BCC 2018 im Juni – Blogs und die DSGVO

Ausgerechnet in dem Jahr, in dem ich an einer BlogCommentchallenge teilnehme, grätscht mir die DSGVO voll rein. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich nicht gedacht hätte, dass einige sich so einschüchtern und einnehmen lassen. Vielleicht bin ich in diesen Dingen zu naiv oder habe einfach das Glück, einen Software-Entwickler an meiner Seite zu haben, der mir bei allem, für mich Unmachbaren, hilft.

 

Quelle: https://dejure.org

 

Der Blogkiller?

Natürlich ist die DSGVO eine gute Sache, besonders wenn es um Online-Shops, Abos und Dienstleistungen geht, bei denen wir unsere Personen-, Adress- und Kontodaten angeben, in dem Glauben, dass diese ausschließlich und nur für den Einkauf oder die Nutzung einer Dienstleistung genutzt werden.

Was aber soll die DSGVO bei einem Blogbetreiber bewirken, der privat oder zu Präsentationszwecken eine Website betreibt, auf der man entweder lediglich einfache Kommentare hinterlassen oder Links aufrufen kann? Und glauben die Gesetzgeber wirklich, dass leidenschaftliche Blogger die Kontaktdaten Ihrer Newsletter-Leser an irgendwelche Mailing-Dienstleister verscherbeln? Einige würden sich da eher ein Bein abhacken, bevor sie sowas täten!

 

Viele Blogbetreiber sind falsch beraten

Denn viele Dinge in der heutigen Welt sollte man pragmatisch angehen, bevor man sich in Einzelheiten verstrick. Ich möchte ein paar Beispiele für beide Seiten aufführen.

Die nachfolgenden Punkte stellen aber KEINE Rechtsberatung dar, sondern sollen lediglich Denkanstöße für Blogbetreiber und Nutzer sein.

 

Für Blogbetreiber heißt das:

  • Wozu braucht Ihr genau Google-Analytics? Aus Neugier oder verdient Ihr wirklich Geld mit Anzeigen, Traffic und anderen Dingen, die eine Analyse Eurer User rechtfertigen UND habt Ihr überhaupt genügend User oder einfach nur Bots, die regelmäßig Euren Blog besuchen und Seitenaufrufe generieren?
    Wer bereits Verständnisprobleme mit diesem Text hat, der sollte sich ernsthaft fragen, was er da mit Google-Analytics und seinem Blog tut, bevor er sich Gedanken über die DSVGO macht.
  • Cookies- auch hier sollte man sich als Blogbetreiber die Frage stellen: Was ist das? Nutze ich das überhaupt? Brauche ich das? Oder hängt es mit etwas zusammen, was ich gar nicht verstehe, z.B. Google-Analytics oder einer anderen Sache?
  • Macht keine Aussagen über das Speichern oder Löschen von Daten, außer es ist durch jemanden abgesegnet, der sich in diesem Thema auskennt. (Anwalt, Euer Hoster, eine Website, die entsprechende Dienste zur Verfügung stellt)

 

Für Nutzer, die Angst um ihre Daten haben:

  • Wenn Ihr Eure Daten nicht einfach hergeben wollt, könnt Ihr Euch eine unverfängliche E-Mail-Adresse für das Kommentieren von Blogs zulegen, z.B. BieneMina93@irgendwas…- diese nutzt Ihr ausschließlich zum Kommentieren.
  • Viele wissen nicht, dass man im Internet auch anonym surfen kann. Einfach mal bei Google „anonym surfen“ eingeben und sich zu dem Thema ein bisschen schlau machen.
  • Und dann solltet Ihr Euch wirklich fragen, ob es so unglaublich tragisch ist, dass irgendjemand weiß, mit welchem Gerät Ihr irgendeine Seite besucht. Schließlich lasst Ihr Euer Smartphone im Café auch auf dem Tisch liegen. Wenn es um Namen und Anschrift geht oder was Ihr wann gekauft habt, liegt die Sache natürlich anders.

 

Was ich nun mit der Blogchallenge im Juli mache, muss ich mir gründlich überlegen. Schade nur, dass eine Verordnung in einer Welt der Kommunikation einige Leute zum schweigen gebracht hat.

 

Die Zusammenfassung meiner Challenge findet Ihr wie immer unter #BCC 2018

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