Archiv Dezember, 2009

Das Erbe des Zauberers: Ein Roman der bizarren Scheibenwelt

Dez
22

Das Erbe des Zauberers

Terry Pratchett

Als der Magier Drum Billet seinen Zauberstab gemäß guter Sitte an den achten Sohn eines achten Sohnes übergeben will, macht er einen folgenschweren Fehler: Denn das Neugeborene ist ein Mädchen, und diesen ist der Zutritt zur Unsichtbaren Universität verwehrt.

Nun kann nur noch Oma Wetterwachs den Zauberern in Sachen Gleichberechtigung auf die Sprünge helfen…

Als ob Blödes Kaff ein schlechter Name für einen Ort mitten in den Bergen wäre, als ob ein Birnbaum nicht ein Eigenleben haben könnte, als ob Frauen keine Zauberer sein könnten…

Wieder einmal taucht man ein in die Scheibenwelt und diesmal geht es um die Gleichberechtigung. Vielleicht auch um Traditionen und ihre Veränderungen. Man beachte, es geht nicht um die Emanzipation, sondern schlichtweg um den Wandel.

Die kleine Eskarina wird als Baby mehr oder weniger unfreiwillig zum Zauberer. Kaum verwunderlich, dass es von Blödes Kaff zur Unsichtbaren Universität ein weiter Weg ist…

Zwar habe ich bei diesem Buch bei weitem nicht so viel lachen müssen, wie bei den vorherigen, aber die Geschichte ist kurzweilig und unterhaltsam. Weder belehrend noch mit dem Finger zeigend. Sie ist sehr menschlich und das macht sie auf jeden Fall lesenswert.


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Die Leber wächst mit ihren Aufgaben

Dez
12

Dr.med. Eckart von Hirschhausen

Hilft Akupunktur beim Auto? Warum regt einen Glückstee so auf? Und wie finde man mit geschlossenen Augen seinen Traumpartner? Arzt, Kabarettist und Bestsellerautor Dr. Eckart von Hirschhausen kennt sich aus im Leben, ihm ist nichts Menschliches fremd, und niemand ist vor ihm sicher. Mit diagnostischem Blick entdeckt er das Komische in Medizin und Alltag und kommt zu erstaunlichen Ergebnissen: Kindern muss man Gemüse verbieten, die Bahn ist eine buddhistische Sekten, und die Löcher im Käse machen dick. Eckart von Hirschhausens Texte sind keine Placebos, sondern humorvolle Lebenshilfe in einer Welt, für die wir nie geschaffen wurden. Ansteckend lustig!

Bereits beim Vorwort, das keines ist, obwohl es eins gibt, muss man lachen. Denn wohl selten ist kein Vorwort doch eine halbe Seite lang. Ehrlicherweise ist es somit dann das Fast-Vorwort. Und wer auf dieser Seite nicht ins Schmunzeln kommt, dem ist wohl schwer zu helfen.

In kurzen Kapiteln beschreibt Dr. Hirschhausen das Leben mit seinen Tücken und Absurditäten, derer wir uns alle mehr oder weniger bewusst sind. Doch die Kunst oder das Talent ist und bleibt über sich selbst lachen zu können. Und genau das beherrscht Dr. Hirschhausen und schließt sich keineswegs aus.

Ein wunderschönes Buch für den Arbeitsweg in Bus oder S-Bahn, allerdings nur für diejenigen, die es nicht beschämt in einer überquellenden Bahn laut los zu lachen und dabei die Hälfte der anderen Fahrgäste zu wecken, die noch friedlich vor sich hin schlummern, bevor sie der harte Arbeitsalltag voll erwischt.

Als Geschenk für Fans auf jeden Fall geeignet.


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