Männer und andere Katastrophen [Hörbuch]

Männer und andere Katastrophen
Kerstin Gier – gelesen von Irina von Bentheim

Wir spielten den ganzen Abend Mau-Mau. Ich leerte zwei Fläschchen Rose und fand das Leben eigentlich ganz okay. Schließlich meinte Katja, dass es an der Zeit sein, nach Hause zu fahren. Sie stand auf, um Jens und Holger Bescheid zu sagen, kam aber schnell wieder zurück. „Holger und Jens möchten noch bleiben.“ Wir sahen eine Weile trübe gestimmt vor uns hin. „Jens ist ein Arschloch. Und Holger auch.“ Katja hatte leider recht. Es musste was geschehen.

Was tun, wenn man nach einigen Jahren Beziehung feststellt, dass der Partner doch nicht der Traummann ist? Erst als Judith mehr oder weniger von Holger verlassen wird und ihren Aushilfsjob verliert, beginnt die Suche nach Mr. Right. Doch wie soll man den finden, wenn man noch nicht mal über Holger hinweg ist, einen neuen Job antreten soll und dann auch noch ein Auge auf den gleichen Mann geworfen hat, wie die beste Freundin? Als dann auch noch Katja Jens mit einer anderen im Bett erwischt, nimmt das Schicksal seinen Lauf.
Meine erste Hörbucherfahrung und dafür war es gar nicht mal so schlecht. Kerstin Gier schreibt, wie auch bei der Edelstein-Trilogie schon bemerkt, schnell und direkt. Für ein Hörbuch, das man während der Autofahrt zum Büro und zurück hört, gerade richtig, denn die Handlung ist einfach genug, um sich alles merken zu können. Die kurzen Kapitel bzw. die Unterteilung der Geschichte nach Tagen hilft natürlich auch, wenn man eine Passage nochmal hören will. So ist es mir zumindest gegangen, denn es ist doch etwas anderes selbst zu lesen oder vorgelesen zu bekommen.

Wenn man selbst liest, prägen sich Personen und Handlung besser ein. Beim Hören musste ich zweimal ein Kapitel nochmals anhören, weil mir die Namen nichts mehr gesagt haben. Kann einem beim Lesen natürlich auch passieren, aber hier ist es mir besonders aufgefallen. Liegt vielleicht daran, dass man ein Hörbuch tatsächlich auch mal nebenher laufen lässt. Bei einem Buch geht das nicht so wirklich, man merkt bereits nach einigen Sätzen, dass die Gedanken abschweifen.
Allerdings hat mir die Stimme von Irina von Bentheim nicht so besonders gut gefallen. Es macht doch einen Unterschied, ob man sie als Synchronstimme hört oder als Vorleserin. Mir ging sie nach der zweiten CD ein bisschen auf die Nerven, aber das ist wohl Geschmackssache. Im Großen und Ganzen hat es mir aber gut gefallen und die Fahrten ins Büro verkürzt.

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