Game of Thrones – Der Winter naht

Vorneweg: Bei diesem Artikel handelt es sich um keine richtige Rezension. Als Fan habe ich das Buch gelesen, um zu prüfen, wie nahe die Fernsehserie dem Geschriebenen kommt. Oft gibt es da große Unterschiede.

 

George R. R. Martin

Eddard Stark, der Herr von Winterfell und Herrscher des Nordens, wird an den Hof seines Königs gerufen, um diesem als Berater und Vertrauter zur Seite zu stehen. Doch Intriganten, Meuchler und skrupellose Adelige, deren Einflüsterungen der schwache König nichts entgegenzusetzen hat, scharen sich um den Thron. Von mächtigen Feinden umringt kämpft Eddard um den Zusammenhalt der Sieben Königslande. Er braucht Einigkeit, denn der Winter naht, und mit ihm kehrt eine uralte finstere Macht zurück, die nicht nur den Norden bedroht. Doch kann Eddard sich gegen die Intrigen in der Hauptstadt behaupten?

Die gebundene Ausgabe Der Winter naht enthält die ersten beiden Bände der Erfolgsserie Das Lied von Eis und Feuer. Zusammengefasst sind die Teile Die Herren von Winterfell und Das Erbe von Winterfell.

Geschildert werden die Geschehnisse im Norden, in Königsmund, an der Mauer sowie die Geschichte um Daenerys.

George R. R. Martin schreibt zu Beginn beinahe nüchtern, fast streng und man benötigt einige Kapitel, um in die einzelnen Storylines hineinzukommen. Viele Personen werden vorgestellt und ebenso viele Orte tauchen auf. Es kann allerdings auch an der Übersetzung ins Deutsche liegen, dass man sich mit dem Schreibstil am Anfang etwas schwertut. Im weiteren Verlauf der Geschichte wird es allerdings wesentlich besser und es liest sich flüssiger hinweg.

Das Glossar am Ende des Buches ist eine schöne Hilfe bei der Orientierung, falls man die Serie nicht bereits im Fernsehen gesehen hat. Auch für Kenner ist es ein brauchbares Nachschlagwerk, um zu schauen, ob man alle Personen richtig zugeordnet und in Erinnerung hat. Die schwarze Ausgabe ist zudem im Innenteil mit zwei Karten von Westeros versehen.

Unterschiede zur Serie – [Vorsicht Spoiler]

Tatsächlich bleibt die erste Staffel der Serie unglaublich nahe an den Büchern. Dennoch gibt es Unterschiede. Hier einige Beispiele:

  • Robb Stark, Jon Snow und Theon Graufreud sind in den Büchern wesentlich jünger.
  • Die Hochzeitsnacht zwischen Daenerys und Khal Drogo ist im Buch vollkommen anders geschildert. Auch die Entwicklung zur Drachenmutter erklärt das Buch deutlich besser.
  • Samwell Tarly wird viel ängstlicher und tollpatschiger beschrieben.
  • Tyrion Lannister ist im Buch körperlich mehr eingeschränkt. Vor allem das Reiten fällt ihm sehr schwer.
  • Tywin Lannister hat eigentlich eine Glatze und einen Backenbart.

Es finden sich noch mehr Unterschiede, wenn man genauer hinsieht und -liest. Auch werden die Änderungen an Alter und Darstellung der FSK geschuldet sein.

 

Eigene Meinung

Ich war sehr erstaunt, dass die Drehbuchautoren und Macher die Bücherinhalte ziemlich präzise umgesetzt haben. Nicht selten werden in Verfilmungen die Geschichten zugunsten des Budgets oder der Zielgruppenvergrößerung abgeändert.
Wer die Serie im Fernsehen gesehen hat, verpasst bis auf Kleinigkeiten nicht viel, wenn er die ersten beiden Bücher nicht gelesen hat. David Benioff und D. B. Weiss haben die beschriebenen Figuren hervorragend zum Leben erweckt. Dennoch bin ich überzeugt, dass ich mir einige Charaktere anders vorgestellt hätte, wenn sie mir nicht als Schauspieler von dem inneren Auge präsent gewesen wären.

Fazit: Für Fans eine interessante Sache. Für Fantasy-Leser ein gutes Buch mit etwas schwierigem Einstieg.

 

 „…Wir alle müssen von Zeit zu Zeit verspottet werden, damit wir uns nicht allzu ernst nehmen…“

„…Cersei sammelte ihre Röcke und ihre Würde ein und ging voraus zur Tür…“

„…Sie hätte weinen sollen, das wusste sie, doch waren ihre Augen trocken wie Asche…“

 

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