Dragon Days 2015 in Stuttgart

Bereits seit einigen Jahren findet immer im Juni das Fantastikfestival Dragon Days statt. Dieses Jahr drehte es sich hauptsächlich um Star Wars und Orks. Doch auch andere Lesungen und Vorträge fanden an diesen drei Tagen in Stuttgart statt. Darunter im Literaturhaus, der Stadtbücherei, der Buchhandlung Osiander und in zwei Museen.

Zudem wurde wie jedes Jahr der Schwäbische Lindwurm an einen Autor verliehen. 2015 ging er an Joe Abercrombie. Seine Romane wie beispielsweise „Kriegsklingen“ und „Feuerklingen“ sind im Heyne Verlag erschienen.

Zu meinem großen Erstaunen fand in der Buchhandlung Osiander eine Lesung mit dem Titel „Klassiker der Stuttgarter Fantastik“ geführt von Thomas Klingenmaier statt. Neben den bekannten Größen wie Wilhelm Hauff und Eduard Mörike stellte er weitaus weniger populäre, beinahe vergessene Fantastik-Autoren aus Stuttgart und Umgebung vor. Darunter war auch Albert Daibercover die weltensegler mit dem Buch „Die Weltensegler“ – einem Zukunftsroman sowie Werner Illing mit seinem Werk Utopolis, den es tatsächlich noch auf Amazon zu kaufen gibt. Interessant zu erfahren war auch, dass ausgerechnet ein schwäbischer Verlag (Dieck & Co.) 1924 die Lizenz für Tarzan gekauft hatte und diese weltbekannte Geschichte über Stuttgart den Weg nach Deutschland fand.

Bei Albert Daiber, der in seinem späteren Leben nach Chile ausgewandert ist, habe ich auch gleich zugegriffen und „Die Weltensegler“ als Nachdruck mitgenommen. Ich bin gespannt wie der erste Start zum Mars vom Cannstatter Wasen aus sich zugetragen hat.

Auch die Star Wars-Fans kamen dieses Jahr auf ihre Kosten. Am Samstagabend war im Lindenmuseum die große Star Wars-Nacht und der Saal war voll. Neben einem Vortrag zu „Dressing the Imperial Army of Star Wars“ – der deutschen Gemeinschaft der 501st Legion German Garrison –, der von Tobias Frisch gehalten wurde, gab es auch eine spannende Präsentation zum Fanfilm „Threads of Destiny“ von Andreas Feix, der selbst an dieser über Jahre dauernden schwedischen Produktion mitgearbeitet hat. Leider kann man diesen Film bei uns nicht anschauen, da er durch die GMA auf YouTube gesperrt wurde. Anscheinend ist noch zu prüfen, ob nicht doch Rechte von Dritten verletzt werden. Tatsachstar warse ist, dass selbst die Musik zu diesem Film, der lediglich ein Budget von knapp 6.000 EUR hatte, von Fans geschrieben und produziert wurde. Einen Trailer gibt es dennoch.

Den Abschluss bildete ein Livezeichnen von Illustrator Ingo Rönling, der für Panini an der Serie Star Wars Rebels arbeitet.

Gespannt kann man sein auf das nächste Jahr und ich hoffe sehr, dass es wieder einige interssante und fantastische Veranstaltungen geben wird. Wer mehr zu den Dragon Days erfahren möchte, schaut am besten unter http://www.dragondays.de oder bei Facebook unter https://www.facebook.com/dragondaysfestival rein. Der Besuch lohnt sich.

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