Falsches Grab

Falsches Grab
Charlaine Harris

Ein Fall für Harper Connelly, die junge Frau, die Tote finden kann: Auf einem Friedhof in Memphis entdeckt sie ein altes Grab, in dem nicht eine, sondern zwei Leichen liegen – und eine davon gehört ganz eindeutig nicht hierher.

Diesmal landen Harper und ihr Stiefbruder Tolliver in Memphis, wo Harper als Gastdozentin am Bingham-College beweisen soll, das sie „echt“ ist. Dort hatte man vor kurzer Zeit genaue Aufzeichnungen über Tote und deren Todesursachen gefunden. Auf dem uralten College-Friedhof, erklärt Harper Dr. Clyde Nunley und seinen Studenten die Todesursachen und letzten Minuten, der bereits seit vielen Jahren Verstorbener.
Beinahe fassungslos ist sie, als sie bei diesem Rundgang in einem dieser Gräber eine zweite Tote findet, der dort überhaupt nicht hingehört und das schlimmste dabei ist, dass sie diese Tote kennt. Es ist ein Auftrag, der einige Zeit zurück liegt. Sie hatte damals das in Nashville vermisste Mädchen nicht finden können. Als Harper und Tolliver erfahren, dass ihre damaligen Auftraggeber, die Familie Morgenstern nicht mehr in Nashville sondern ausgerechnet am jetzigen Leichenfundort ihrer Tochter in Memphis leben, wittert Tolliver eine Falle…

Auch das zweite Buch von Charlaine Harris ist Unterhaltung pur. Nicht nur die Handlung auch die Charaktere sind mysteriös. Sie haben Macken und sind daher unglaublich sympathisch, auch wenn Harris in diesem Buch Harper ein bisschen oberflächlich darstellt. Liegt aber wohl daran, dass ihr Charakter im ersten Buch sehr ausführlich dargestellt wird. Wenn man das erste Buch bereits gelesen hat, kann die erneute Vorstellung von Harper und Tolliver ein bisschen nerven, aber das ist bei allen „Fortsetzungen“ gleich.

Eigene Meinung
Sehr gefallen haben mir in diesem Buch zwei neue Charaktere: Xylda, eine Hellseherin und ihr Neffe Manfred, ebenfalls mit diesen Fähigkeiten ausgestattet. Ich hoffe, sie tauchen in den beiden weiteren Büchern nochmals auf. Zwar spielen sie in diesem Buch nur eine kleine Nebenrolle, aber wenn es von Manfred ein „Spin-off“ gäbe, würde ich es sofort lesen. Wer weiß, vielleicht gibt es bei Harris auch mal einen Mann als Helden.

Humor und ein bisschen Erotik finden sich wie bereits im ersten Buch. Doch ist es diesmal der Humor, der beim Lesen den meisten Spaß macht:

„…Ihr breites Lächeln, bei dem sie alle Zähne zeigte, war so angsteinflößend wie das eines Hais.
‚Ungesüßt‘, sagte sie. ‚Einverstanden?‘ Ihre Stimme gab mir zu verstehen, dass ich besser keine Sonderwünsche äußerte.
‚Prima, danke‘, sagte ich, woraufhin sie weiterschwamm…“


Was mich ein bisschen stört, ist die Art, wie Harris die Beziehung von Harper und Tolliver verlaufen lässt. In diesem Buch findet eine Entwicklung statt, bei der ich nicht so recht weiß, ob die Autorin eine ordentliche Kurve kriegt. Der nächste Band ist spätestens zu Weihnachten auf meinem SuB.


Rezension „Grabesstimmen“

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