Media Services, die dieses Projekt ins Leben gerufen haben, waren bereit mir einige neugierige Fragen zu beantworten und ich freue mich sehr, das Interview hier zu präsentieren.

 

liber laetitia

 

Wie ist diese Idee entstanden, was war der Grundgedanke?

Frauke: Ich habe für Bookrix zwei Gastartikel darüber geschrieben, wie gerade Indie-Autoren und Selfpublisher davon profitieren können, wenn sie Social Media nutzen. In einem Kommentar wurde die Frage gestellt, welche Möglichkeiten ein Autor hat z.B. ein Blog einzurichten, wenn er ein Pseudonym nutzt und seinen realen Namen nicht in das Impressum setzen möchte. Daraus entstand die erste Idee, Autoren zu helfen, sich zu präsentieren, ohne mehr als ihr Pseudonym preisgeben zu müssen. Diese Idee haben wir dann noch weiter ausgearbeitet, bis Liber Laetitia entstand.

 

Worauf habt Ihr Euch genau spezialisiert?

Wir möchten Autoren die Möglichkeit geben, sich selbst und ihre Bücher im Social Web vorzustellen, ohne dass sie sich selbst intensiv mit Social Media und den verschiedenen Plattformen auseinandersetzen, viel Zeit investieren oder ihren Realnamen, also ihren tatsächlichen Namen, bekannt machen müssen. Die Autoren schreiben Artikel, die wir veröffentlichen und verbreiten. So können ihre Leser mehr über sie erfahren und neue Leser auf sie aufmerksam werden.

Wir richten uns ganz klar nicht nur an Indie-Autoren und Selfpublisher, sondern auch an Autoren, die in einem Verlag untergekommen sind und sich selbst bekannter machen wollen.

 

Für wen ist Liber Laetitia besonders interessant?

Für Autoren, die sich und ihre Bücher zwar gerne in verschiedenen sozialen Netzwerken vorstellen wollen, aber keine Zeit haben sich komplett selbst um einen solchen Auftritt zu kümmern oder sich überhaupt erst einzuarbeiten. Und auch Autoren, die nur unter einem Pseudonym veröffentlicht haben und ihren Realnamen nicht mit ihren Büchern in Verbindung gebracht sehen wollen.

Grundsätzlich ist Liber Laetitia für all diejenigen interessant, die noch keinen Auftritt im Internet haben oder diesen breiter fächern wollen.

 

In Eurem Angebot ist auch der Kauf einer Rezension möglich. Was genau bekomme ich da für mein Geld?

Wer eine Rezension bei Liber Laetitia kauft, bekommt eine ehrliche Rezension zu seinem Buch. Es ist uns sehr wichtig, deutlich zu machen, dass man bei uns keine gute Rezension kaufen kann. Wir bewerten Bücher so, wie wir sie beim Lesen empfinden, und schönen unsere Meinung nicht. Wir halten Rezensionen dabei natürlich sachlich, denn ein Verriss hilft keinem weiter.

Uns ist es auch wichtig, dass ein Autor nicht zu lange auf eine Rezension warten muss. Und wir optimieren auch die Rezensionen für Suchmaschinen, damit sie schneller und besser gefunden werden.

Frauke: Über mein privates Blog habe ich ja schon viel Erfahrung im Bereich Rezension gesammelt und im Austausch mit den jeweiligen Autoren erfahren, welche Punkte ihnen besonders wichtig sind. Das hilft uns jetzt natürlich sehr, wenn wir Rezensionen für Liber Laetitia schreiben.

Wie alle Blogartikel auf Liber Laetitia bekommen die Rezensionen eine professionelle Vermarktung, sprich neben der Suchmaschinenoptimierung werden sie mehrfach über alle angeschlossenen Social-Media-Kanäle verbreitet.

 

Wenn man als Autor sein erstes Buch publiziert, dreht man jeden Cent mehrmals um. Gibt es auch ein Starter-Kit?

Wir arbeiten gerade daran, Liber Laetitia für unsere Leser noch attraktiver zu gestalten, wobei wir auch unser Leistungsangebot ausweiten werden. Während dieser Phase bieten wir alle Mitgliedschaften mit doppelter Dauer an, sprich der Autor bekommt sechs Monate, in denen er auf Liber Laetitia bloggen kann, bezahlt aber nur drei.

Es lohnt sich natürlich deutlich mehr, langfristig dabei zu sein, statt nur einmal einen Artikel zu schreiben und danach nichts mehr von sich hören zu lassen. Die großen Mitgliedschafts-Pakete sind da runtergerechnet wieder günstiger als die kleinen.

 

Welchen Vorteil bringt mir eine Mitgliedschaft bei Liber Laetitia?

Der Vorteil für die teilnehmenden Autoren ist, dass sie nur Blogartikel über sich und ihre Bücher schreiben und wir alle anderen Aufgaben übernehmen. Mehr Zeit oder Know-How ist nicht nötig, denn wir übernehmen alles andere. Dazu gehört, dass wir die Artikel nach SEO-Gesichtspunkten aufarbeiten, damit diese besser in Suchmaschinen gefunden werden, und sie über Twitter, Facebook und Google+ weiter verbreiten. Wir übernehmen dabei auch die technische Seite wie die regelmäßige Aktualisierung der Blogsoftware und dem Anpassen an die aktuellen Trends in den verschiedenen Netzwerken sowie an die rechtlichen Bedingungen. Und natürlich wird auch die Kaufmöglichkeit des jeweiligen Buches verlinkt, damit der interessierte Leser das Buch so unkompliziert wie möglich erwerben kann.

Der Autor bekommt also eine optimierte und rechtliche sichere Verbreitung seiner Bücher im sozialen Netz, ohne sich selbst um alles kümmern zu müssen.

Ein Autorenprofil ist eine statische Seite auf Liber Laetitia, wo der Autor sich vorstellen kann und auf der seine Artikel verlinkt werden. Dieses Autorenprofil wird direkt über dem Menü zu finden sein.

 

Wer sind die Leser von Liber Laetitia?

Die Leser von Liber Laetitia sind neben Leseratten und Bücherfreunde auch andere Autoren, die sich für unsere Themen interessieren. Die Altersgruppe der meisten Leser liegt zwischen 25 und 45, aber es gibt natürlich auch jüngere und ältere. Es sind ein paar mehr Frauen als Männer dabei, aber es ist relativ ausgeglichen.

 

Für Euer Portal sucht Ihr Rezensenten. Welche Erfahrungen oder welche Voraussetzungen muss jemand mitbringen, damit er für Liber Laetitia schreiben kann?

Unsere Anforderung an Rezensenten ist, dass sie eine ehrliche und sachliche Rezension schreiben. Mit einem Rezensenten, der reißerische Kritiken schreibt würden wir nicht zusammen arbeiten. Stattdessen sollte ein Rezensent anhand einzelner Beispiele aufzeigen können, wie seine Meinung über ein Buch entstanden ist, und deutlich machen, dass seine Rezension keine absolut Wahrheit, sondern eben sein individueller Eindruck ist.

Rezensionen sind bei uns nicht kostenlos, da wir wissen, dass das Schreiben einer hochwertigen Rezension bei aller Freude am Lesen wirkliche Arbeit ist. Möchte ein Rezensent jedoch keine Bezahlung, stecken wir uns das Geld keineswegs in die eigene Tasche, sondern spenden es an einen wohltätigen Zweck, den sich der Rezensent aussuchen kann.

 

Ich bedanke mich sehr für die Beantwortung meiner Fragen und wer jetzt etwas mehr erfahren will, besucht am besten Liber Laetitia oder die Facebookseite. Es gibt einiges zu entdecken.

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Silber – Das erste Buch der Träume

Jun
03

Kerstin Gier

Zögernd sah ich mich um. Ich war in einem Korridor gelandet, einem schier unendlich langen, mit zahllosen Türen rechts und links. Die Tür, durch die ich gekommen war, hatte einen Anstrich aus sattem Grün, dunkle, altmodische Metallbeschläge, einen Briefschlitz aus dem gleichen Material und einen hübschen Messing-Türknauf in Form einer gekrümmten Eidechse…

Als Liv und ihre jüngere Schwester im Flieger sitzen, freuen sie sich riesig auf ihr neues Zuhause in England, ein altes Cottage. Kein Wunder also das die Enttäuschung groß ist, als ihre Mutter ihnen am Flughafen eröffnet, dass daraus nichts wird und sie gemeinsam mit ihrem Kindermädchen Lotti und dem Hund Butter in einer kitschig eingerichteten Wohnung in London wohnen werden. Hier lernen sie auch den neuen Lebensgefährten ihrer Mutter kennen. Er heißt Ernest Spencer, hat ne Glatze und zu allem Überfluss zwei eigene Kinder. Welch seltsamer Zufall, dass ausgerechnet Ernests Sohn Grayson zu den beliebtesten Jungs an der Frognal Academy gehört, der Schule an der nun auch Liv und Mia eingeschrieben sind. Viel seltsamer wird es allerdings, als Livs und Mias Mutter ihnen beim ersten gemeinsamen Essen mit den Spencers mitteilt, dass sie allesamt zusammenziehen werden. Als wäre das nicht schlimm genug, findet sich Liv plötzlich in den Träumen von Grayson und seinen Freunden wieder und die sind so real, dass man sie für echt halten könnte. Das ist zwar sehr verwirrend, aber nun interessieren sich plötzlich die vier begehrtesten Jungs der Frognal Academy für Liv und sie wissen Dinge, die sie gar nicht wissen können. Denn schließlich hatte sie das doch nur geträumt oder? Und was hat es eigentlich mit diesem Tittle-Tattle Blog auf sich, in dem alle Geheimnisse der Schüler gelüftet werden?

 

Silber – das erste Buch der Träume
Kerstin Gier hat mit diesem Buch wieder einmal einen schönen ersten Teil zu ihrer neuen Trilogie abgeliefert. Zwar ist der Anfang ein bisschen zäh und die Handlung scheint wie bereits bei der Edelstein-Trilogie sehr seicht und simpel, doch so ab Seite 100 entwickelt sich die Geschichte richtig gut. Auch hat sich Gier bei dieser neuen Reihe etwas Neues einfallen lassen. Lediglich ihre Protagonistinnen haben kleine Gemeinsamkeiten mit der Edelstein-Trilogie, aber das sei ihr verziehen. Spannend hingegen bleibt bis zum Schluss, wer eigentlich der Gute und der Böse ist. Das ist wirklich hervorragend eingefädelt. Bei dem leichten Schreibstil sieht man gleich, dass es sich um einen Jugendroman handelt, aber das tut dem Unterhaltungswert keinen Abbruch. Auch diesmal ist das Buch mit schönen Zeichnungen geschmückt. Hier macht Print noch wirklich Spaß!

 

Eigene Meinung

Auf den ersten Seiten waren mir die beiden Schwestern Liv und Mia nicht wirklich sympathisch, die Mutter und das Kindermädchen Lotti viel zu überspitzt dargestellt und die Handlung zu flach. Doch wie bereits erwähnt: ab Seite 100 wird es deutlich besser und die Charaktere müssen genau so sein wie sie sind. Denn ab da, geht die Story um Liv, die so realen Träume und die vier Jungs erst so richtig los und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Liv wundert sich, warum ihr kommender Stiefbruder sie mit aller Gewalt von seinen Freunden und deren Geheimnissen fernhalten will. Doch genau das weckt erst recht ihre Neugier. Kein Wunder, dass die fast 16-Jährige in einem mystischen Abenteuer landet, das ihr im wahrsten Sinne des Wortes den Schlaf raubt und den Leser fesselt.

Kerstin Gier hat es auch diesmal geschafft eine gut durchdachte Geschichte zu präsentieren, die zwar für Jugendliche gedacht ist, in ihren Verstrickungen und Wendungen aber auch Erwachsene fesseln kann. Trotzdem hat die Story für mich eine klitzekleine Schwäche, denn eine Sache würde ein taffes Mädchen trotz allem nicht so leicht irgendwelchen Jungs preisgeben. Nichtsdestotrotz absolut unterhaltsam, spannend und lesenswert. Ich bin gespannt auf den nächsten Teil, der bereits diesen Monat erscheinen wird.

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Fragen an O’Connell Press

Mai
31

O'Connell Press - Logo kleinIm Oktober 2013 haben Susanne und Sean O’Connell unter http://oconnellpress.de den O’Connell Press Verlag gegründet. Mit dem Erscheinen ihrer Anthologie „Exotische Welten“ präsentieren sie den Lesern ein interessantes E-Book und haben Zeit gefunden, einige meiner neugierigen Fragen zu beantworten, die ich im Zusammenhang mit Verlagsgründung und Publikation hatte.

 

Ihr publiziert schon seit einer ganzen Weile Texte und Bücher. Was war der ausschlaggebende Punkt einen eigenen Verlag zu gründen?
Sean: Der Gedanke spukte eigentlich schon seit Jahren in unseren Köpfen herum, aber, wie das nun mal so ist, nie haben wir den entscheidenden Schritt unternommen. Ich glaube aber nicht, dass die Verlagsgründung der Tatsache geschuldet ist, dass wir beide Autoren sind. Zumindest haben wir keine Probleme damit, unsere Texte bei diversen Verlagen zu veröffentlichen. Aber ein eigener Verlag gibt uns absolute künstlerische Kontrolle über das jeweilige Produkt.

Susanne: Wenn dann noch hinzukommt, dass du dich manchmal eingeengt fühlst, weil viele „etablierte Verlage“ in sehr engen Mustern denken, dann ist der Schritt zur Verlagsgründung nur noch ein kleiner. Vor allem aber reizt es uns, dass wir nun unsere eigenen Ideen verwirklichen können.

 

Wenn Ihr ganz spontan erklären müsst, was Euren Verlag von anderen unterscheidet, wie lautet Eure Antwort?
Susanne: Gehobene Qualität im Nischen-Kleinverlag und das Handeln „pro Autor“, will heißen: Wir legen sehr viel Wert auf ein fundiertes Lektorat und Korrektorat sowie auf das Miteinander bzw. die Begegnung auf Augenhöhe mit dem jeweiligen Autor/der jeweiligen Autorin.

 

Zu Eurem Programm gehört Science Fiction, Historical Fantasy und Thriller. Eine interessante Mischung. Wie kam es dazu?
Sean: Das, und Fantasy, Steampunk, Horror und vielleicht auch noch ein paar andere Genresachen, wenn wir die Zeit haben das umzusetzen, was wir so im Kopf haben. Das sind die Genres, in denen wir uns auskennen.

Susanne: Wir möchten fernab aller Zwänge, die wir von Großverlagen kennen, gute Geschichten verlegen. Nahezu alles, was sich unter dem Dach der Phantastik tummelt, ist uns da willkommen – solange die Qualität stimmt.

 

Mit „Exotische Welten“ ist Eure erste eigene Anthologie erschienen. Worum geht es in den Geschichten?
Susanne: Jede Story entfaltet eine eigene „exotische Welt“ – die Palette ist hier recht breit gefächert. So bietet die Kurzgeschichtensammlung von beklemmenden Horrorszenarien über Douglas-Adams-Skurrilitäten bis hin zu großer Space Opera alles, was das Phantastik-Herz begehrt.

Sean: Ich habe in den letzten Jahren das »Sense of Wonder« in der deutschen Szene vermisst. Das ist in unserer Anthologie der gemeinsame Nenner.

 

Ihr seid noch ein ganz junger Verlag. Was könnt bzw. möchtet Ihr Euren Autoren bieten?
Sean: Ein professionelles Verlagshaus. Und die Bereitschaft, unsere Autoren ernst zu nehmen. Wir schielen nicht auf Trends von irgendwelchen Marketingfuzzis, die die Autoren wie Apotheken-Rundschau-Redakteure umzusetzen haben, sondern wir wollen, dass unsere Autoren ihre ureigenen Konzepte verwirklichen können.

Susanne: Wir können ihnen in vielerlei Hinsicht wertvollen Rat bieten, was die Be- und Überarbeitung ihrer Texte angeht. Daneben beziehen wir sie immer in alles mit ein, was wir tun. So fragen wir beispielsweise, wer Interesse an Lesungen/Leserunden etc. hat und organisieren dann entsprechend. Uns sind unsere Autoren wirklich wichtig, weshalb uns sehr daran gelegen ist, ein freundschaftliches Verhältnis zu ihnen aufzubauen und zu pflegen. Das ist das A und O. Daneben bewerben wir die Werke. Natürlich stehen wir noch ganz am Anfang, werden die Verlagstätigkeit aber Stück für Stück ausweiten.

Sean_und_Susanne_OConnell klein
 

Wie findet Ihr Eure Autoren bzw. wie finden sie Euch?
Sean: Wir kennen sehr viele deutsche Autoren. Es war eigentlich ganz leicht, eine bestimmte Gruppe oder einzelne Autorinnen und Autoren anzusprechen. Andere, neue Stimmen, haben wir durch die Ausschreibung entdeckt.

Susanne: Uns noch unbekannte Autoren finden uns entweder über die sozialen Netzwerke, in denen wir aktiv sind oder aber über diese Unterseite auf unserer Verlags-Homepage: http://oconnellpress.de/?page_id=100

 

Was müssen Autoren beachten, wenn sie ein Manuskript an Euch schicken möchten?
Susanne: Sie sollten zunächst die o.g. Seite beachten, denn dort haben wir hinterlegt, worauf es uns ankommt (vor allem werden die für uns interessantesten Untergenres und der gewünschte Umfang des Manuskripts genannt). Daneben erwarten wir eine gute Qualität der Texte. Die Rechtschreibung sollte beherrscht werden und die Idee gut sein.

Sean: Neben den formalen Anforderungen (Normseite und solche Dinge) wollen wir aussagekräftige Exposés und Geschichten, die mutiger sind als vieles was derzeit von den Publikumsverlagen nach “Schema F” auf den Markt geworfen wird. Also: keine ausgelutschten Vampir-, Zwergen-, Elben-, Gargoyle-Geschichten und Teenie-Dystopie-Romane. Wir wollen Neues lesen.

 

Momentan gibt es bei Euch erscheinende Bücher lediglich als E-Books. Möchtet Ihr ein reiner E-Bookverlag bleiben?
Susanne: Darauf wollen wir uns nicht festlegen. Wir können uns durchaus vorstellen, den einen oder anderen Printtitel (neben dem jeweiligen eBook) zu verlegen. Im Vordergrund steht für uns allerdings die Veröffentlichung von eBooks, weil wir darin die Zukunft sehen.

Sean: Vom betriebswirtschaftlichen Standpunkt ist Print ein Albtraum. Die Rendite ist jenseits von Gut und Böse. Andererseits lieben wir Bücher. Deswegen halten wir gerne die Hintertür für das eine oder andere Sonderprojekt offen.

 

In Eurer aktuellen Ausschreibung, die noch bis Ende Juni läuft, geht es um Selfies. Ein absoluter Trend in der heutigen Zeit. Allerdings sucht Ihr sehr ausgefallene, wieso ausgerechnet Fotos von einem Selbst?
Susanne: Wir fanden die Idee witzig. Es war eine spontane Angelegenheit. Allerdings werden wir sehen, ob dies so umsetzbar sein wird, wie wir es uns vorgestellt haben. Beiträge kommen zwar herein – doch ob diese letztlich auch den Leser/Betrachter überzeugen können, das werden wir am Ende der Ausschreibungsfrist entscheiden.

 

Ich bedanke mich vielmals bei Susanne und Sean für das interessante Interview. Wer noch mehr erfahren oder an der Ausschreibung teilnehmen möchte, besucht am besten die Verlagsseite und stöbert. Es lohnt sich! Ich jedenfalls werfe einen ausgiebigen Blick in „Exotische Welten“ und bin gespannt, was die nächsten Publikationen bringen.

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