Lords und Ladies

Lords und Ladies
Terry Pratchett

Die junge Hexe Magrat Knoblauch steht kurz vor ihrer Vermählung mit dem ehemaligen Hofnarren Verence, der inzwischen König von Lancre geworden ist. Aber als ein paar Nachwuchshexen auftauchen, wird die Mittsommernacht verhexter als je zuvor, und das kleine Königreich wird Schauplatz turbulenter Ereignisse. Vor allem die Elfen sind ganz schön gemein und sorgen dafür, dass TOD ein bisschen Arbeit bekommt.

Als die drei Hexen von Lancre in die Heimat zurückkehren, hat Verence bereits die Hochzeit zwischen ihm und Magrat vollständig durchgeplant. Nur seltsam, dass ausgerechnet jetzt die Kreiszeit beginnt. Überall auf der Scheibenwelt erscheinen die Kornkreise und sie verschonen noch nicht mal den Erzkanzler der Unsichtbaren Universität. Zu Oma Wetterwachs Verärgerung hat die junge Diamanda einen eigenen Hexenzirkel gegründet. Die aufstrebende Hexe bedient sich der Magie, hält Esme Wetterwachs für ein altes Weib und fordert sie zum Duell, ohne genau zu wissen, wo ihre eigene Kraft herkommt, die sie dazu befähigt, sich mit der hexigsten Hexe der Lande anzulegen. Schon bald müssen sich Nanny Ogg und Oma Wetterwachs nicht nur mit jungen Hexen, den Elfen und einer Hochzeit herum schlagen, sondern auch mit neuen Erinnerungen, die aus seltsamen Gründen plötzlich in ihren Gedanken auftauchen. Während Magrat mit ihrem Schicksal als zukünftige Königin und Nichtmehrhexe hadert, muss sich auch Oma Wetterwachs ihrer Vergangenheit stellen und auf Nanny Ogg wartet der zweitbeste Liebhaber der Scheibenwelt. Wenigstens ist es beruhigend zu wissen, dass in einem Multiversum sehr viele Wege zum Happyend führen.

In diesem Buch gibt es nicht nur ein Wiedersehen mit den drei Hexen von Lancre, sondern es ist auch wirklich von Vorteil, wenn man zuerst den Roman „Total verhext“ liest. Aus diesem Grund enthält der Roman auch eine entsprechende Vorbemerkung des Autors. Mit „Lords und Ladies“ thematisiert Pratchett Konflikte zwischen Jung und Alt sowie Gut und Böse. Nicht nur Oma Wetterwachs muss mit jungen Hexen zurecht kommen, auch der Erzkanzler hat so seine Schwierigkeiten mit den jungen Zauberern, die plötzlich anfangen neue Theorien über die Magie aufzustellen. Erfreulicherweise hat auch in diesem Buch der Bibliothekar eine kleine Rolle. Ein etwas chaotischer Roman der Scheibenwelt, der allerdings einen Einblick in die Leben von Esmeralda Wetterwachs und Nanny Ogg gibt.

Eigene Meinung
Amüsieren kann man sich bei diesem Scheibenweltroman mal wieder prächtig. Besonders die Charaktere von Nanny Ogg und dem Erzkanzler sind für viele lustige Szenen ausschlaggebend. Doch die Vermischung aus Mittsommernachtstraum, bösen Elfen, dem letzten Einhorn und Paralleluniversen ist schon ein bisschen viel. Trotzdem ist dieser Roman ein echter Pratchett und die Fans von Oma Wetterwachs kommen auf jeden Fall auf ihre Kosten. Zu meinen persönlichen Lieblingen der Scheibenweltromane zählt dieser aber nicht. Mag aber wirklich an dem Mittsommernachtstraum liegen. Mir gefällt diese Geschichte überhaupt nicht. Ach und noch was: Das neue Cover ist selbstverständlich furchtbar hässlich!

„…Die entsprechende thaumatische Mathematik ist sehr kompliziert, doch letztendlich läuft sie auf Folgendes hinaus: Alle existierenden Bücher beeinflussen sich gegenseitig. Das erscheint offensichtlich: Bücher in der Gegenwart inspirieren Bücher in der Zukunft und zitieren aus Büchern, die in der Vergangenheit geschrieben wurden…“

„…Das kam hinzu: Man musste sich mit „Schwestern“ ansprechen, aus reiner Brüderlichkeit…“

„…Jüngere Hexen hingegen reden ständig von Magie und glauben, dass es dabei um Kristalle, mystische Kräfte und Tänze ohne Schlüpfer geht…“

„…“Nun, wie heißt es so schön? Man kann das gleiche Wasser nicht zweimal überqueren.“
Ridcully starrte ihn groß an.
„Wieso denn nicht? Dies ist eine Brücke!“…“

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