MacBest

MacBest
Terry Pratchett

Etwas ist faul im Königreich Lancre: Monarch Verence stirbt unter mysteriösen Umständen durch den Stich eines Dolchs. Daß dieser Dolch zufällig Herzog Felmet gehört, interessiert zunächst niemanden. Felmet besteigt den Thron, und mit ihm seine unausstehliche Herzogin. Nur Oma Wetterwachs und ihre hexenden Freundinnen Magrat Knoblauch und Nanny Ogg kennen Shakespeares Macbeth und durchschauen den Coup. Sie wollen den wahren Erben krönen lassen. Allerdings ist dieser erst zwei Jahre alt und wurde von fahrenden Schauspielern aufgelesen. Was liegt da näher, als das Kind zurückzustehlen und mit ihm fünfzehn Jahre in die Zukunft zu reisen, damit es alt genug für den Thron ist? Doch der Plan ist gewagt, und die Hexen haben ihren Zauber nicht so gut im Griff, wie sie dachten …

Dieser Scheibenweltroman führt den Leser in die Spitzhornberge. Einen abgelegenen Teil der Scheibenwelt, an dem sich die Magie an den steilen Hängen staut. Hier haben die Könige keine Reiche, hier gibt es noch Königreiche und wenn ein Königreich seinen König nicht leiden kann, dann muss einen geeigneten Nachfolger finden, wenn möglich den Thronerben.
Oma Wetterwachs bleibt auch in diesem Abenteuer nichts erspart, Magrat, die junge Hexe, will unbedingt einen Hexenzirkel gründen und schon bald stellen alle drei fest, dass es doch wohl einen kleinen Generationenkonflikt gibt.
Erst als Nanny Ogg auf Grund der neuen Gesetzgebung des Königs im Kerker landet, nimmt das Schicksal seinen Lauf und Oma Wetterwachs wagt einen kühnen Zauber, der die Zeit schneller vergehen läßt. Der gelingt irgendwie, doch wie es das Schicksal so will, unterschätzt man es und dann kommt alles ein bisschen anders, als man denkt, vor allem was den Narren angeht, in den sich zu allem Überfluss Magrat verliebt. Und wer sich mit Hexen auskennt, der weiß, das diese nicht so mit Männern können bzw. sollen, doch auch hier sind Nanny Ogg und Oma Wetterwachs total unterschiedlicher Meinung und Magrat verwirrt.

Wieder mal ein toller Roman von Pratchett. Wer bereits „Das Erbe des Zauberers“ gelesen hat, kann sich hier auf ein Wiedersehen mit Oma Wetterwachs und der Pschikologie freuen. Falls man ein absoluter Ankh-Morpork-Fan ist, dann muss gesagt werden, dass nur ein ganz kurzer Teil der Geschichte in der Hauptstadt spielt. Der Hauptteil spielt in Lancre.

Mal wieder schafft es Pratchett mit viel Humor einen Klassiker in die Scheibenwelt zu bringen. Selbst der Tod hat einige kleine Auftritte und obwohl die Geschichte am Stück geschrieben ist, so erscheint sie als eine Art Theaterstück ohne eins zu sein. Neben der Idee die Tragödie von Macbeth zu erzählen, macht sich Pratchett auch die Mühe den Generationenkonflikt und die unterschiedlichen Rollen der Frauen in der Gesellschaft ein bisschen zu beleuchten. Hierzu bedient er sich der drei Hexen, wobei er keine ins lächerliche zieht. Persönlich gefällt mir Oma Wetterwachs in diesem Roman wesentlich besser als in „Das Erbe des Zauberers“.

Fazit: Schöner Roman, allerdings habe ich bei anderen mehr gelacht. Nichts desto trotz sehr gut geschrieben.
Gespannt bin ich auf „Eric“ und das Buch muss gekauft werden, bevor die neuen Cover kommen, die sind nämlich einfach nur hässlich!

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