Eine weitere Plattform für Selfpublisher mein-buchprojekt.de

Bei der diesjährigen Buchmesse in Frankfurt durfte ich beim offiziellen Launch dieser neuen Plattform mit dabei sein. Doch erst jetzt finde ich die Zeit, mir das von Tanja Rörsch gegründete Start Up unter mein-buchprojekt.de genauer anzuschauen.

 

Obwohl im Oktober 2018 auf der Frankfurter Buchmesse ein Launch gefeiert wurde, schwangen die Gesellschafter bereits viel früher die Werbetrommel. Ein interessantes Interview findet sich unter anderem auf deutsche startups und ein Bericht bei Autorenwelt. Zu den Mitgründern zählte übrigens auch Susanne Kasper, Inhaberin von literaturschock.de, sie begleitete das Unternehmen in der Anfangsphase. Auch Rörsch ist nicht völlig fremd in der Branche. Mit ihrer Agentur war und ist sie für Verlage tätig.

Wer meinen Blog  kennt, weiß natürlich, dass ich mir solche Portale gerne anschaue und gucke, wie sie sich eigentlich finanzieren und ob sie etwas mit einem Alleinstellungsmerkmal auszeichnet oder eine besondere Dienstleistung angeboten wird bzw. ob nicht doch einfach ein größerer Konzern dahinter steckt und mit einem Tochterunternehmen neue Zugangswege zu Kunden sucht.

 

Dienstleister zahlen Gebühren, für Selfpublisher kostenlos

So lautet die Devise bei mein-buchprojekt.de. Die Unternehmung will Dienstleister und Selfpublisher als Auftraggeber an diesem Ort zusammenbringen, wobei die Macher mit ihrer Plattform die besten Voraussetzungen dafür schaffen, dass eben diese beiden Gruppen nach jeweiligem Bedarf schnell und einfach zueinanderfinden. Wer sich selbst etwas im Selfpublisher-Markt bewegt, weiß, dass an einem E-Book durchaus mehrere Personen beteiligt sind, sobald es über das Hobby hinaus gehen soll. Vor allem dann, wenn der Autor einen gewissen Grad der Professionalität erreicht hat, um mit seinen Publikationen zumindest einen Nebenverdienst zu erwirtschaften. Coverdesigner, Lektoren, Übersetzer etc. sind mittlerweile Auftragnehmer zahlreicher Selfpublisher in Deutschland und der Markt verspricht Wachstum.

Tatsächlich haben sich die Gründer der Plattform Gedanken gemacht. Sie bieten für Dienstleister zwei Modelle an. Ein kostenloses, mit sehr geringem Umfang, aber ausreichend, um die Plattform zu testen und ein professionelles Modell für EUR 14,90 im Monat. Die Hemmschwelle sich als Dienstleister anzumelden, ist also im Gegensatz zu vielen anderen Netzwerken und Plattformen gering. Außerdem findet man hier zu 100% die Zielgruppe. Mit knapp 180 EUR im Jahr kann man also als selbstständiger Lektor, Hörbuchproduzent oder Fotograf gut Werbung machen.

Es stellt sich natürlich die Frage, ob mein-buchprojekt.de genügend Autoren auf die Plattform bringen und langfristig binden kann, um die zahlenden Kunden zu bedienen.

 

Alleinstellungsmerkmal Goldene Ameise

Natürlich gibt es in der Selfpublisher-Branche bereits einige und durchaus auch hochdotierte Preise. Mit der Goldenen Ameise möchte das Team von mein-buchprojekt.de auch tatsächlich eine Teamleistung honorieren. Der Preis soll das erste Mal zur Frankfurter Buchmesse 2019 vergeben werden. Alle weiteren Infos hierzu kann man natürlich auf den entsprechenden Seiten nachlesen.

 

Auf junges Publikum und zukunftsorientiert ausgelegt

Es ist wirklich sehr erfreulich, dass es in Deutschland noch Gründer gibt, die sich trauen, endlich neue Kommunikationswege direkt von Beginn an in ihre Projekte zu integrieren. So gibt es einen Business-Chat und Schnittstellen zu amazon kdp.

 

Geht da was?

Das ist die große Frage, die ich leider nicht beantworten kann. Bereits im November habe ich versucht mich auf der Plattform als Selfpublisher zu registrieren. Zwar habe ich eine Bestätigung-e-Mail erhalten und konnte irgendwann meinen Account aktivieren. Danach war aber auch Schluss, denn beim Login hagelte es nur noch Fehler.

Chatanfragen, Kontaktaufnahmen und E-Mails, die ich an die Verantwortlichen geschickt hatte, blieben bis heute unbeantwortet, obwohl ich sogar den Hinweis auf diesen Blogartikel erwähnt hatte. Vielleicht gerade deswegen?

Also, diesen Punkt muss ich offen lassen und bin dankbar, falls jemand über dieses Portal zu berichten weiß.

Ob die Sponsoren so ein geschäftliches Gebaren gut finden, würde mich allerdings wirklich interessieren. Schließlich wird dort auch deren Geld verbrannt, aber wie es sich bei der FBM angehört hat, ging ja das meiste in die IT, die aber dummerweise nicht zu funktionieren scheint. AUTSCH!

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