In eigener Sache – Drachenfeuerjagd Merranas

Annika von vomschreibenleben.de hat in diesem Monat einen sehr schönen Blogartikel zum Charakter-Building online gestellt. Hierbei geht es vor allem darum, wie genau man seine Romanfiguren ausarbeitet. Doch anstatt die Figur ausführlich zu beschreiben, schlägt Annika einen Fragenkatalog vor und hier ist der Autor tatsächlich gefordert. Denn 70 Fragen zu einer Hauptfigur beantworten zu können, setzt eine genaue Vorstellung des Protagonisten voraus.

 

Da ich momentan am dritten und letzten Teil von Drachenfeuerjagd arbeite, möchte ich einige der Fragen aus diesem Katalog rauspicken und Euch die wichtigsten Charaktere der ersten beiden Teile und auch die neuen, die erst im letzten Teil auftauchen, vorstellen.

 

 

Fünf Fragen an den Kopfgeldjäger Merranas

Merranas ist eine ausgesprochen wichtige Figur in den ersten beiden Teilen von Drachenfeuerjagd. Denn tatsächlich beginnt mit einem Auftrag nicht nur für ihn ein waghalsiges Abenteuer. Unvermittelt geraten andere Personen und Wesen in die Geschehnisse, die für fast alle die Welt und ihre Ordnung ins Wanken bringen.

Meistens ist der Kopfgeldjäger sehr gesprächig, wenn er an einem gemütlichen Feuer sitzt und gerade Gelegenheit hatte, sich den Bauch mit frisch gebratenem Fisch vollzuschlagen und einen guten Schluck aus dem Weinschlauch zu nehmen. Wenn dann noch hübsche Mädchen anwesend sind, erzählt er die tollsten Geschichten. Setzt Euch zu uns und lauscht seinen Antworten.

 

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1. Wie alt bist du?

Wenn ich ehrlich sein soll, weiß ich es nicht. Niemand hat mir je gesagt, wie alt ich bin. Diese Tradition, dass man seinen Geburtstag feiert, die kenne ich. Für mich hat sie jedoch keine Bedeutung. Irgendwann, als mein Lehrer wissen wollte, wie alt ich sei, habe ich die Frage mit einem Achselzucken beantwortet. Damals musterte er mich von oben bis unten, bis er grinsend meinte: „Du siehst aus wie 15, also bist du es wohl auch.“

Seit diesem Tag sind 10 Jahre vergangen. Wahrscheinlich bin ich also Mitte zwanzig. Doch seit einigen Wochen ist auch das nicht mehr sicher, denn von Augenblick zu Augenblick verlieren Worte wie Alter, Zeit, Zukunft und Vergangenheit immer mehr an Bedeutung. Ich bin bereits froh, dass ich es schaffe, in dem, was sich Gegenwart schimpft, zu überleben. Vielleicht bin ich längst ein alter Greis oder noch immer ein Kind, irgendwo an einem anderen Ort, der zugleich dieser hier ist. Ihr seid jetzt verwirrt? Was denkt Ihr, wie es mir geht?

 

2. Wie sehen deine Schuhe aus?

Oh, Teufel, schaut doch selbst! Meine Lederstiefel, die haben schon wesentlich bessere Tage erlebt. Trotz der unendlichen Märsche der letzten Tage und Wochen leisten sie mir gute Dienste. Sie strotzen nur so vor Dreck, sind mehrere Male vollkommen durchnässt gewesen und die Sohlen kann man wohl bald als Pergament verwenden. Doch die Messer sitzen perfekt in ihnen und sie tragen mich überall hin, auch wenn mir die eine oder andere Blase nicht erspart bleibt. Gutes Leder ist nun mal gutes Leder.

 

3. Wovor hast du am meisten Angst?

Herauszufinden, wer ich wirklich bin und woher ich stamme. Doch ohne dieses Wissen zu sterben, kann ich mir nicht vorstellen. Ihr versteht mein Dilemma?

 

4. Wie lautet deine Lebensphilosophie?

Mit Gold lassen sich alle Probleme lösen. Man muss nur genug davon besitzen.

Das zumindest dachte ich. Bis ich diesen einen verfluchten Auftrag angenommen habe. Jetzt lautet die Philosophie: Diesen ganzen Mist hier überleben!

 

5. Hattest du eine glückliche Kindheit?

Meine Kindheit war vieles, aber nicht glücklich. Ein andauerndes Weglaufen vor Drohungen, Hass, Prügeln. Immer wieder traf ich auf Menschen, denen meine Herkunft, obwohl ich und sie sie nicht kannten, Angst machte. Es ist wohl besser ein Taugenichts mit Namen zu sein, als ein Junge ohne Herkunft. Wenn es darum geht, in den Straßen der Städte überlebt zu haben, dann hatte ich wohl Glück und durfte den „ehrbaren“ Beruf des Kopfgeldjägers erlernen. Meine Kindheit endete an einem Nachmittag, als ich von dem Dach meines Onkels, falls er denn mein Onkel war, sprang und loslief. Dies rettete wohl mein Leben. Ja, das war wohl das Glück meiner Kindheit, dass ich mir dabei nicht alle Knochen brach.

 

Findet heraus wie Merranas an seinen Auftrag kommt im ersten Teil von Drachenfeuerjagd.

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