Drachenfrieden – Das Drachenvolk von Leotrim

C.M. Hafen

>Nicht alle Leben sind gleich viel wert.<

Kann der Drachenfrieden trotzdem gewahrt bleiben? Um das herauszufinden, folgt der junge Ambro dem Ruf der Mutter aller Wasser. Zusammen mit seinem Drachenbruder macht er sich auf den Weg zu ihr und wird in den Himmelsbergen mit der folgenschwersten Überraschung seines Lebens konfrontiert. Ambor wird klar, wie blind er bislang war. Nun muss er stark sein. Ist er all dem gewachsen? Im dritten Band der Trilogie kommt auch Dakota hinter so manches Geheimnis ihrer Andersartigkeit und erkennt letztlich, wer sie wirklich ist. Und selbst die Chronistin erfährt die größte Kehrtwende ihres Lebens…

 

Obwohl Ambro und Norwin gut versorgt sind, will der Kartograf von Leotrim weiter. Schließlich hat ihn die Mutter aller Wasser gerufen und nur zu gern möchte er endlich Antworten auf die vielen Fragen erhalten, die ihm nicht mehr aus dem Kopf gehen. Auch Dakota verlässt die neue Gemeinschaft, in die sie sich eingefunden hatte und hofft, doch noch herauszufinden, wer sie wirklich ist, auch wenn der Weg dorthin mehr als unbequem ist und Leuchttürme der Schlüssel zum Geheimnis ihrer Herkunft zu sein scheinen. Die Chronistin treibt etwas anderes auf den Weg. Zwar ist es nicht ihre Aufgabe, den Lauf der Dinge zu beeinflussen oder gar zu ändern. Doch für Ambro und die Ungerechtigkeit, die seinem Drachen widerfahren ist, findet sie eine Möglichkeit der Wiedergutmachung und zugleich die eines Neuanfangs für einen Menschen, der noch eine Chance verdient hat. Somit beginnt auch für sie eine Reise, die sie ans andere Ende von Leotrim bringt, wo so einige Antworten auf sie warten, zu denen sie selbst die Fragen noch nicht kennt.

 

Im letzten Teil dieser Reihe lüftet C.M. Hafen viele Geheimnisse von Leotrim. Wie bereits der zweite Teil, so ist auch der dritte eine direkte Fortsetzung des vorhergehenden Bandes. C.M. Hafen knüpft an die Geschehnisse aus Drachensichel an und spinnt die Erzählungen um die drei Hauptpersonen weiter. Die Chronistin und Dakota stehen in diesem Teil der Trilogie im Vordergrund, auch wenn die Geschichte um Ambro und Norwin wunderbar aufgelöst wird.
Im Gegensatz zu den ersten beiden Teilen gehen die Charaktere in Drachenfrieden getrennte und eigene Wege, auch wenn sie durch das gemeinsam Erlebte Einfluss aufeinander nehmen. Es geht um Abenteuer, Selbstfindung, Mut und in vieler Art um Abschied und Neuanfang.
Zwar werden alle Storylines zu Ende geführt, doch lässt die Autorin genügend Raum für die Gedanken des Lesers.

 

Die drei Teile sind auch als komplette Trilogie unter dem Titel Drachenvolk von Leotrim erschienen.

 

Eigene Meinung

Tatsächlich haben mich einige Wendungen in dieser Erzählung etwas überrascht, aber sie haben mir gut gefallen, obwohl ich nicht sicher bin, alles verstanden zu haben. Die Autorin lässt so manche Sache offen. Auch wenn es nicht die bekannte Art von Happy End gibt, so gibt es viele gute und schlüssige Enden, die aber nur einen Teil der Reise der entsprechenden Charaktere bilden. So bleibt es mir als Leser überlassen, mir selbst auszudenken, wie es mit Ambro, Dakota und der Chronistin weitergeht. Zumindest stehen ihnen alle Möglichkeiten offen. Vielleicht gibt es ja weitere Geschichten aus Leotrim.

 

Etwas verwirrt war ich, als ich gesehen habe, dass dieses Buch auch als Kinderbuch eingestuft wird. Das passt aus meiner Sicht nicht so ganz. Dabei geht es nicht unbedingt um die Handlung an sich, sondern viel mehr um ihre Komplexität. Jugendbuch hingegen passt sehr gut.

 

Fazit: Ein schöner und angenehm zu lesender letzter Teil dieser Erzählung.

 

„Er wurde nicht unterbrochen, konnte vor der Gemeinschaft seine Gedankenketten ausbreiten, wie man ein Schmuckstück herzeigt.“

 

„Jemand, der mit sich und der Welt zufrieden war, hörte das Schlagen seiner Schwingen nicht.“

 

Drachensichel – Das Drachenvolk von Leotrim

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