Ein eiskaltes Grab

Ein eiskaltes Grab
Charlaine Harris

In einer kleinen Stadt in North Carolina sind in den letzten Jahren mehrere Jungen verschwunden. Treibt ein Serienkiller sein Unwesen in Doraville? Ein grausiger Fall für Harper Connelly, die junge Frau, die Tote finden kann.

Diesmal verschlägt es Harper und ihren Stiefbruder Tolliver nach Doraville. In diesem Städtchen will gar nichts zusammen passen. Jahrelang hat man das Verschwinden der vielen Jungs mehr oder weniger abgetan. Erst der neue Sheriff, der eine Frau ist, will diese Fälle lösen und Harper soll mit ihrer Gabe helfen. Doch die ist mehr mit sich und ihrem Stiefbruder, bzw. ihren Gefühlen zu ihm, beschäftigt.
Selbstverständlich findet sie den Enkel ihrer Auftraggeberin, doch gleichzeitig auch die restlichen vermissten Jungs. Sie liegen nämlich alle auf einem verlassenen Grundstück in der direkten Nähe der Stadt. Merkwürdig, dass niemandem etwas aufgefallen ist und der ehemalige Sheriff nie genau Nachforschungen angestellt hatte.
So schnell wie möglich wollen Harper und Tolliver weg und auch dieses Mal misslingt die Abreise, da Harper vor dem Hotel angegriffen wird. Als das SBI und Manfred mit Großmutter in Doraville auftauchen, ist an eine schnelle Abreise nicht mehr zu denken.
Der dritte Roman dieser Reihe beschäftigt sich mehr mit der Beziehung zwischen Harper und Tolliver, als mit dem Fall. Zwar lässt Harris Harper das erste Mal die Leichen eines Serienmörders finden, doch diese Handlung rückt im Verlauf des Geschehens immer mehr in den Hintergrund. Was dann auch folgende Beschreibung auf der Rückseite des Buches erklärt:
Eine raffinierte Mischung aus Spannung, Mystery und einem Schuss Erotik.

Bisher das langweiligste der Harper-Bücher
Im Gegensatz zu den ersten zwei Romanen hat mir dieser nicht so gut gefallen. Zum einen fand ich es furchtbar anstrengend wie Harris das Herumschleichen der zwei „Nichtgeschwister“ umeinander in die Länge zieht. Das nervt bis zu diesem einen unmöglichen Zeitpunkt, an dem wohl kaum einer von uns an Erotik denkt, weil er sehr wahrscheinlich Schmerzen hat, aber gut auch das ist Geschmackssache und ich will nicht zuviel verraten. Für mich persönlich etwas übertrieben. Doch Harris kriegt wieder die Kurve und findet passende Wort, sodass man sich an den richtigen Stellen das Lachen nicht verkneifen kann.
Zum anderen herrscht in diesem Roman unglaublich viel Chaos. Zwar hat es mich sehr gefreut, dass Manfred wieder auftaucht. Der Charakter war mir schon im letzten Buch sehr sympathisch, aber neben ihm und seiner Oma, Manfreds Mutter, Auftraggeber, Nachbarn, Krankenhauspersonal, Pfarrer, Sheriff, Hilfs-Sheriff, Psychologen und Ärzten sind es zu viele Personen. Was Harris zu dem Ende dieses Romans verleitet hat, würde mich allerdings wirklich interessieren. Gut oder schlecht? Auch dieser Punkt ist wohl Geschmackssache.
Was ihr auf jeden Fall gelingt, ist die Spannung im Bezug auf Harpers verschwundene Schwester aufrecht zu halten, sodass ich auch das letzte Buch dieser Reihe lesen werde. Das interessiert mich schon.

Aus meiner Sicht für Quereinsteiger nicht besonders gut geeignet, da man viele Zusammenhänge nicht verstehen kann. Besonders nicht die Beziehungen der einzelnen wichtigen Personen zueinander.

Rezension „Falsches Grab“

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