Wer bin ich und wenn ja, wie viele?

Wer bin ich und wenn ja, wie viele?
Richard David Precht

Bücher über Philosophie gibt es viele. Aber Richard David Prechts Buch ist anders als alle anderen. Denn es gibt bisher keines, das den Leser so umfassend und kompetent – und unter Berücksichtigung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse – an die großen philosophischen Fragen des Lebens herangeführt hätte: Was ist Wahrheit? Woher weiß ich, wer ich bin? Was darf die Hirnforschung?
Prechts Buch schlägt einen weiten Bogen über die verschiedenen Disziplinen und ist eine beispiellose Orientierungshilfe in der schier unüberschaubaren Fülle unseres Wissens vom Menschen: Eine Einladung, lustvoll und spielerisch nachzudenken – über das Abenteuer Leben und seine Möglichkeiten!

„Was kann ich wissen?“, „Was soll ich tun?“, „Was darf ich hoffen?“. Drei Fragen und drei große Fragezeichen. Eine philosophische Reise durch die menschliche Gedankenwelt wird dem Leser serviert.
„Richard David Precht verbindet wissenschaftliche Forschung aus Biologie und Medizin mit den Gedanken großer Philosophen ohne in trockene Theorien ab zu schweifen. Besonders für diejenigen, die Philosophie für altmodisch, unverständlich oder pure Theorie halten, ist dieses Buch ein Paradebeispiel, dass diese Wissenschaft oft menschlicher und näher an uns selbst ist, als wir uns oft denken.
Jedes Kapitel wirft Fragen auf, die wir uns alle schon einmal gestellt haben oder vielleicht noch stellen werden und mit durchaus witzigen Beispielen aus der heutigen Zeit, kann man schmunzeln und nachdenken über Mr. Spock, die Matrix und Frank Sinatra.

 

Eigene Meinung
Man sollte sich für dieses Buch etwas Zeit nehmen, denn Precht schreibt durchaus über die heutige Zeit und ihre Fragen, nicht über das Gestern. Der Fortschritt ist gut, aber es sollte keine Selbstverständlichkeit werden, ihn nicht kritisch zu hinterfragen, sondern als Errungenschaft mit allen Vor-, aber auch oft noch unbekannten Nachteilen der modernen Forschung und Technik betrachten. Wer möchte schon gerne auf offener Straße dem eigenen Klon begegnen?

Fazit: Sehr gerne mitgedacht. Auf jeden Fall empfehlenswert!

 

„In der Welt eines anderen überhaupt Sinn zu finden – und sei es auch nur auf Zeit -, sei deshalb schon viel.“

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