Der Juli ist verflogen

Das WM-Fieber hatte mich gepackt, das Wetter war genial, die Zeit zum Lesen und Schreiben ließ sich nicht aus gefüllten Tagen schneiden. So machten sich auch die Blogeinträge rar. Doch jetzt ist Schluss damit, also ran ans Keyboard!

Bilder einer großen Liebe
Herrndorfs Nachlass
Mit Tschick hatte er wohl seinen wirklich größten Durchbruch und starb im August 2013. Allerdings hinterließ Wolfgang Herrndorf einen unvollendeten Roman, der Ende September im Rowohlt Verlag unter dem Titel „Bilder deiner großen Liebe“ erscheinen wird. Er erzählt die Geschichte eines Mädchens, das sich auf den Weg macht, die Welt zu erkunden. Die folgenden Zeilen der Buchbeschreibung werden die Herzen der Tschick-Liebhaber höher schlagen lassen:

„…und auf einer Müllhalde trifft sie zwei Vierzehnjährige, einer davon, der schüchterne Blonde, gefällt ihr…“

Nachdem ich Tschick verschlungen habe, „Sand“ mich unglaublich nachdenklich gestimmt hat, ist dieser Roman ein Muss und kommt auf meine Wunschliste.

Kindle Unlimited
Sicher, wir wissen alle, dass amazon ganz böse ist. Deswegen weiß man die Leser und Indie-Autoren auch zu locken. Zwar handelt es sich vorerst nur um einen neuen Abo-Service für den amerikanischen Markt, aber was sich dort bewährt, kommt sehr schnell auch zu uns.
Witzig hierbei die Werbung, die man als Publisher bekommt:

„..KDP-Autoren und -Verlage, die ihre Bücher mit US-Rechten bei KDP Select anmelden, nehmen automatisch an Kindle Unlimited teil. Die Aufnahme eines Buchs in Kindle Unlimited sorgt dafür, dass es leichter gefunden wird…“

Heißt das im Umkehrschluss, dass alle Publisher, die nicht am KDP Select teilnehmen, schlechter gefunden werden? Die Vermutung liegt verdammt nahe. Das KDP Select ist nichts Neues. Wer seine Werke zu diesem Service anmeldet, überlässt dem Unternehmen für mindestens 90 Tag exklusiv die Veröffentlichungsrechte, muss konsequenterweise seine e-Books von anderen Vertriebsplattformen für diese Zeit entfernen. Dafür kann er hier in Deutschland sein Buch für max. fünf Tage kostenlos anbieten und so mehr Leser gewinnen. Mit dem neuen Abo-Service sollen in Deutschland die zu KDP Select angemeldeten Bücher in der KOLL (Kindle-Leihbücherei) erscheinen, ein Angebot, das eigentlich nur die Prime-Kunden nutzen, da sie einmal im Monat einen Titel kostenlos downloaden können.
Interessant ist auch die Ausschüttung der Tantiemen bei Kindle Unlimited:

„…Wenn Ihr Buch in Kindle Unlimited ausgewählt und zu mehr als 10 % gelesen oder in der KOLL ausgeliehen wird, erhalten Sie den entsprechenden Anteil des monatlichen globalen KDP Select-Fonds…“

Prima, d.h. also der Autor bekommt sein Geld nicht mit dem Download über den Abo-Service, sondern erst mit der Nutzung durch den Leser? Wenn der Leser sich nach 10% entscheidet nicht mehr weiter zu lesen oder das Buch erst in drei Monaten anzufangen, geht man erstmal leer aus? Wie witzig! Da räumt man amazon nicht nur die alleinigen Vermarktungsrechte seines Buches ein, sondern lässt das Unternehmen auch noch anhand des Leserverhaltens bestimmen, wann man Geld dafür bekommt und das alles im Namen der Reichweite. Manchmal frage ich mich wessen Gier wessens Hirn frisst.

Die Self-Publisher-Bibel
Wer schon immer einen Vergleich der wichtigsten Distributoren gesucht hat und sich mit dem Thema grundsätzlich auseinander setzen will, dem sei www.selfpublisherbibel.de empfohlen. Matthias Mattig macht sich eine Menge Arbeit und hat damit eine tolle Seite geschaffen. Sehr empfehlenswert!

Drachenfeuerjagd – der dritte und letzte Teil
Unglaublich, aber wahr: ich arbeite immer noch daran. Zugegeben, dieser letzte Teil sollte schon längst fertig sein, doch wie bereits erwähnt, bin ich nicht in die Plüschpuschen gekommen, habe eine Drachenschuppe und einen Geldbeutel verloren und somit muss ich auch kleinlaut meine Ankündigung für Mitte 2014 als Veröffentlichungstermin korrigieren. Das ist zwar sehr unprofessionell, aber ich kann so viel sagen: der letzte Teil wird sehr lang!

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